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Französische Medien - Chanson-Legende Juliette Gréco ist tot

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Die französische Chanson-Legende und Schauspielerin Juliette Gréco ist nach französischen Medienberichten gestorben. Sie wurde 93 Jahre alt.

Die französische Chanson-Sängerin Juliette Gréco ist am Mittwoch im Alter von 93 Jahren gestorben. Weltbekannt wurde sie als Muse der Pariser Boheme.

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Sie sei zuhause im Kreis ihrer Familie gestorben, hieß es in einer Mitteilung der Familie an die Nachrichtenagentur AFP. Gréco wurde in den 50er und 60er Jahren mit Chansons wie "Accordéon", "La Javanaise" und "Déshabillez-moi" weltberühmt.

Gréco - "Muse" der Existenzialisten

Mit Gréco ist nach Édith Piaf und Barbara die letzte große Chansonnette Frankreichs von der Bühne gegangen. Jahrzehntelang hat sie die Lieder der größten Chansonniers wie Jacques Brel und Brassens interpretiert und die schönsten Texte von Schriftstellern wie Françoise Sagan, Jacques Prévert, François Mauriac und Albert Camus.

"Si tu t'imagines" oder "L'Éternel féminin" gehörten Ende der 1940er Jahren zu ihren großen Hits. Entdeckt hat sie der französische Philosoph und Existenzialist Jean-Paul Sartre in einer Kellerbar in Saint-Germain-des-Prés, dem Pariser Intellektuellenviertel par excellence in den 50er Jahren. Durch ihn wurde sie auch in die künstlerisch-intellektuelle Elite der damaligen Zeit eingeführt.

Archiv: Juliette Gréco im Jahre 1956
Juliette Gréco spielte auch in Filmen mit, wie zum Beispiel in "Weiße Margeriten" ("Elena et les hommes") im Jahr 1956.
Quelle: picture alliance/Everett Collection

Die "Lady in Black"

So wie sie kleidete sich Gréco schwarz. Blasses Gesicht, schwarze Haare und schwarze Kleider: Diesem Stil blieb Gréco ihr ganzes Leben lang treu. Die Muse von Saint-Germain-des-Prés und Lady in Black wurde die zierliche Diva deshalb auch gerne genannt.

Gréco wurde am 7. Februar 1927 im französischen Montpellier geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie größtenteils bei der Großmutter und in einem Kloster, denn ihren Vater kannte sie kaum, und ihre Mutter war während des Zweiten Weltkrieges in den Widerstand getreten. Obwohl ihre Mutter und Schwester Opfer der Gestapo waren, trat sie als eine der ersten französischen Sängerinnen 1959 im Nachkriegsdeutschland auf.

Archiv: Juliette Gréco im Jahre 1958
Juliette Gréco im Jahr 1958
Quelle: picture alliance/Everett Collection

Über 60 Jahre auf der Bühne

Nicht nur in ihren Liedern ging es leidenschaftlich und stürmisch zu. Gréco war mehrmals verheiratet, darunter auch mit dem inzwischen verstorbenen Schauspieler Michel Piccoli. Zu den frühen Liebschaften gehörte der legendäre Jazz-Trompeter Miles Davis. Im Jahr 1988 heiratete sie den Pianisten Gérard Jouannest, ihren langjährigen musikalischen Begleiter.

Ihren Abschied von der Musikwelt hatte sie gut vorbereitet. Mit einer Tournee, die sie 2015 begann, bedankte sie sich bei ihren treuen Fans. Man müsse wissen, wann der Zeitpunkt gekommen sei, aufzuhören, sagte sie. Sie singe seit 65 Jahren, das sei ein langes Arbeitsleben. Ihre Abschiedstournee "Merci" hatte sie auch nach Deutschland geführt.

Archiv: Juliette Gréco  in La Courneuve am 13.09.2015
Juliette Gréco im September 2015
Quelle: Imago
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