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Was Sie über das Schaltjahr wissen müssen

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29. Februar - Was Sie über das Schaltjahr wissen müssen

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Alle vier Jahre hat der Februar einen Tag mehr, den 29. Zumindest in der Regel. Das liegt am Schaltjahr - aber warum gibt es das überhaupt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Warum gibt es Schaltjahre? Das hängt damit zusammen, wie lange die Erde braucht, um die Sonne zu umkreisen. Mehr im 3D Erklärvideo.

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In welchen Jahren gibt es einen 29. Februar?

  • In allen Jahren, die durch vier teilbar sind. 2020 ist ein Schaltjahr, wie auch 2016 und 2012 welche waren.
  • Allerdings gilt das nicht in Jahren, die zugleich durch 100 teilbar sind. Daher hatten die Jahre 1800 und 1900 keinen 29. Februar, genauso wenig wird 2100 einen haben.
  • Keine Regel ohne Ausnahme: Ist das Jahr durch 400 teilbar, gibt es wieder einen 29. Februar - so wie im Jahr 2000.

Und warum so kompliziert?

Weil die Erde eben nicht in exakt 365 Tagen die Sonne umrundet, sondern in 365 Tagen, fünf Stunden und fast 49 Minuten. Damit dieses sogenannte Tropische Jahr möglichst mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, wird - mit Ausnahmen - alle vier Jahre ein 366. Tag eingefügt.

Würde man das unterlassen, dann fiele Weihnachten irgendwann in den Hochsommer. Doch trotz der komplizierten Berechnung hinkt das Kalenderjahr im Schnitt immer noch 27 Sekunden hinterher.
Das summiert sich und heißt: In einigen Jahrhunderten muss wohl ein Mal ein weiterer zusätzlicher Tag ausgerufen werden.

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Warum liegt der Tag immer im Februar?

Der Ursprung dafür liegt in der Antike. Im Alten Rom endete das Jahr lange Zeit tatsächlich im Februar, während es mit dem Martius (März) begann.
Unser heutiger zwölfter Monat war der zehnte, daher heißt er auch Dezember (vom lateinischen Wort "decem", "zehn"). Das römische Jahr zählte über Jahrhunderte 355 Tage; jedes zweite Jahr wurde ein ganzer Schaltmonat hinter den Februar gesetzt, um den Kalender dem Sonnenstand anzugleichen.

Gaius Julius Cäsar
Gaius Julius Cäsar sorgte letztlich dafür, dass der zusätzliche Tag auf den Februar fällt.
Quelle: Meyers Conversations Lexikon

Roms Herrscher Julius Caesar beendete dann 46 vor Christus dieses Prozedere und führte längere Monate und nur noch einen einzigen Extratag alle vier Jahre ein. Dieser lag weiter Ende Februar, obwohl mit der Julianischen Kalenderreform der Jahresanfang endgültig auf den 1. Januar sprang.

Wie groß sind die Chancen, an einem 29. Februar geboren zu werden?

  • Die Chancen liegen bei etwa 1 zu 1.461.
  • Viermal wahrscheinlicher - also 4 zu 1.461 - passiert das an einem anderen Datum.

Doch es gibt auch Ausnhamen wie die norwegische Familie Henriksen: In allen drei Schaltjahren in den 1960ern bekam sie an einem 29. Februar Nachwuchs - die Geschwister Heidi (1960), Olav (1964) und Leif-Martin (1968) erblickten jeweils im Abstand von vier Jahren das Licht der Welt.

Derselbe Coup gelang später den Amerikanern David und Louise Estes mit Xavier (2000), Remington (2004) und Jade (2008), jeweils dazwischen hatte das Paar noch zwei weitere Kinder.

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