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Winter wieder auf dem Rückzug - Schneechaos auf den Straßen bleibt aus

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Der Winter hat Deutschland im Griff - noch. Ab morgen, so ZDF-Meteorologin Horneffer, wird es eher nass und wärmer. Das gefürchtete Schneechaos auf Straßen und Pisten blieb aus.

Winterlandschaft im Taunus
Wie ein Gemälde-Stilleben: Die schneeweiße Winterlandschaft im Taunus
Quelle: dpa

Noch vor einer Woche sah es in Deutschlands Wintersportorten ganz anders aus: Chaotische Szenen in überfüllten Skigebieten lösten ungläubiges Kopfschütteln aus. Nun aber blieb der befürchtete Ansturm weitgehend aus. Wegen der Corona-Pandemie waren Ausflüge an diesem Wochenende in vielen Gegenden ohnehin verboten.

Der weiße Traum dürfte allerdings nicht lang anhalten - erst mal nur für Bayern und Sachsen.

ZDF-Meteorologin Horneffer: So wird das Wetter in den kommenden Tagen

In der Nacht auf Montag ziehen die Schneefälle weiter ostwärts, sagt ZDF-Meteorologin Katja Horneffer. Dabei schneit es noch am längsten zwischen dem Harz und dem bayerischen Alpenrand. Von Westen wird es deutlich milder, und das merken wir schon in der Nacht, denn dort sinken die Temperaturen auf +2 bis -1 Grad. Unter klarem Sternenhimmel ganz im Osten geht’s dagegen noch mal auf -5 bis -13 Grad runter. Am Montag fällt in Sachsen und am Alpenrand noch etwas Schnee.

Über Norddeutschland ziehen bei böigem Wind aus westlichen Richtungen Regenwolken hinweg. Mit null bis sechs Grad wird es deutlich milder als zuletzt. Ab Dienstag setzt von Westen massives Tauwetter ein. Es wird regnerisch und windig und Mittwoch und Donnerstag liegen die Höchsttemperaturen deutschlandweit zwischen drei und elf Grad. Das war's dann vorerst mit dem Winter in den tieferen Regionen.

Einige Unfälle wegen Schneechaos

Mancherorts sorgte das Wetter für Unfälle auf den Straßen. In Bayern kam es in Folge des Schneefalls zu Zugausfällen und Verspätungen. Zwischen dem Bahnhof Kempten und Pfronten-Steinach etwa sei auf Grund des Wetters am Sonntagmorgen kein Zugverkehr möglich gewesen, teilte die Deutsche Bahn mit. Ein Schienenersatzverkehr sei eingerichtet.

Auf der Strecke Oberstdorf-Immenstadt war wegen des andauernden Schneefalls eine Weiche gestört. Am Alpenrand herrschte nach der Sperrung von Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee für auswärtige Tagesausflügler weitgehende Leere.

Schneerutsche im Zugspitzgebieet

Weiter südlich - im Zugspitzgebiet - kam es am Samstag jedoch zu Schneerutschen. Drei Hubschrauber hätten das Areal unterhalb der beiden Riffelspitzen aus der Luft abgesucht, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim.

Kaufbeuren - Ein junger Mann befreit sein Auto vom Schnee
In Kaufbeuren befreit ein junger Mann befreit sein Auto vom Schnee.
Quelle: dpa

Am Nachmittag wurde die Suche abgebrochen, nachdem es zunächst keine Indizien gab, dass Menschen zu Schaden gekommen waren.

Lawinengefahr in der Schweiz

In der Schweiz gab es wegen großer Mengen Neuschnee weiter Lawinengefahr, drei Menschen kamen nach Lawinenabgängen ums Leben.

Ebenfalls am Samstag musste die Polizei im Hochspessart 200 Autos zurückweisen. Die Zufahrtswege mussten an einer Wegkreuzung im Landkreis Aschaffenburg bereits am Vormittag gesperrt werden, wie die Polizei Unterfranken mitteilte. Der Andrang der Tagesausflügler sei zu groß gewesen.

Die Tagestouristen seien teilweise überregional angereist. Zu Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sei es aber nicht gekommen. Gegen Nachmittag wurde die Sperre wieder aufgehoben.

Saarland und Eifel weitgehend ruhig

Im Sauerland und in der Eifel blieb es weitgehend ruhig. Lediglich rund um Bad Münstereifel in NRW seien die Parkplätze "total überfüllt", sagte ein Sprecher der Polizei Euskirchen am Samstagnachmittag. Das Ordnungsamt sei im Rahmen der Möglichkeiten im Einsatz. Ansonsten sei der Verkehr aber relativ ruhig und auch die Corona-Regeln würden eingehalten.

Die Schwarzwaldhochstraße in Baden-Württemberg musste kurzzeitig wegen zahlreicher Ausflügler gesperrt werden, wie eine Sprecherin der Polizei in Offenburg am Samstag sagte. Die Parkplätze seien zwar relativ voll, ansonsten sei aber alles im grünen Bereich geblieben. 

Aus Hessen und Rheinland-Pfalz berichteten Behörden nicht von einem größeren Andrang.

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