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Brandenburg: Fünf weitere Fälle bestätigt

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Afrikanische Schweinepest - Brandenburg: Fünf weitere Fälle bestätigt

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Nur wenige Tage nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest sind in Brandenburg weitere Wildschweine von der Seuche betroffen. Fünf Tiere wurden positiv getestet.

Wildschwein im Wald
In der vergangenen Woche war in Brandenburg der deutschlandweit erste Fall der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. (Symbolbild)
Quelle: dpa

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat am Dienstag bei fünf weiteren Wildschweinen die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen, wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Potsdam mitteilte. Die Tiere seien nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden worden - alle in einem bereits festgelegten gefährdeten Gebiet.

Es handelt sich um vier tot aufgefundene Wildschweine - Fallwild - sowie um ein krank erlegtes Wildschwein.

Seuche für Menschen ungefährlich

In der vergangenen Woche war in Brandenburg der deutschlandweit erste Fall der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. Ein infiziertes totes Wildschwein war sieben Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Landkreis Oder-Spree entdeckt worden. Am Wochenende wurde ein zwölf Kilometer langer mobiler Elektrozaun in einer Kernzone rund um den Fundort aufgebaut. Für Menschen ist die Seuche ungefährlich, aber die Tiere stecken sich untereinander an und sterben.

Die Seuche kann erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Wegen der Schweinepest haben nach China und Südkorea auch Japan, Brasilien oder Argentinien deutsche Schweinefleisch-Einfuhren verboten.

Der Export in Nicht-EU-Länder ist eingebrochen.

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Das Bundesagrarministerium ist mit den Regierungen dieser Länder im Gespräch, um Vereinbarungen zu erreichen, hieß es im Bundesagrarministerium. Dies zielt darauf, Einfuhrstopps wegen der Schweinepest nur auf Betriebe aus betroffenen deutschen Regionen zu beschränken - und nicht für ganz Deutschland einzuführen. So ist es auch in der EU geregelt, in die rund 70 Prozent der Schweinefleisch-Exporte gehen.

Landwirte wegen Schweinpest in Sorge

Faktisch kommt ein Exportstopp für die meisten Zielländer außerhalb der EU zum Tragen. Hintergrund ist, dass in Ausfuhrzertifikaten nun nicht mehr angegeben könne, dass Deutschland "Schweinepest-frei" ist, wie das Ministerium erläuterte.

Seit dem ersten Schweinepestfall liegen die Nerven der Sauenzüchtern blank.

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Die Landwirte in Brandenburg beschäftigt die Frage, wie es für sie und ihre Betriebe weitergeht. In den drei Landkreisen, die bis zu 24 Kilometer entfernt um die Fundorte liegen, wurden Beschränkungen erlassen.

In Oder-Spree, Dahme-Spreewald und Spree-Neiße ist damit der Tierverkehr beschränkt. Felder und Wälder dürfen nicht betreten werden.

Elektrozaun zur Eingrenzung der Afrikanischen Schweinepest

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von Jörg Göbel und Felix Klauser
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