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Afrikanische Schweinepest in Brandenburg?

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Amtlicher Verdachtsfall - Afrikanische Schweinepest in Brandenburg?

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Afrikanische Schweinepest in Brandenburg? Landwirte haben schon lange vor der Schweinepest gewarnt. Nun gibt es einen Verdacht. Am Donnerstag soll es Klarheit geben.

Ein Wildschwein steht in einem Wald. Archivbild
Vor der Afrikanischen Schweinepest ist mehrfach gewarnt worden. Nun ist wohl ein erkranktes Wildschwein an der deutsch-polnischen Grenze gefunden worden.
Quelle: Lino Mirgeler/dpa

In Deutschland gibt es einen amtlichen Verdachtsfall der Afrikanischen Schweinepest: Dieser sei in Brandenburg bei einem Wildschwein-Kadaver festgestellt worden, teilte am Mittwochabend das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin mit. Der Kadaver sei wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Spree-Neisse-Kreis gefunden worden.

Eine Probe des toten Tieres werde jetzt im Friedrich-Loeffler-Institut virologisch untersucht. Bei dem Kadaver gab es nach dpa-Informationen mehrere positive Tests. Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) werde am Donnerstag über das Ergebnis informieren.

Erst wenn das nationale Referenzlabor den Verdacht ebenfalls bestätige, könne von einem Ausbruch gesprochen werden. Das Landeskrisenzentrum und die kommunalen Krisenzentren seien aktiviert.

Schweinepest für Menschen ungefährlich

Zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest hat Brandenburg eigentlich Zäune errichtet.

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Für Menschen ist die Schweinepest ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine hingegen ist sie tödlich. In Polen, von dessen Grenze der nun gefundene Kadaver nur wenige Kilometer entfernt lag, gibt es schon seit einiger Zeit Fälle der Afrikanischen Schweinepest.

Erste Maßnahmen zum Schutz würden vorbereitet. Der Sprecher verwies darauf, dass es in den vergangenen Jahren mehrere Großübungen für den Umgang mit Tierseuchen gegeben habe. Ein fester Schutzzaun im Kreis Spree-Neiße an der Grenze zu Polen war geplant, ist aber noch nicht gebaut. Ein mobiler Zaun steht dort bereits.

Wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter

Der Ausbruch der Schweinepest kann massive wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter haben: Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums könnten Exporte in Nicht-EU-Staaten, vor allem nach Asien, weitgehend wegfallen.

Für den Export nach China beispielsweise muss bislang zertifiziert werden, dass Deutschland ASP-frei ist. Der Handel innerhalb der EU kann jedoch aufrechterhalten werden. Nur für Betriebe in der Umgebung des Fundorts gibt es Einschränkungen.

750.000 Schweine in Brandenburg

In Brandenburg wurden nach Angaben des Landesbauernverbands vom November 2019 rund 750.000 Schweine in etwa 170 Betrieben gehalten. Aus Brandenburg werden Ferkel insbesondere in andere Bundesländer und EU-Staaten exportiert.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) war mehrere Monate nach einem Ausbruch in Westpolen nach Angaben der Bundesregierung im August wieder etwas von Deutschland abgerückt.

Während im März der westlichste Fundort eines an Schweinepest gestorbenen Wildschweins in Polen etwas mehr als zehn Kilometer von der deutschen Grenze gelegen habe, lag der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens im August laut Bundesagrarministerium wieder weiter östlich.

Jagdverband hatte vor Schweinepest gewarnt

Brandenburg hatte wegen der grenznahen Fälle in den beiden Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße sowie in der Stadt Frankfurt (Oder) einen 120 Kilometer langen mobilen Elektroschutzzaun errichtet. Er sollte an der Grenze zu Polen vor wandernden Wildschweinen schützen.

Der brandenburgische Landesbauernverband und der Deutsche Jagdverband hatten nach den Fällen in Polen zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
Landwirte ergriffen strenge Sicherheitsmaßnahmen.

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