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707 Migranten in Sizilien - Ocean Viking und Sea-Watch 3 dürfen anlegen

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Insgesamt 707 Geflüchtete dürfen in Italien an Land gehen. Zwei sizilianische Häfen erteilen die Erlaubnis zum Anlegen. In Deutschland protestieren Tausende für die Seenotrettung.

Aus Seenot gerettete Migranten an  Board der Ocean Viking
Aus Seenot gerettete Migranten an Bord der Ocean Viking.
Quelle: AP

Die Rettungsmissionen von Sea-Watch und SOS Mediterranee können an diesem Wochenende 707 Menschen in Italien an Land bringen. Zwei sizilianische Häfen haben die Erlaubnis zum Anlegen erteilt.

"Sea-Watch 3" sicher in Trapani gelandet

Das deutsche Rettungsschiff "Sea-Watch 3" hat am Samstag 257 Bootsmigranten aus dem Mittelmeer in den sizilianischen Hafen Trapani gebracht. Wie der Betreiberverein über Twitter mitteilte, werden sie vor dem Landgang einem Corona-Test unterzogen.

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Die Migranten waren in den vergangenen Tagen bei mehreren Einsätzen an Bord geholt worden. Nach Angaben der Helfer sind viele Migranten erschöpft oder zeigen Anzeichen psychischer Probleme.

Ocean Viking darf in Pozallo anlegen

Unterdessen hat auch die "Ocean Viking" mit etwa 550 Bootsmigranten an Bord die Erlaubnis erhalten, in Sizilien anzulegen. Die italienischen Behörden wiesen dem Schiff den Hafen von Pozzallo im Südosten der Insel zu, wie die Organisation SOS Méditerranée am Samstag mitteilte.

Zuvor hatte sich der Gesundheitszustand von drei Schwangeren an Bord rapide verschlechtert. Das medizinische Team hatte mehr und mehr Anzeichen für psychische Probleme bei den Geretteten gesehen, hieß es weiter. Am Freitag sei eine Person wegen psychischer Erschöpfung ohnmächtig geworden. Einige Migranten hatten bereits vorher aus medizinischen Gründen an Land gehen dürfen.

Auf der "Ocean Viking" befanden sich nach Angaben der Hilfsorganisation zuletzt noch 118 Minderjährige, 94 davon unbegleitet. Die Crew hatte die Migranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. Die Flüchtlinge legen meist von den Küsten Libyens oder Tunesiens ab, um die EU zu erreichen. Oft sind die Boote überfüllt.

Demonstrationen: "Seenotrettung ist #unverhandelbar"

Ein breites Bündnis aus Seenotrettungs- und Geflüchtetenorganisationen ist am Samstag bundesweit unter dem Motto "Seenotrettung ist #unverhandelbar" auf die Straße gegangen. In über 15 deutschen Städten beteiligten sich mehrere tausend Menschen an Demonstrationen, wie die Initiatoren mitteilten. Dazu aufgerufen hatten unter anderem Sea-Watch, Seebrücke, Sea Eye, United4Rescue, Amnesty International, Oxfam, Ärzte ohne Grenzen und Pro Asyl.

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Die Organisationen wiesen darauf hin, dass allein in diesem Jahr bereits mehr als 1.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken seien. Zudem seien rund 14.000 Menschen von der libyschen Küstenwache zurück nach Libyen gebracht worden. Dort drohten Folter und Menschenrechtsverletzungen.

Die europäischen Staaten müssen endlich die Festsetzung der zivilen Seenotrettungsschiffe beenden und ein europäisches Seenotrettungsprogramm etablieren!
Mariella Hettich, Seebrücke

Hettich forderte von der Europäischen Union, die Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache sofort zu beenden und sich entschieden gegen Zurückweisungen zu stellen.

Nach einer aktuellen Zählung des Innenministeriums in Rom sind seit Anfang des Jahres 30.398 Migranten über das Mittelmeer nach Italien gelangt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 14.832, im Jahr 2019 nur 4.042. Viele Ankömmlinge in diesem Jahr sind laut dem Ministerium tunesische Staatsbürger (7.326), relativ hoch sei auch der Anteil der Personen aus Bangladesch (4.593).

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