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Rettung von Flüchtlingen - Sea-Watch: Künstler Banksy stiftet Schiff

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Der bekannte britische Graffiti-Künstler Banksy hat ein Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen gestiftet und unterstützt damit die Hilfsorganisation Sea-Watch.

Sea-Watch: Streetart-Künstler Banksy sponsort Schiff zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer
Graffiti-Künstler Banksy stiftet Schiff zur Seenotrettung von Flüchtlingen
Quelle: Louise Michel

Der Streetart-Künstler Banksy unterstützt laut der Hilfsorganisation Sea-Watch ein Schiff zur Rettung von Flüchtenden im Mittelmeer.

Die deutsche Organisation twitterte: "Ein Schiff gesponsort und bemalt von #Banksy, eine erfahrene Such- und Rettungsmannschaft aus ganz Europa - die MV Louise Michel sicherte bereits zwei Einsätze der Sea Watch 4 und hat jetzt selbst 89 Menschen gerettet. Wir sind begeistert über die rosa Verstärkung!"

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Auf einem vom "Guardian" veröffentlichten Foto ist auf dem Schiff ein Kunstwerk zu sehen, das ein Mädchen mit Schwimmweste und einem herzförmigen Rettungsring zeigt.

Banksy kontaktierte "Sea-Watch"-Kapitänin

Banksys Beteiligung an der Rettungsaktion geht der Zeitung zufolge auf eine E-Mail zurück, die er im September 2019 an die deutsche "Sea-Watch"-Kapitänin Pia Klemp geschickt hatte. In ihr habe es geheißen, er - Banksy - habe Klemps Geschichte in der Zeitung gelesen.

"Du klingst, als ob Du ein harter Typ bist. Ich bin ein Künstler aus dem Vereinigten Königreich und habe einige Arbeiten über die Flüchtlingskrise gemacht, offensichtlich kann ich das Geld nicht behalten. Könnten Sie es benutzen, um ein neues Schiff oder etwas Anderes zu kaufen? Lassen Sie es mich bitte wissen. Gut gemacht. Banksy."

Klemp, die die Mail laut "Guardian" zunächst für einen Scherz gehalten hatte, glaubt mittlerweile, Banksy habe sie wegen ihrer politischen Einstellung ausgewählt. "Ich sehe die Seenotrettung nicht als eine humanitäre Aktion, sondern als Teil eines antifaschistischen Kampfes", sagte sie dem "Guardian".

Sie habe deutlich gemacht, dass sich Banksys Beteiligung an den Operationen auf die Bereitstellung finanzieller Unterstützung beschränke. "Banksy wird nicht so tun, als wüsste er besser als wir, wie man ein Schiff führt, und wir werden nicht so tun, als seien wir Künstler."

Schiff war offenbar bereits im Rettungseinsatz

Die Zeitung schrieb, das Schiff sei am 18. August in Valencia ausgelaufen und befinde sich nun im Mittelmeer, wo es am Donnerstag 89 Menschen in Not gerettet habe, darunter 14 Frauen und vier Kinder. Nun werde ein sicherer Hafen gesucht, um die Passagiere von Bord zu bringen.

"Dass die EU seit Jahren zuschaut, wie an den Grenzen Europas Menschen ertrinken, ist skandalös", sagt Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD.

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Die 31 Meter lange Motorjacht gehörte früher der Zeitung zufolge den französischen Zollbehörden. Sie ist kleiner, aber wesentlich schneller als andere NGO-Rettungsschiffe. Die "Louise Michel" könne "hoffentlich die sogenannte libysche Küstenwache überholen", bevor diese Boote mit Flüchtlingen und Migranten erreiche und sie in die Internierungslager in Libyen zurückbringe, sagte Klemp.

Identität von Banksy ungeklärt

Banksys Identität gibt nach wie vor Rätsel auf. Bekannt ist, dass er aus Bristol im Südwesten Englands stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven, die oft überraschend auftauchen. Er thematisierte zum Beispiel auch Obdachlosigkeit, Rassismus, Konsumverhalten und die Corona-Krise.

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