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Sean Connery stirbt mit 90 - Sein Name war Bond

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Sieben Mal verkörperte er den Geheimagenten Ihrer Majestät, den Spion mit der Lizenz zum Töten. Die Lizenz zum Weltstar war ihm durch diese Rolle sicher.

Menschen in aller Welt bleibt er als James Bond-Darsteller in Erinnerung – vielen Fans sogar als der beste aller Zeiten: Sean Connery starb im Alter von 90 Jahren.

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Der beste James-Bond-Darsteller, der "größte Lebende Schotte", der "sexiest man alive", Sean Connery, ist nicht mehr. Es war ein langes Leben und eine unerhörte Karriere. Geboren am 25. August 1930 als Thomas Sean Connery im armen Fountainbridge-Viertel von Edinburgh, verließ er mit 13 die Schule, arbeitete als Milchmann und Sargpolierer und ging mit 16 zur Marine. Von den drei Jahren dort seien ihm nur zwei Dinge geblieben, pflegte er später zu erzählen, ein Tattoo mit "Mum & Dad" und eins mit "Scotland Forever".

Viele Talente: Fußballer, Boxer, Model

Er hätte Fußballer werden können (Manchester United bot ihm einen Vertrag für 25 Pfund die Woche an), Boxer oder einfach Model. Für all das hatte er großes Talent, landete dann aber doch bei der Schauspielerei. Er selbst nannte dies "eine meiner besseren Entscheidungen". Er spielte in kleinen Theatern, verschiedenen Filmen und Fernsehproduktionen bis er im Alter von 30 Jahren die Rolle als Bond angeboten bekam.

Ursprünglich gegen den Willen von Ian Fleming: "Ich suche einen Commander Bond und nicht einen übergroßen Stuntman." Doch der Autor ließ sich überzeugen, in seinen späteren Drehbüchern gab er der Rolle seines Geheimagenten sogar etwas extra Schottisches. Erst einmal aber musste Connery einen Schnellkurs machen, um sich  von einem ungelenken Schotten in einen geschliffenen Engländer zu verwandeln.

Förderer von jungen Schotten

Ein befreundeter Schauspieler führte ihn in ein in die Welt der feine Restaurants und Casinos. Mit Erfolg. Siebenmal spielte er die Rolle des James Bond, ein absoluter Klassiker, auch wenn man/frau sich heute wundert über die Dichte an sexistischen Sprüchen in den Filmen, das hoffnungslos antiquierte Frauen- und Männerbild und den verblüffend simplizistischen Blick auf die Welt des Kalten Krieges. Die meisten Bond-Fans finden immer noch, Connery war der Beste.

Mit der 1971 spektakulären Rekord-Gage von 1,25 Millionen US-Dollar, die er  für "Diamonds are Forever" forderte, gründete der Autodidakt den Internationalen Schottischen Ausbildungs-Trust, der besonders begabte Schotten fördert. Danach schwor Connery, würde er keinen Bond mehr spielen, und kam doch wieder, selbstironisch, in ""Sag niemals nie".

Launisch und jähzorning: "Keltische Vorfahren"

Insgesamt sieben Mal gab er den Geheimagenten, danach sah man ihn vor allem in Charakterrollen, ein würdevoll alternder, weiser Mann. So als William von Baskerville im Namen der Rose oder als Vater von Indiana Jones. Nur einen einzigen Oscar erhielt Connery, und zwar im Schatten von Kevin Costner als Polizist in "Die Unbestechlichen".

Der britische Schauspieler Sean Connery ist im Alter von 90 Jahren auf den Bahamas gestorben. Weltberühmt wurde er in den sechziger Jahren als erster James-Bond-Darsteller.

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Er war charmant, schön und witzig, aber auch launisch und jähzornig, was er einfach auf seine keltischen Vorfahren schob. "Um es im Leben zu irgendwas zu bringen, muss man anti-sozial sein, sonst wird man verschlungen"", erklärte er – und lebte danach. Bei der Trennung von seiner ersten Frau, der australischen Schauspielerin Diane Cilento, hieß es, er habe sie immer wieder betrogen und sei ihr gegenüber gewalttätig gewesen.

Kein Fan von Hollywood - Rolle des Gandalf abgelehnt

Hollywood hasste er und schlug das Angebot Gandalf in "Herr der Ringe" zu spielen mit den Worten aus, er sei die Schauspielerei leid und könne die ""Idioten, die inzwischen Filme in Hollywood machen", nicht ausstehen.

Im Jahr 2000 wurde Connery von der Queen in den Adelsstand erhoben, endlich, wie viele meinten. Ganz selbstverständlich trat er dazu im Kilt an. Er war ein Befürworter der Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien, aus ungewöhnlich künstlerischen Gründen: "es gibt keinen kreativeren Akt als eine neue Nation zu schaffen." 

Gesucht: "Größter Lebender Schotte"

Und so verwundert es nicht, dass die Erste Ministerin Schottlands Nicola Sturgeon heute nicht nur erklärte, wie betrübt sie über den Tod "eines der meistgeliebten Söhne der Nation"" sei, sondern auch betonen musste, Connery sei ein "lebenslanger Befürworter der schottischen Unabhängigkeit" gewesen.

Die letzten Jahre trat Sean Connery nicht mehr öffentlich auf. Er lebte in Spanien, Portugal und auf den Bahamas gemeinsam mit seiner zweiten Frau, der Künstlerin Micheline Roqubrune. Sein Sohn Jason Connery bestätigte gegenüber der BBC, dass er in der Nacht zum Samstag auf den Bahamas ""im Schlaf" und im Kreise seiner Familie verstorben ist. Der Titel "Größter Lebender Schotte" muss nun neu vergeben werden.

Diana Zimmermann ist Leiterin des ZDF-Studios in London

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