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Nach Unglück in Italien - Zwei Seilbahn-Mitarbeiter wieder frei

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Zwei nach dem Seilbahn-Unglück in Norditalien festgenommene Gesellschaftsmitarbeiter sind wieder auf freiem Fuß. Vor einer Woche starben 14 Menschen als eine Gondel abstürzte.

Eine Woche nach dem tödlichen Seilbahnunglück in Italien ist die Trauer in der Region groß. Es bleibt nach wie vor ungeklärt, wer für die manipulierte Notbremse verantwortlich ist.

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Stille im Ort Stresa und Fahnen auf halbmast: Eine Woche nach dem tödlichen Seilbahn-Unglück am Monte Mottarone westlich des Lago Maggiore in der norditalienischen Region Piemont haben Menschen in einer Schweigeminute am Sonntagmittag der 14 Opfer gedacht.

"Eine Woche ist vergangen, seit einem Tag, den wir nie vergessen werden", schrieb der Präsident der Region Piemont, Alberto Cirio, in den sozialen Medien. Er rief dazu auf, an der Schweigeminute für die Opfer teilzunehmen. Es sei ein Tag der Trauer für die Region. Cirio drückte den Familien sein Mitgefühl aus, die bei diesem "Wahnsinn" zerstört worden seien.

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Zugseil war gerissen

Die mit 15 Menschen besetzte Gondel stürzte kurz vor der Bergstation in die Tiefe, weil das Zugseil der Gondel aus bislang ungeklärter Ursache riss und ein deaktiviertes Notbremssystem am Tragseil nicht griff. Die Kabine raste talwärts, krachte gegen eine Stütze, sprang aus der Verankerung und zerschellte schließlich an dem steilen, bewaldeten Hang.

Nach dem tödlichen Seilbahnunglück am Monte Mottarone ist die Frage noch offen, wer für die manipulierte Sicherheits-Technik verantwortlich war. Die Region gedenkt der 14 Todes-Opfer.

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Nur ein kleiner Junge überlebte das Unglück. Seine Eltern, sein Bruder und seine Urgroßeltern starben. Wenige Tage nach dem Absturz wurden in einer nächtlichen Aktion drei Männer festgenommen. Es handelte sich um den Chef der Seilbahngesellschaft sowie zwei leitende Mitarbeiter. Die ermittelnde Staatsanwältin sowie die Untersuchungsrichterin in der Gemeinde Verbania verhörten die Männer.

Verdacht: Notbremse wurde außer Kraft gesetzt

Der Verdacht der Ermittler: An der Gondel wurde mit Hilfe einer Klammer das Greifen der Notbremse verhindert, weil es vorher immer wieder zu Störungen im Betrieb der Seilbahn gekommen war. Die Klammer darf eigentlich nur zu Wartungszwecken, aber niemals im Normalbetrieb verwendet werden, hieß es von der Firma Leitern, die gemäß eines Vertrages für Wartungen an der Seilbahn Stresa-Monte Mottarone zuständig ist.

Indem die Bremse außer Kraft gesetzt wurde, so der Verdacht, konnten am Pfingstsonntag bei bestem Ausflugswetter reibungsloser Touristen Richtung Gipfel transportiert werden. Der Monte Mottarone ist für seinen Ausblick auf den Lago Maggiore und das Bergpanorama bekannt.

Nach dem tödlichen Seilbahnunglück in Italien wurden drei Männer festgenommen. Italien-Korrespondentin Annette Hilsenbeck hat Details zum Vorfall.

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Untersuchungsrichterin entließ zwei der Festgenommenen wieder

Wie in der Nacht zu Sonntag bekannt wurde, kamen der Chef und ein anderer Mitarbeiter wieder auf freien Fuß. Laut der Nachrichtenagentur Ansa entließ die Untersuchungsrichterin in Verbania am Lago Maggiore den Geschäftsführer des Betreiberunternehmens und den Betriebsleiter aus der Haft. Die Beweise für eine Täterschaft der beiden seien nicht ausreichend gewesen, schrieb Ansa unter Berufung auf die Justiz.

Lediglich der Dienstleiter muss dem Medienbericht zufolge in häuslichem Arrest bleiben. Die Untersuchungsrichterin hielt seine Aussagen für nicht glaubwürdig genug, zitierte Ansa die ermittelnde Staatsanwältin Olimpia Bossi. Ungeklärt ist unterdessen immer noch, weshalb das Zugseil der Seilbahn überhaupt riss.

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