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Show im Freien und mit Masken - Lady Gaga räumt bei MTV-Awards ab

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Die MTV Video Music Awards lieferten auch in diesem Jahr ein starbesetztes Feuerwerk ab - im Freien, mit Abstand und Masken. Ein Star aber stahl allen anderen die Show.

Lady Gaga gewann fünf MTV Video Music Awards.
Lady Gaga gewann fünf MTV Video Music Awards.
Quelle: Uncredited/MTV/AP/dpa

Die US-Musikerin Lady Gaga hat bei den MTV Video Music Awards in New York insgesamt fünf Auszeichnungen abgeräumt. Bei der ersten großen Live-Preisgala in den USA seit Beginn der Corona-Pandemie zeigte sie sich mehrfach auf der Bühne - immer mit Mund-Nasen-Schutz.

Die Preisgala fand auf mehreren Outdoor-Bühnen in New York statt - etwa einer Aussichtsplattform über Manhattan oder einem Autokino in Brooklyn. Neben der Corona-Pandemie waren auch die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt ein bestimmendes Thema.

Triumph des Mutes

"Seid freundlich, tragt Masken und seid mutig und immer mutiger", rief Lady Gaga ihren Fans zu. Gaga gewann in der Kategorie "Künstler*in des Jahres" und bekam den eigens für sie geschaffenen "Tricon Award", der neben ihrem künstlerischen Schaffen auch ihren Einsatz als Aktivistin ehrt. Die Sängerin sei jemand, "der uns alle inspiriert und ermächtigt", sagte das Model Bella Hadid, die Gaga den "Tricon Award" überreichte.

Lady Gaga und Ariana Grande performen den Song „Rain On Me“
Lady Gaga und Ariana Grande erhielten den Preis für die beste Zusammenarbeit
Quelle: AP

"Das bedeutet mir mehr, als ihr wahrscheinlich wahrnehmt", sagte Gaga.

Es war kein einfaches Jahr für viele Menschen, aber ich sehe in der Welt einen großen Triumph des Mutes. Auch wenn wir gerade voneinander getrennt sind und die Kultur sich vielleicht nicht so dynamisch anfühlt - ich weiß, dass es eine Renaissance geben wird.
Lady Gaga

Außerdem gewann Gaga gemeinsam mit Kollegin Ariana Grande drei Preise in der Form von Mondmenschen für den Song "Rain On Me" und das dazugehörige Video.

Mehrere Outdoor-Bühnen

Teils waren vor den Outdoor-Bühnen nur wenige Zuschauer, teils wurde Jubel und Klatschen vom Band eingespielt. Neue Preiskategorien wie "Bestes Musik-Video von Zuhause" (Ariana Grande und Justin Bieber: "Stuck with U") und "beste Quarantäne Darbietung" (CNCO: "Unplugged At Home") feierten Pandemie-Produktionen, außerdem wurde medizinisches Personal für seinen Einsatz geehrt.

Südkoreanische Boyband BTS
Die südkoreanische Boyband BTS schickte eine Videobotschaft.
Quelle: Reuters

Die Verleihung der "VMAs", normalerweise eher als Spaß-Veranstaltung zum Ende des Sommers angesehen, galt in diesem Jahr als eine Art Versuchsballon, nachdem viele ähnliche Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt oder verschoben worden waren. Einige Stars blieben dem Spektakel lieber fern.

Andere, wie etwa Sängerin Taylor Swift oder die südkoreanische Boyband BTS, schickten Videobotschaften - und trotzdem war das Staraufgebot mit Abstandsgebot riesig: Unter anderem Miley Cyrus, Maluma, DaBaby, die Black Eyed Peas, Drew Barrymore, Nicole Richie, Kelly Clarkson und Doja Cat zeigten sich vor Ort in New York.

Zweite Krise im Blick

In einem kurzen Einspielfilm wurde dem am Freitag im Alter von nur 43 Jahren an Krebs gestorbenen "Black Panther"-Schauspieler Chadwick Boseman gedacht. Moderiert wurde die Gala von Keke Palmer. "Ich weiß nicht, ob ich die erste Wahl war, oder ob ich angesichts von Covid-19 die einzige war, die mutig genug ist", witzelte die Schauspielerin. Aber sie machte auch direkt zu Beginn der Veranstaltung deutlich, dass diese noch von einer weiteren Krise dominiert werde: "Wir dürfen Polizeibrutalität oder Unrecht nie akzeptieren."

Nach dem Tod mehrerer Afroamerikaner bei brutalen Polizeieinsätzen demonstrieren in den USA seit Monaten Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt. So zeigte sich dann auch der Sänger The Weeknd so gar nicht in Feierstimmung, obwohl er zwei Preise bekam.

Es ist sehr schwer für mich, jetzt gerade zu feiern und diesen Moment zu genießen.
Sänger The Weeknd

Die Black Eyed Peas beendeten die Gala mit zwei Songs - und den Abschlussworten: "Black Lives Matter."

Es geht ihnen um Polizei, Justiz und die Regierung: In der Hauptstadt der USA setzen sich die "Concerned Citizens" mit friedlichem Protest für umfassende Reformen ein.

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2 min
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