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Türkei, Italien, Griechenland - Brände am Mittelmeer: Hotels evakuiert

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In mehreren Ländern am Mittelmeer wüten Feuer, Einwohner und Touristen fliehen. In Griechenland kommt die Stromversorgung an ihre Grenzen, weil Klimaanlagen auf Hochtouren laufen.

In der Türkei breiten sich die Waldbrände weiter aus. Starke Winde und Trockenheit erschweren die Löscharbeiten.

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Die Feuerwehrleute in vielen Touristenorten am Mittelmeer kommen nicht zur Ruhe: Hunderte verheerende Brände wüten weiter. In der Südtürkei wurden wieder Dutzende Hotels und Dörfer evakuiert. Immer wieder werden die Feuer durch starke Winde angefacht. Italien meldete über 800 Brände, darunter allein 250 auf Sizilien.

Auf den griechischen Peloponnes mussten ebenfalls Einwohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden. Fünf Dörfer in der Nähe der Stadt Patras mussten evakuiert werden. Auch aus dem kleinen Badeort Loggos wurden fast hundert Einwohner und Touristen in die nahe gelegene Stadt Egio gebracht. Der Bürgermeister des Dorfes Egialia sprach von einer "ungeheuren Katastrophe". Ein Bewohner des Dorfes Labiri sagte dem Sender Skai:

Wir haben über Nacht draußen geschlafen, wir hatten solche Angst, dass wir kein Haus mehr haben könnten, wenn wir aufwachen.

Brand auf Ferieninsel Rhodos

Auf der Ferieninsel Rhodos ist ein bereits am Sonntag ausgebrochener Großbrand außer Kontrolle geraten, wie die Feuerwehr am Montagmorgen mitteilte. Hotelanlagen sind auf Rhodos bislang nicht von dem Brand und der starken Rauchbildung betroffen. Der Zivildienst ordnete jedoch die Evakuierung von drei Dörfern im Westen der Inselhauptstadt an.

In weiten Teilen der Ferieninsel war am Sonntagabend der Strom vorübergehend ausgefallen. Mit dem ersten Tageslicht wurden Löschflugzeuge und Hubschrauber eingesetzt, um die Flammen einzudämmen, wie das Staatsfernsehen (ERT) weiter berichtete. Das Energieministerium rief alle Bürger auf, die Klimaanlagen nicht auf ganz niedrige Temperaturen zu stellen. 

Sengende Hitze, hunderte Feuer und bisher acht Todesopfer: In vielen Regionen am Mittelmeer kämpfen die Menschen gegen die Flammen. Besonders kritisch ist die Lage in der Türkei.

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Die Leistung des Energiesystems des Landes wird wegen der lang andauernden Hitze und der auf Hochtouren laufenden Klimaanlagen auf die Probe gestellt. Unklar war, wann die Hitze nachlassen wird. Einige Meteorologen befürchteten, die hohen Temperaturen könnten bis zu zwei Wochen andauern.

Angespannte Situation in der Türkei

Besonders heftig ist die Situation in der Türkei. Entlang der türkischen Mittelmeerküste haben Feuerwehrleute den sechsten Tag in Folge gegen die um sich greifenden Waldbrände gekämpft. Aus der Luft unterstützten 16 Flugzeuge und 51 Hubschrauber die Löscharbeiten, erklärte Forstminister Bekir Pakdemirli am Montag.

Starker Wind erschwerte die Einsätze, weitere Siedlungen mussten geräumt werden. Allein in der Provinz Mugla hätten etwa 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, sagte Innenminister Süleyman Soylu.

Acht Tote durch Brände

Die Brände, die sich seit vergangenem Mittwoch bei Trockenheit und starkem Wind ausbreiten, kosteten bisher acht Menschen das Leben und zwangen Einheimische und Touristen in die Flucht. Teilweise wurden sie in Booten aus den Urlaubsorten gebracht.

Forstminister Pakdemirli erklärte, seit Mittwoch seien 129 Brände in mehr als 30 Provinzen gelöscht worden. In den bei Touristen beliebten Küstenprovinzen Antalya und Mugla sowie in Tunceli im Südosten der Türkei seien die Einsatzkräfte noch mit der Bekämpfung von sieben Feuern beschäftigt.

Nachrichten | heute journal update - Waldbrände: Dürre und Hitze begünstigen Feuer 

Flächen-Brände in der Türkei, in Griechenland, Sizilien und Sardinien: Die Ausbreitung der Flammen wird durch extreme Trockenheit und Hitze begünstigt. Auch in Sibirien brennt es seit Wochen. Eine Folge des Klimawandels?

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von Kamran Safiarian
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