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Der andere Blick in die Sonne

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Esa-Sonde gestartet - Der andere Blick in die Sonne

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Ziel ist die Sonne: Der "Solar Orbiter" ist vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet. Die Esa hofft auf spektakuläre Bilder - und darauf, dass die Hitzeschilde halten.

Der "Solar Orbiter" ist gestartet und stellt damit die spektakulärste Expedition Europas zur Sonne dar.

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Es wird eine einmalige Mission, da sind sich die Experten sicher. Denn der "Solar Orbiter" soll erstmals hochauflösende Aufnahmen von der Sonne machen, wie sie bisher nicht möglich waren. Was sich die Wissenschaftler von den Bildern erhoffen - ein Überblick.

Was will die ESA mit dem "Solar Orbiter" erreichen?

Ziel der Mission ist es, das Zentrum unseres Sonnensystems, die Sonne und die sie umgebende Heliosphäre, zu erforschen. Dazu fliegt der "Solar Orbiter" so nah an die Sonne heran, wie bisher kein anderes europäisches Raumschiff. An Bord des "Solar Orbiter" sind außerdem Teleskope, die erstmalig Ansichten der Polarregion der Sonne ermöglichen. Durch diese neuen, hochauflösenden Aufnahmen erhoffen sich die Forscher, neue Erkenntnisse über die Funktionsweise der Sonne zu erhalten. Vor allem über ihre Pole und ihre Verbindung zur Erde. Sie wollen erforschen, wie das Magnetfeld der Sonne funktioniert und wie Sonnenwinde entstehen. Dadurch hoffen sie, in Zukunft mögliche Sonneneruptionen oder auch Weltraumwetter-Fronten besser vorhersagen zu können.

"Ein Bilderbuchstart": Rolf Densing, Esa-Direktor für Missionsbetrieb, zur aktuellen Expedition.

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Wie lange dauert die Mission?

Der "Solar Orbiter" hat nach seinem Start in Florida einen langen Weg vor sich. Er wird voraussichtlich bis Ende 2021 unterwegs sein, bis er seine erste wissenschaftliche Umlaufbahn nahe der Sonne erreicht. Auf dieser wird er vier Jahre lang bleiben, um Bilder der Sonnenpole zu machen. Die wissenschaftliche Kernmission des "Solar Orbiter" ist somit auf vier Jahre angelegt. Darüber hinaus wird es aber auch noch eine erweiterte Missionsphase geben, die bis zu zehn Jahre dauern kann, also eventuell bis 2030.

Die europäische Raumsonde soll unter anderem den Sonnenwind genauer erforschen. Dafür wird sie sich der Sonne auf bis zu 42 Millionen Kilometer nähern.

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Wie nahe kommt der Orbiter der Sonne?

Während der Mission wird sich der Orbiter der Sonne in regelmäßigen Abständen auf bis zu 42 Millionen Kilometer nähern. Von der Erde ist er dann mindestens 107 Millionen Kilometer entfernt. Bis ein Radiosignal bei der ESA in Darmstadt ankommt, kann es 16,5 Minuten dauern.

Weltraum mit Sonne und Erde (Illustration)
149,6 Millionen Kilometer ist die Sonne von Darmstadt entfernt.
Quelle: colourbox

Wie wird verhindert, dass die Sonde verglüht?

Die Hitze der Sonne ist eine der größten Herausforderungen der Mission. Denn so nah an der Sonne wird der "Solar Orbiter" Temperaturen ausgesetzt sein, die 13-mal so hoch sind, wie jene in der Erdumlaufbahn. Deshalb werden der Orbiter und seine Instrumente von einem speziellen Hitzeschild aus Titan geschützt. Dieses hält Temperaturen von bis zu 500 Grad stand.

Was kostet das Vorhaben?

Die "Solar Orbiter"-Mission ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der Europäischen Weltraumorganisation (Esa). Das Vorhaben kostet Schätzungen zufolge fast 1,5 Milliarden Euro.

Das sind die Aufgaben des Orbiters:

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