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Corona-Pandemie - Wo in Europa Sommerurlaub möglich ist

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Sommerferien in Zeiten von Corona - damit sind die möglichen Reiseziele weltweit eingeschränkt. Doch innerhalb Europas sind viele beliebte Ziele wieder erreichbar.

Urlaub in Paris
Der Eifelturm in Paris ist wieder für Touristen zugänglich.
Quelle: ap

Ferienzeit, Urlaubszeit! Während in der Corona-Pandemie wegen Einreisebeschränkungen und Reisewarnungen viele außereuropäische Reiseziele wegfallen, ist Urlaub vor allem in Europa wieder möglich:

Frankreich

Touristen aus Deutschland können ohne Probleme nach Frankreich einreisen, spezielle Unterlagen sind nicht nötig. Auch eine Quarantäne ist nicht notwendig. Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt wieder leicht gestiegen, Behörden riefen zur Einhaltung der Corona-Regeln auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften und Markthallen gilt Maskenpflicht.

In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten geöffnet, das Disneyland in der Nähe der französischen Hauptstadt empfängt wieder Besucher. Tickets für viele Sehenswürdigkeiten sind begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Sie müssen in den meisten Fällen schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können.

Griechenland

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten können frei in Griechenland einreisen. Alle müssen sich aber mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmung könnte eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verhängt werden.

Archiv: Touristen am Opatija Strand in Kroatien.

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Maskenpflicht besteht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Museen und archäologischen Stätten. Wenn in Bars und Restaurants mindestens 1,5 Meter Abstand eingehalten wird, muss keine Maske getragen werden. Griechenland ist weiterhin eines der Länder der EU mit den niedrigsten Infektionszahlen.

Italien

Reisende aus der EU oder aus dem Schengen-Raum dürfen ohne Beschränkungen nach Italien einreisen. Sie müssen - anders als Besucher aus Nicht-EU-Ländern - auch nicht in Quarantäne. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen.

Die Infektionszahlen waren zuletzt leicht angestiegen, was neue Unruhe ausgelöst hatte. Allerdings beschränkt sich das auf lokale, kleinere Virusherde. In Geschäften, in Zügen oder in anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht. An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden - was teils aber nicht richtig gelingt. An Seen im Inland bleiben Bäder aber unter der Woche teils sehr leer.

In den Bars und Restaurants haben viele Wirte ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt. Manchmal gibt es zusätzlich eine Plexiglas-Abtrennung zum nächsten Tisch. Vorherige Reservierungen sind erwünscht, aber kein Muss.

Urlauber aus dem Ausland sind eine wichtige Einnahmequelle für die italienische Wirtschaft. Doch aufgrund der Corona-Krise muss die Tourismus-Branche große Verluste hinnehmen.

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Kroatien

Kroatien erlaubt Bürgern aller EU-Staaten die Einreise. Die Reisenden müssen an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden.

An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht.

Großbritannien

Reisende aus Deutschland und etwa 70 anderen Ländern können wieder ohne Einschränkungen einreisen. Dazu zählen Österreich, die Schweiz und Italien. Für Reisende aus den USA, Brasilien, Schweden, Portugal und anderen Ländern gilt weiter die Pflicht zur zweiwöchigen Quarantäne. Seit Sonntag müssen aus Spanien zurückkehrende Briten ebenfalls wieder in diese Quarantäne, nachdem die Zahl von Corona-Neuinfektionen in Spanien wieder gestiegen ist. Vor der Einreise nach Großbritannien muss ein Formular mit Kontaktdaten ausgefüllt werden.

Kurz vor Reiseantritt lohnt sich ein Blick ins Internet, die Liste der von der Quarantänepflicht ausgenommenen Länder kann sich ständig ändern und weicht in den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland geringfügig ab. Auch bei der Maskenpflicht gibt es Unterschiede. Während in England und Schottland Masken sowohl in öffentlichen Verkehrsmitteln als auch in Läden getragen werden müssen, gilt die Maskenpflicht in Wales und Nordirland nicht beim Einkauf. Großbritannien ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

In Großbritannien soll ab dem 24. Juli auch eine allgemeine Maskenpflicht in Geschäften eingeführt werden. Bislang galt die Maskenpflicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Niederlande

Für Deutsche ist der Holland-Urlaub weiter möglich. Amsterdam hat aber Touristen aufgerufen, freiwillig auf Besuche am Wochenende zu verzichten - aus Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Tagesgäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag bis Donnerstag verschieben, so die Stadt. Touristen, die bereits in der Stadt sind, werden in den sozialen Medien aufgerufen, die Corona-Regeln zu beachten und Gedränge in der Stadt zu meiden. In Geschäften im Rotlichtviertel darf das ganze Wochenende lang kein Alkohol verkauft werden. Das Verbot gilt nicht für Kneipen und Restaurants.

Der Zustrom von Touristen vor allem aus Deutschland, Belgien und Frankreich aber auch von Niederländern hat so zugenommen, dass im Zentrum der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Dieser ist im öffentlichen Leben Pflicht, also auch in Geschäften und an Stränden. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht. Touristen sollen aber Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu Stoßzeiten nutzen.

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Belgien

Touristen aus Deutschland können problemlos einreisen, Grenzkontrollen oder Quarantäneregeln gelten für sie nicht. Wegen steigender Fallzahlen verschärfte Belgien aber seit dem 25. Juli die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus wieder. Dann gilt eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen wie Märkten, Einkaufsmeilen und an anderen Orten mit viel Publikumsverkehr. Örtliche Behörden können die Regel ausweiten. In Bussen und Bahnen ist Mund-Nasen-Schutz ohnehin Pflicht. Gäste in Kneipen und Restaurants müssen Kontaktdaten hinterlassen.

Portugal

Für Deutsche gibt es in Portugal keine Einreisebeschränkungen. Besucher müssen aber Angaben unter anderem zum Zielort und auch zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Lande machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen.

Portugal galt lange Zeit als eines der Länder Europas, die vergleichsweise gut und mit geringen Ansteckungs- und Opferzahlen durch die Krise gekommen waren. Seit einigen Wochen wird aber eine besorgniserregende Zunahme der Neuinfektionen vor allem im Großraum Lissabon verzeichnet. In mehreren (von Touristen weniger besuchten) Vororten der Hauptstadt galt deshalb von Ende Juni bis zum 26. Juli ein Lockdown.

Spanien

Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen in drei Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen.

Betroffen von der formellen Reisewarnung sind nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amts vom Freitag Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.

Abgesehen von diesen Regionen dürfen Urlauber aus der EU und den Schengenstaaten nach Spanien einreisen. Spanien-Besucher müssen aber bedenken, dass im ganzen Land weiterhin Maskenpflicht und Abstandsgebot gelten. Diese wurden zudem von immer mehr Regionen - unter anderem auch Mallorca und den restlichen Balearen - aufgrund einer Zunahme der Neuinfektionen oder aus reiner Vorsicht in den vergangenen Tagen verschärft. Ausnahmen von der Maskenpflicht bestehen weiter am Strand, am Pool, beim Essen und Trinken sowie beim Sport.

In Spanien steigen die Infektionszahlen, vor allem in Katalonien. Die Urlaubssaison 2020 droht ein Totalausfall zu werden.

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Die Pandemie gilt jedoch immer noch als unter Kontrolle. Wichtig für Spanien-Besucher: Man muss ein Online-Formular ausfüllen und erhält dann einen QR-Code, der bei der Einreise per Flugzeug vorzuweisen ist. Bei der Einreise wird auch Temperatur gemessen. Allerdings berichten Reisende auch, dass sie überhaupt nicht kontrolliert wurden.

Türkei

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Urlaubsregionen an der West- und Südküste Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt. Das Auswärtige Amt betonte, dass sie die Reisewarnung "unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts" aufgehoben habe.

Dieses beinhaltet unter anderem eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland. Die Kosten zwischen 15 und 30 Euro müssten die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben. Im Land selbst werden unter anderen an Flughäfen und in Hotels Wärmebildkameras eingesetzt, um erkrankte Urlauber zu erkennen.

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind letzte Woche wieder Urlauber aus Deutschland auf die Mittelmeerinsel Mallorca zurückgekehrt. Doch wie klappt der Corona-Urlaub auf der Insel? ZDF-Korrespondent Thomas Walde mit einer ersten Bilanz.

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