Sie sind hier:

Außerhalb des Sonnensystems - Leben auf mehr Exoplaneten möglich

Datum:

Gibt es Leben auf anderen Planeten? Dieser Frage gehen Forscher schon lange nach. Astronomen sehen jetzt eine weitere Gruppe von Exoplaneten als prinzipiell bewohnbar an.

Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten "Hycean".
Künstlerische Darstellung eines Exoplaneten "Hycean".
Quelle: Amanda Smith/University of Cambridge/dpa

Britische Astronomen haben eine neue Klasse von Planeten außerhalb des Sonnensystems beschrieben, auf denen Leben möglich sein könnte. Diese Exoplaneten könnten an der Oberfläche vollständig mit Wasser bedeckt sein und eine dichte Wasserstoffatmosphäre haben.

Super-Erde oder Mini-Neptun

Bisher haben Astronomen vor allem erdähnliche Felsplaneten, auf denen es flüssiges Wasser gibt, für die Beherbergung von Lebewesen in Betracht gezogen. Die Studie unter der Leitung von Nikku Madhusudhan von der University of Cambridge ist im Fachmagazin "The Astrophysical Journal" erschienen.

Mit Warp-Antrieb in kürzester Zeit zu fernen Sternen und Galaxien reisen? In Science-Fiction-Filmen geht das. Und wann fliegen wir ganz real mit Warp-Antrieb durchs All?

Beitragslänge:
9 min
Datum:

"Von den Tausenden heute bekannten Exoplaneten sind die allermeisten massearme Planeten mit Größen von ein bis vier Erdradien, zwischen den terrestrischen Planeten und den Eisriesen des Sonnensystems", schreiben die Forscher. Diese Planeten werden - je nach Größe und Beschaffenheit - vorwiegend als "Super-Erde" oder "Mini-Neptun" bezeichnet.

"Hycean" kommen häufiger vor

Als habitabel (bewohnbar) gelten Planeten, wenn die mittlere Temperatur größere Mengen flüssigen Wassers zulässt. Die mittlere Temperatur ist vor allem abhängig von der Strahlungsintensität des jeweiligen Sterns und von der Entfernung des Planeten von diesem Stern.

Nach Richard Branson ist der nächste Milliardär ins Weltall geflogen: Amazon-Gründer Jeff Bezos. Auch Tesla-Chef Elon Musk möchte demnächst starten.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Madhusudhan und Kollegen hatten zuvor den Planeten "K2-18 b" im Sternbild Löwe, 124 Lichtjahre von der Erde entfernt, untersucht. Der Planet ist etwa 8,6-mal so schwer wie die Erde und sein Radius ist etwa 2,5-mal so groß. In seiner Atmosphäre wurde neben Wasserstoff auch Wasser nachgewiesen. Von "K2-18 b" leiteten die Forscher eine Klasse von Exoplaneten ab, die sie "Hycean" genannt haben - nach hydrogen (Wasserstoff) und ocean (Ozean). Solche Planeten seien viel häufiger als Felsplaneten mit flüssigem Wasser, schreiben die Astronomen.

Nachtseite könnte bewohnbar sein

Die möglichen Lebensbedingungen richten sich dabei auch nach Extrembedingungen in Ozeanen auf der Erde. An Thermalquellen im tiefen Ozean sind Mikroorganismen gefunden worden, die Temperaturen von mehr als 80 Grad und hohen Wasserdruck aushalten können. Dementsprechend könnten die durchschnittlichen Oberflächentemperaturen eines bewohnbaren Planeten deutlich höher sein als auf der Erde.

Der erste Deutsche im Weltraum, Sigmund Jähn, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. 1978 war er an Bord einer sowjetischen Sojus-Rakete eine Woche durch das Weltall geflogen. Nach seiner Rückkehr wurde er in der DDR als Volksheld gefeiert.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Dies gilt insbesondere für Planeten mit einer gebundenen Rotation, die also dem Stern immer dieselbe Seite zuwenden (so wie vom Mond immer dieselbe Seite zu sehen ist). Bei diesen Planeten ist die ständige Tagseite nicht habitabel, die ständige Nachtseite könnte es aber sein, wenn es keinen effizienten Wärmeausgleich zwischen Tag- und Nachtseite gibt.

Auch bei sternfernen Planeten, die kaum wärmende Strahlung erhalten, kann eine Wasserstoffatmosphäre mit dem 1.000-fachen Druck der Erdatmosphäre das Wasser an der Oberfläche flüssig halten.

Forscher hoffen auf James-Webb-Weltraumteleskop

Das Team um Madhusudhan untersuchte auch, welche chemischen Stoffe Hinweise auf Leben geben könnten. Dabei setzten sie weniger auf die Substanzen, die auf der Erde in großen Mengen auf Lebewesen zurückgehen, wie Sauerstoff, Methan oder Lachgas (N2O). Stattdessen bevorzugten sie Gase, die aus sekundären Stoffwechselprozessen von Mikroorganismen freigesetzt werden, wie Chlormethan, Dimethylsulfid, Kohlenstoffsulfid oder Carbonylsulfid. Diese Substanzen dürften nur als Spurengase in der Atmosphäre eines bewohnten Planeten zu finden sein.

Mehr als 6. 000 Satelliten sind aktuell im All. Die Gefahr von Zusammenstößen wächst. Es gilt, Möglichkeiten zur Vermeidung und Beseitigung von Weltraum-Schrott zu finden.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Aber die Forscher sind zuversichtlich, dass sie mit dem neuen James-Webb-Weltraumteleskop, das im November 2021 ins All gebracht werden soll, entdeckt werden können, auch weil Hycean-Planeten größer sind als Felsplaneten.

Wir müssen offen dafür sein, wo wir Leben erwarten und welche Form dieses Leben annehmen könnte, da uns die Natur immer wieder auf oft unvorstellbare Weise überrascht
Nikku Madhusudhan, Leiter der Studie
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.