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Halbzeit der Spargelsaison - Warum Spargel in diesem Jahr teurer ist

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Rund die Hälfte der Spargelsaison ist vorbei. Viele Bauern sind bisher zufrieden - allerdings müssen Kunden tiefer als sonst in die Tasche greifen. Woran liegt das?

Spargel selber stechen
Corona macht es den Bauern schwer: Die Zahl der Spargel-Betriebe sinkt seit Jahren, auf 1.598 im vergangenen Jahr.
Quelle: dpa

Das kalte Frühjahr bremst die diesjährige Spargelernte: Zur Halbzeit der Spargelsaison wurde bisher weniger Ertrag eingefahren und dieser zu entsprechend höheren Preisen verkauft.

Rund 12 bis 14 Euro müssten Kunden im Moment für ein Kilo Spargel zweiter Klasse bezahlen, so der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE). Das sei der Spargel, den man für gewöhnlich im Supermarkt bekommt.

Der gute "Sonntagsspargel" koste ein bis drei Euro mehr je Kilo. Wer mit Bruch oder verfärbten Köpfen leben könne, komme vor allem bei Direktvermarktern aber auch günstiger an das Gemüse.

Wetter macht den Spargel rar

"Wenn die Sonne fehlt, kann sich die Erde nicht erwärmen", erklärt der VSSE-Vorstandssprecher, Simon Schumacher. Und ohne Wärme wächst der Spargel nicht.

Wenn wir die Erntetunnel nicht hätten, gäbe es wahrscheinlich noch gar keinen Spargel.
Franziska Rintisch, Geschäftsführerin fränkischer Spargel-Erzeugerverband

Noch bleibt rund ein Monat bis zum "Spargelsilvester" am 24. Juni, an dem die Saison traditionell endet. Bisher sind die meisten Anbauer mit dem Verlauf trotz des Wetters nicht unzufrieden.

Hohe Preise kompensieren niedrige Ernte

Unter dem Strich laufe es "relativ gut", meint Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer aus Niedersachsen. "Die Menge ist nicht so, wie wir sie uns wünschen, aber die Preise haben das an der ein oder anderen Stelle kompensiert." Bei anderen Anbauverbänden klingt das ähnlich.

Die miesen Arbeitsbedingungen der Erntehelfer

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Man sei "zufrieden", sagt Petra Högl von der Erzeugergemeinschaft Abensberger Qualitätsspargel. Anke Knaup von der Vereinigung der Spargel-Anbauer Westfalen-Lippe ist sogar "sehr zufrieden".

Sie nennt noch einen positiven Effekt des Wetters: Weil die Menschen nicht grillten, werde häufiger Zuhause Spargel gekocht. Ganz allgemein wird die Nachfrage als relativ gut beschrieben - obwohl die Gastronomie als Abnehmer fehlt.

Corona stellt Spargel-Bauern vor Herausforderungen

Nach Angaben des VSSE wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 117.563 Tonnen Spargel geerntet - weniger als in den vier Jahren zuvor. Im Corona-Jahr 2020 hatten die Spargelbauern allerdings auch größere Probleme, ausreichend Erntehelfer zu bekommen, weil viele aus dem Ausland nicht einreisen durften. Das sei dieses Jahr kein Problem mehr, heißt es unisono von den Verbänden.

Allerdings war der Aufwand für die Saisonkräfte durch die Hygienemaßnahmen größer, wie Peter Strobl vom Spargelerzeugerverband Südbayern sagt. Das seien erhebliche Kosten, die man nicht weitergeben könne. Eickhorst schätzt sie auf rund 1.000 Euro zusätzlich pro Erntehelfer.

Die Spargelsaison steht an, doch auch dieses Jahr machen Hygienevorschriften und Fachkräftemangel den Spargelbauern zu schaffen. Trotzdem sehen sie der kommenden Saison optimistischer entgegen.

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