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Lästiger Krankheitsüberträger - Gefährlichstes Tier der Welt: Die Stechmücke

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Weltweit gibt es etwa 3.500 Arten, hierzulande rund 50. Die Stechmücke ist vor allem lästig. Wegen der von ihr übertragenen Krankheiten gilt sie als gefährlichstes Tier der Welt.

Stechmücke unter einem Mikroskop.
Lästig und gefährlich: Stechmücke unter einem Mikroskop.
Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa/Symbolbild/Archiv

Wie bedrohlich sind Stechmücken weltweit?

Schon lange sind Stechmücken als Überträger potenziell tödlicher Krankheiten bekannt. Experten zufolge kosten sie im Zuge der übertragenen Infektionen jährlich rund 750.000 Menschen auf der Erde das Leben. Sie sind nicht per se mit gefährlichen Erregern infiziert, sondern nehmen diese während des Blutsaugens bei infizierten Tieren oder Menschen auf und geben sie weiter.

Wie sieht es in Deutschland aus?

Derzeit ist das Risiko, hierzulande von einer Mücke mit einem gefährlichen Virus infiziert zu werden, noch sehr gering. Im Jahr 2019 erfasste das Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals fünf Infektionen mit dem ursprünglich aus Afrika stammenden West-Nil-Virus bei Menschen in Deutschland, die auf eine Übertragung durch hier heimische Mücken zurückgingen.

Unterwegs mit den Stechmücken-Jägern.

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Im vergangenen Jahr waren es 20 solcher Erkrankungen, darunter ein Todesfall. Man vermutet jedoch etwa Hunderte weitere, wegen ihres leichten Verlaufs nicht erkannte und damit auch nicht erfasste Infektionen.

Welche Entwicklung ist künftig zu erwarten?

Im Zuge der Klima-Krise drohen auch Deutschland ganz neue Erkrankungswellen. Heimische Arten werden immer häufiger gefährliche Erreger wie das West-Nil-Virus übertragen, erwarten Experten. Die Erderwärmung begünstigt diese Entwicklung. Das West-Nil-Virus etwa könnte während eines heißen Sommers auch in Deutschland größere saisonale Erkrankungswellen verursachen.

Fälle von Krankheiten wie Chikungunya, Dengue und Malaria traten zuletzt vermehrt in Südeuropa auf, auch Zika-Fälle gab es schon mehrfach. Französische Behörden etwa hatten im Oktober 2019 zwei erste durch Mücken übertragene Zika-Virus-Infektionen gemeldet. Diese Krankheiten werden von nicht hier heimischen Arten übertragen, die sich im Zuge des Klimawandels verstärkt in Europa ausbreiten - etwa die Aedes-Mücken, zu denen die Asiatische Tigermücke und die Gelbfiebermücke gehören.

Stechmücke der Gattung Culex

Stechmücken als Überträger - West-Nil-Virus bald in Deutschland? 

Mücken sind lästig und nun könnten sie auch noch eine Tropenkrankheit nach Deutschland bringen. Das RKI vermutet, dass sie das West-Nil-Fieber auch hierzulande verbreiten werden.

Wie gefährlich sind solche zugewanderten Mückenarten?

Schon ihr Name klingt bedrohlich: Asiatische Tigermücke. Vor mehr als zehn Jahren wurden die ersten Exemplare der tropischen Stechmücke in Deutschland nachgewiesen. Der Kampf gegen eine unkontrollierte Verbreitung dürfte künftig zur Daueraufgabe werden. Auch die Asiatische und die Koreanische Buschmücke werden Experten zufolge wohl nicht mehr aus Deutschland zu vertreiben sein.

Tropische Krankheiten wie Zika, Chikungunya oder Dengue würden sich nur verbreiten, wenn im Sommer sehr heiße Temperaturen erreicht würden. Dann vermehren sich diese tropischen Viren wirklich gut. Als Hotspots für mögliche Ausbrüche von Zika, Dengue und Chikungunya gelten bisher eher Italien, Südfrankreich und Griechenland.

Was schützt am besten vor Mücken?

Experten setzen auf konventionelle Mittel: Lange, dichte Kleidung sowie Insektenspray und -netze seien effektive Mittel gegen die lästigen Plagegeister. Wer im Haus oder Garten von den Insekten heimgesucht wird, sollte Brutstätten austrocknen oder abdecken. Dazu zählen etwa Regentonnen, Vogeltränken und Blumentopf-Untersetzer.

Einen vorbeugenden medikamentösen Schutz gegen die Tiere oder die von ihnen übertragenen Krankheitserreger gibt es nicht.

Mücken stechen Menschen, um Blut zu saugen. Dabei können sie verschiedene Krankheiten übertragen.

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Was hilft gegen das Jucken nach einem Mückenstich?

Bloß nicht kratzen. Das verlängert nicht nur den Heilungsprozess, sondern kann Wissenschaftlern zufolge auch zu bakteriellen Infektionen führen. Experten raten dazu, die Stichwunde mit einer alkoholischen Lösung zu desinfizieren. Kühlung oder punktuelle Hitze helfen, den Juckreiz zu mindern.

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