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Besuch nach Flutkatastrophe - Steinmeier spricht Menschen im Ahrtal Mut zu

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Ahrtal besucht. Den von der Flutkatastrophe schwer getroffenen Menschen sprach er Mut zu, den Helfern dankte er.

Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland besucht die Ahrtorbrücke im von Hochwasser betroffene Ahrweiler am 10.10.2021
Frank-Walter Steinmeier besucht das Ahrtal.
Quelle: picture alliance / Flashpic

Fast drei Monate nach der Flutkatastrophe im Ahrtal hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Bewohner und Helfer getroffen und ihnen Mut zugesprochen. "Wir werden euch nicht vergessen", versprach er den Menschen der Region. Die stellvertretende rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Anne Spiegel (Grüne) dankte im Namen der Landesregierung für den Besuch, der "ein sehr, sehr wichtiges Signal" sei.

Das Maß der Zerstörung wird erst richtig klar, wenn man hier in den Straßen einen Blick in die Häuser wirft.
Frank-Walter Steinmeier

Auch an diesem sonnigen Tag sei "die Erinnerung an den Tod nicht verblasst", fügte er am Obertor der alten Stadtmauer hinzu, ehe er in die Winzergemeinde Mayschoß und zu einem Gespräch mit Helfern nach Grafschaft weiterfuhr.

Steinmeier sucht den Dialog

Steinmeiers Weg durch den ehemals so idyllischen Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler begann an der Straßenbrücke, die in der Nacht vom 14. zum 15. Juli in der Wucht der nach extremem Starkregen durch das Tal drückenden Wassermassen zerbrach. Dort ist inzwischen eine Behelfsbrücke eingerichtet.

Bundespräsident Steinmeier ist heute ins Ahrtal gereist, um zu sehen, wie es den Menschen dort nach der Jahrhundert-Flut geht. 183 Menschen sind Mitte Juli ums Leben gekommen.

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Danach lief der Bundespräsident zum Marktplatz - dort ging Steinmeier spontan auf den Stand der privaten Initiative "Heute für morgen" zu und sprach mit der Helferin Tamara Segers aus Havixbeck bei Münster, die dort mit ihrem Mann und Freunden einen ständigen Anlaufpunkt für praktische Hilfe und Gespräche eingerichtet hat. Sie habe sich über das unerwartete Gespräch mit Steinmeier gefreut, sagte Segers. "Den Menschen ist es wichtig, dass sie nicht vergessen werden."

Hoffnung auf Heizung und Strom

Im benachbarten Pfarrbüro der Kirche St. Laurentius traf sich der Bundespräsident mit zwei Ehepaaren, die in der Flut Angehörige verloren haben. Auf dem weiteren Weg wurde er von Bewohnern begrüßt und ins Haus gebeten. "Es ist wenig von Vorwürfen zu hören", sagte Steinmeier danach.

Hochwasserkatastrophe im Ahrtal - Bundespräsident Steinmeier besucht Flutgebiet 

Die Gelder stehen bereit und doch bleibt der Wiederaufbau im Ahrtal für alle Betroffenen eine Mammutaufgabe. Heute macht sich der Bundespräsident vor Ort ein Bild von der Lage.

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von Bobby Cherian

Natürlich sei das System der Katastrophenwarnung ein Thema. Aber im Vordergrund stehe die Trauer - und die Alltagsbewältigung mit Blick auf den nahenden Winter. Er hoffe, dass es wenigstens provisorische Lösungen für alle gebe, die noch ohne Heizung und Stromversorgung seien.

Spiegel: Schneller, nachhaltiger Wiederaufbau

Die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Spiegel sprach von Signalen der Hoffnung und bekräftigte die Zusage der Unterstützung für die betroffenen Kommunen und die dort lebenden Menschen. Der Wiederaufbau müsse "schnell, nachhaltig und klimaresilient" vorangehen.

Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal fanden Zukunftskonferenzen statt, in denen der Wiederaufbau besprochen wurde. Betroffene warten auf die Umsetzung und finanzielle Unterstützung für einen Neuanfang.

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In Rheinland-Pfalz kamen bei dem Hochwasser nach extremem Starkregen am 14. und 15. Juli 133 Menschen im besonders betroffenen Ahrtal und ein Mensch in der Region Trier ums Leben. In Nordrhein-Westfalen verloren 49 Menschen ihr Leben. Dort wurden schwere Schäden unter anderem im Kreis Euskirchen, dem Rhein-Sieg-Kreis und in Teilen des Bergischen Landes angerichtet.

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