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Stromverbrauch zu Hause : Einsparpotenzial? Eine Menge Luft nach unten

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Digitalisierung ist gut und schön - aber sie hat auch ihren Preis: Immer mehr Geräte verbrauchen Strom und verursachen so weitere Kosten. Einige davon lassen sich drücken.

Kind sitzt vor seinem Laptop am Schreibtisch
Energieverbrauch im Privathaushalt: Was kommt zusammen bei einer vierköpfigen Familie?
Quelle: dpa

Eigentlich stehen wir in Deutschland gar nicht so schlecht da, was den Energieverbrauch in privaten Haushalten angeht. Kronleuchter mit zehn oder mehr 100-Watt-Lampen sind nur noch ein blasse Erinnerung. Und energieeffiziente Kühlschränke stehen heute deutlich besser da als noch vor wenigen Jahren - um nur zwei Beispiele zu nennen.

Mit der Digitalisierung sind in viele Haushalte allerdings neue, zusätzliche Stromverbraucher eingezogen. Und die können es durchaus in sich haben, was den Stromverbrauch angeht. Aber haben sie auch Einsparpotenzial?

Energieverbrauch eines Vier-Personen-Haushaltes

Machen wir einmal einen kleinen Rundgang durch einen Vier-Personen-Haushalt. Konkret: Durch unseren Haushalt hier. Der Ort, an dem dieser Artikel im Homeoffice entstanden ist. Und beginnen wir gleich hier am Schreibtisch. Da steht natürlich seit 35 Jahren keine Schreibmaschine mehr. Dafür ein Computer, der mit rund 30 Watt trotz satter Leistung ein kleines Sparwunder ist.

Plus zwei große Monitore, die zusammen 110 Watt ziehen. Außerdem an der Steckdose: Eine Netzwerkfestplatte (NAS), die 24 Stunden läuft (12 Watt), ein stationäres Telefon (3 Watt), das an den Router (15 Watt) angeschlossen ist, der wiederum am Hauptrouter (15 Watt) im Wohnzimmer hängt.

Internet als Energiefresser

Machen wir dort gleich weiter: Das LED-TV (85 Watt) hat vor einem Jahr einen Plasma-Screen ersetzt, dessen Stromverbrauch fünf Mal so hoch war und der durchaus als Zusatzheizung taugte. Weg damit. Für den Sound beim Fernsehen sorgt ein Verstärker, der 150 Watt im Betriebsmodus verbraucht. Außerdem: eine von insgesamt vier Ladestationen (je 1 W) für mobile DECT-Telefone zum Telefonieren.

Im vergangenen Jahr deckte Erdgas etwas mehr als ein Viertel des deutschen Energiebedarfs ab. Zuletzt ist der Anteil russischer Gasimporte von 55 auf 35 Prozent gesunken.

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Während das Arbeitszimmer der Gattin mit einem All-in-one-PC (60 Watt Verbrauch) recht spartanisch digitalisiert ist, schlägt der männliche Nachwuchs (14 und 16) dafür heftiger zu: Insgesamt zwei Netzwerklautsprecher (4 W Standby, 15 W Betrieb), zwei Spielekonsolen (10 W Standby, 100 Watt Betrieb), zwei Monitore (je 40 W) und zwei Notebooks (je 40 W) - und natürlich zwei unvermeidliche Repeater (6 W Verbrauch). Ohne Daten läuft halt nichts. Plus zwei LED-Strips beim 14-Jährigen, das machen die Stars auf Youtube und Twitch halt auch so, muss sein. Rundgang beendet.

Wie hoch ist der Strompreis bei vier Personen insgesamt?

Kommen wir zum Kassensturz: Bei einer täglichen Nutzung des Büros von acht Stunden, des Arbeitscomputers der Gattin von sechs Stunden, Konsolennutzung und Notebooks des Nachwuchses sowie Smart-TV (mit Verstärker) von jeweils zwei Stunden plus der restlichen Zeit im Standby verbraucht dieses Setup im Jahr rund 1.850 Kilowattstunden (kWh).

Nach dem aktuellen durchschnittlichen Strompreis, den der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in seiner Strompreisanalyse mit 36,19 Cent / kWh angibt, entstehen dadurch derzeit Kosten von 680 Euro pro Jahr. Kein Kühlschrank, keine Beleuchtung, kein Fön mitgerechnet. Es geht ja um Digital- und Entertainmentkram im Haushalt.

Auch Dauer-Standby nicht zu unterschätzen

Fragt sich: Lässt sich das vielleicht reduzieren? Ja. Aber nicht überall. Den Hauptrouter zum Beispiel könnten wir ausschalten - damit wäre aber auch die Telefonverbindung (VoIP) weg. Keine gute Idee. Der Router im Büro hingegen ist über Nacht natürlich entbehrlich - so wie im Prinzip auch die beiden Repeater beim Nachwuchs.

Warum verbraucht das Internet Energie?

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Da müssten sie sich morgens halt wieder mit einem ganz normalen Wecker begnügen. Bei dieser Lösung könnte man auch gleich die beiden Netzwerklautsprecher vom Netz nehmen, wenn sie gerade nicht benötigt werden.

Erstaunlich ist übrigens, was für ein Energieverbrauch in einem Jahr zusammenkommt, wenn man Spielekonsolen nie ganz abschaltet. Viele handhaben das tatsächlich so, weil dann im Hintergrund Updates laufen können. Konkret heißt das bei unserem Beispiel: Alleine ein Dauer-Standby der Konsolen kostet zwei Mal 86 kWh bzw. 31 Euro pro Jahr. Zusammen also 62 Euro.

Insgesamt - also Router und Repeater in Leerlaufzeiten aus, Konsolen aus, Netzwerklautsprecher aus - kommen wir bei diesem Beispiel auf ein mögliches Einsparpotenzial von 419 kWh bzw. 155,50 Euro pro Jahr. Ohne Einschränkung in der Lebensqualität. Nur durch Ausschalten in Leerlaufzeiten. Noch einfacher geht es doch eigentlich nicht. Man muss es nur tun.

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