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Studie belegt Spaßfaktor : Nur keine Scheu vor spontanen Nachrichten

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Einem Freund oder einer Bekannten einfach mal ohne Anlass eine Nachricht schicken oder anrufen? Das löst eine größere Freude aus, als man denkt, sagen Forscher aus den USA.

Junge Frau sitzt am Schreibtisch im Büro und schaut lächelnd auf ihr Smartphone.
Die Studie zeigt: Je überraschender eine Nachricht kommt, desto mehr schätzen Empfänger die Geste.
Quelle: IMAGO/Westend61

Eine unerwartete Kontaktafnahme mit Freunden oder Bekannten ohne Anlass löst einer neuen Studie zufolge mehr Freude aus als erwartet. Menschen unterschätzten, wie sehr solche Gesten wertgeschätzt würden, schreibt ein Forscherteam um Marketing-Dozentin Peggy Liu von der University of Pittsburgh im Fachmagazin "Journal of Personality and Social Psychology".

Überraschung steigert Freude

Je überraschender dabei der Anruf, die E-Mail oder die SMS komme, desto mehr werde die Geste vom Empfänger wertgeschätzt, zeigen die Ergebnisse.

Menschen sind soziale Wesen und genießen Verbindungen zu anderen Menschen.
Peggy Liu, University of Pittsburgh

Es gebe bereits schon viel Forschung dazu, dass es "gut für unsere mentale und körperliche Gesundheit ist, wenn wir soziale Verbindungen aufrechterhalten". Dennoch wird dies offenbar zu wenig beachtet.

Trotz der Bedeutung und der Freude durch soziale Verbindungen zeigt unsere Forschung, dass Menschen es deutlich unterschätzen, wie sehr andere Menschen es wertschätzen werden, wenn wir sie kontaktieren.
Peggy Liu, University of Pittsburgh

Gefahr oder Chance für das Selbst?

Beitragslänge:
4 min
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Für ihre Forschung machten die Wissenschaftler um Liu eine Reihe von Experimenten mit insgesamt mehr als 5.900 Teilnehmern. Dabei wurden diese etwa darum gebeten, sich daran zu erinnern, wann sie das letzte Mal jemanden einfach so kontaktiert hatten - und wann sie das letzte Mal einfach so kontaktiert wurden.

Sorge vor negativer Erfahrung unbegründet

Zudem sollten sie auf einer Skala von eins bis sieben einordnen, wie sehr die Kontaktperson diese Geste ihrer Einschätzung nach wertschätzte - und wie sehr sie selbst es wertschätzten, kontaktiert worden zu sein. In anderen Versuchen sollten die Teilnehmer selbst Kontakt zu Bekannten aufnehmen und die Reaktionen darauf sammeln.

Online Vorlesungen, geschlossene Universitäten, keine Partys und fehlende soziale Kontakte - vielen Studierenden fiel das Studium während der Corona-Pandemie nicht leicht. Sozialforscher warnen vor den Folgen der ausbleibenden Präsenz-Lehre.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Die Forschungsergebnisse zeigten, dass Zweifel oder Sorgen vor überraschenden Kontaktaufnahmen meist unbegründet seien, sagt Liu. "Aus vielen Gründen zögere ich manchmal bevor ich Menschen kontaktiere, mit denen ich vor der Pandemie viel zu tun hatte. Wenn das passiert, denke ich an diese Forschungsergebnisse und erinnere mich daran, dass andere Menschen mich vielleicht auch kontaktieren wollen und aus denselben Gründen zögern."

Dann sage sie sich, dass sie selbst sich freuen würde über eine Kontaktaufnahme und es keinen Grund gebe, dass die Personen es nicht "genauso wertschätzen würden, wenn ich sie kontaktiere".

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