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Ab November wegen Lockdown - Studierende bekommen wieder Corona-Nothilfe

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Wenn Restaurants und Ähnliches wieder schließen müssen, verlieren viele Studierende ihren Nebenjob. Deswegen sollen sie ab November wieder mit Nothilfen unterstützt werden.

Ein Student mit Mund- und Nasenmaske desinfiziert in der Begrüßungsveranstaltung für Studierende im ersten Semester an der Universität Hohenheim seinen Tisch.
Ein Student mit Mund- und Nasenmaske desinfiziert in der Begrüßungsveranstaltung für Studierende im ersten Semester an der Universität Hohenheim seinen Tisch.
Quelle: dpa

Das Bundesbildungsministerium will die Ende September ausgelaufene Nothilfe für Studierende für die Zeit des Lockdowns im November reaktivieren. Das kündigte eine Sprecherin am Freitag in Berlin an. Die Überbrückungshilfe habe sich bewährt.

Weniger Nebenjobs erwartet

Unter anderem Gewerkschaften hatten gefordert, die finanzielle Unterstützung erneut aufzulegen, da durch die anstehenden Schließungen in der Gastronomie und Eventbranche wieder viele Nebenjobs der Studierenden wegbrechen dürften.

Gerade Studierende aus ärmeren Elternhäusern sind auf Einkünfte aus Nebenjobs angewiesen, damit sie über die Runden kommen. Viele von ihnen arbeiten in der Gastronomie oder Eventbranche, die jetzt vom Lockdown betroffen sind.
Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende

Auch die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) forderte, die Regierung müsse die Überbrückungshilfe für in Not geratenen Studierenden in der Corona-Krise umgehend wieder auflegen und verbessern.

Cafés und Restaurants sind in Marseille geschlossen, dadurch fallen viele Nebenjobs weg. Studenten, die nicht genug Einkommen haben, können in einem Solidaritätsladen einkaufen.

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Reform der Studienfinanzierung gefordert

Die Grünen schlagen zugleich in einem Konzept zur Reform der Studienfinanzierung einen "Neustart für das BAföG" vor. Demnach sollten alle Studierende bis 25 Jahre einen monatlichen Garantiebetrag von 290 Euro bekommen und zusätzlich einen "Bedarfszuschuss" abhängig von der jeweiligen Einkommens- und Vermögenssituation.

Es räche sich in dieser Situation, dass beim Bafög seit Jahrzehnten zu wenig getan worden sei, sagte DGB-Vize Hannack. Das Bafög reiche nicht zum Leben und erreiche immer weniger Studierende.

Die Digitalisierung schreitet auch im neuen Hochschulsemester weiter voran. Doch „Zoom-fatigue“ macht sich breit, da Vorlesungen meist online stattfinden.

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Doppeltes Hilfsangebot in Corona-Krise

In der Corona-Krise hatte das Bildungsministerium zwei Hilfsangebote für Studendierende in Not aufgestellt: Zum einen die Überbrückungshilfe, die nicht zurückgezahlt werden muss. Sie wurde von Juni bis September an diejenigen ausgezahlt, die mit Kontoauszügen nachweisen konnten, dass sie in einer pandemiebedingten Notlage sind, etwa weil regelmäßige Zahlungen aus Jobs ausblieben.

Gezahlt wurden 100 bis maximal 500 Euro pro Monat. Die zweite Säule ist der KfW-Studienkredit, den es auch vor der Krise schon gab, der nun aber seit Mai bis März 2021 zinsfrei gestellt ist.

Rund 135.000 Studierende hatten die Hilfen zwischen Juni und September in Anspruch genommen. Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Kai Gehring, hatte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ein "unverantwortliches Krisenmanagement" vorgeworfen, weil sie die Nothilfe Ende September angesichts sinkender Nachfrage ausgesetzt hatte.

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