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Orkanstärke erwartet - Wie gefährlich der Sturm "Sabine" wird

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Das Sturmtief "Sabine" zieht Sonntag und Montag über ganz Deutschland hinweg: Heftige Orkanböen sind möglich. Wo es am schlimmsten wird und wie man sich schützen sollte.

Archiv: Regen prasselt auf die Windschutzscheibe eines Autos am 05.10.2017 in der Nähe von Paderborn, Nordrhein-Westfalen
Düstere Aussichten für das Wochenende: Am Sonntag wird es stürmisch - zuerst im Norden, dann im Süden Deutschlands.
Quelle: DPA

Nach einem eher ruhigen Wetter im Januar wird Deutschland am Sonntag und Montag kräftig durchgepustet: ZDF-Wetterexpertin Katja Horneffer erwartet Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern. Denn Sturmtief "Sabine" ist unterwegs. "Wer jetzt sein Wochenende plant, sollte sich überlegen, ob man wirklich Sonntag unterwegs sein muss", sagt sie. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Wo wird "Sabine" am schlimmsten wüten?

"Wir erwarten erste heftige Böen im Flachland schon am Sonntagmittag", erklärt Horneffer. Der Sturm ziehe von Nordwesten nach Südosten. Zunächst sei die Nordseeküste, Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein betroffen. Dabei können Böen eine Geschwindigkeit über 117 Stundenkilometer erreichen - das ist Orkanstärke. An der Nordsee bestehe Sturmflutgefahr.

In der Nacht werde der Sturm dann Richtung Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen ziehen und bis zum frühen Morgen München erreichen. "Natürlich gibt es da noch Unsicherheiten im Verlauf, aber die Wettermodelle sind sich einig, dass der Sturm Deutschland flächendeckend betreffen wird", sagt Horneffer. In den Mittelgebirgen, zum Beispiel am Brocken im Harz könnten Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern erreicht werden.

Wetter aussichten: Orkan "Sabine"
So zieht Sturmtief Sabine am Sonntag und Montag über ganz Deutschland hinweg.
Quelle: ZDF

Wann hat der Sturm seinen Höhepunkt?

In der Nacht zum Montag, gegen Mitternacht, wird der Sturmhöhepunkt erwartet. "Aber schon Sonntag wird es heftig stürmen", warnt Horneffer. Besonders betroffen sei das Mittelgebirge, doch auch im Flachland könne es an beiden Tagen Böen geben, die Orkanstärke erreichen.

Ist mit Behinderungen im Verkehr zu rechnen?

Besonders der Berufsverkehr am Montagmorgen könnte sehr belastet sein, vermutet Horneffer. Durch das Hochwasser mancherorts sei der Boden schon aufgeweicht, einige Bäume könnten umstürzen. Das werde auch den Bahnverkehr an beiden Tagen stark beeinträchtigen: Deutschlandweit könne es dann zu Verspätungen und Zugausfällen kommen.

Auch für den Flugverkehr erwartet die Wetterexpertin Einschränkungen: "Von Hamburg und Bremen wird am Sonntag wohl nichts fliegen", sagt Horneffer. Berlin könnte glimpflich davonkommen. Hannover, Düsseldorf und Frankfurt seien wahrscheinlich ebenfalls nicht betroffen, weil das Sturmtief dort wohl erst während des Nachtflugverbots ankommen würde. Von Stuttgart und München könnten womöglich am Montagvormittag keine Flüge starten.

Wann und wo Orkanböen erwartet werden
Quelle: ZDF

Wie kann man sich schützen?

"Wer nicht unbedingt Sonntag und Montag aus dem Haus muss, sollte lieber drinnen bleiben", empfiehlt Horneffer. Unbedingt sollte man Waldgebiete meiden, wegen umfallender Bäume. Auch Autofahren sollte, wenn möglich, vermieden werden.

Wie viel wird es regnen?

Den Sturm wird von viel Regen begleitet. "Gewitter, Graupel und Schnee sind möglich und vor allem viel Regen", sagt Horneffer. In den zwei Tagen werden insgesamt 40 bis 60 Liter Regen erwartet. Schon in den vergangenen Wochen hatte es Hochwasser auf Donau, Mosel, Rhein und Neckar gegeben - das werde wohl steigen.

Wann ist der Sturm vorbei?

Die Metereologin erwartet eine insgesamt "turbulente Wetterwoche": Am Dienstag komme schon wieder der nächste Sturm mit gut 100 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit. Auch am Mittwoch werden noch stürmische Böen erwartet, begleitet von Schnee, Regen und Graupelschauern, am Donnerstag sei die Wetterfront durch.

Woher kommen diese Sturmtiefs?

Zurzeit kreise das Tief "Ruth" über Island, erklärt Katja Horneff. In dessen Umfeld werden kleinere Tiefs umhergeschleudert und schwimmen im Jetstream - über das Starkwindband werden diese Sturmtiefs über die Nordsee nach Deutschland geschleudert. Deshalb folge auf "Sabine" noch ein weiterer, kleinerer Sturm am Dienstag. Hinzu komme der Luftdruckunterschied zu einem derzeitigen Hoch über dem Mittelmeer. "Das führt zu dem extremen Wind", sagt die Metereologin. "'Sabine' kommt mit großer Geschwindigkeit auf uns zu."

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