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Chaos im Berufsverkehr erwartet

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Sturm "Sabine" - Chaos im Berufsverkehr erwartet

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Keine Fernzüge bis mindestens 10 Uhr, etliche Flugausfälle, gesperrte Straßen: Sturmtief "Sabine" beeinträchtigt in den Morgenstunden fast deutschlandweit den Berufsverkehr.

Das Bild zeigt einen Baum, der in Bochum auf ein Auto gestürzt ist. Ein Feuerwehrmann zerkleinert den Baum mit einer Kettensäge.
Sturmtief mit Folgen: "Sabine" richtet in Deutschland schwere Schäden an.
Quelle: dpa

Das Sturmtief "Sabine" fegt über Deutschland hinweg - und sorgt mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 Kilometern pro Stunde und vereinzelten orkanartigen Böen von bis zu 115 Kilometern pro Stunde auch am Montag noch für Chaos. Für die meisten Regionen rief der Deutsche Wetterdienst (DWD) die zweithöchste Unwetterwarnstufe aus, für manche Gegenden in Baden-Württemberg und Bayern sogar die höchste.

Die stärksten Böen wurden mit einer Kaltfront erwartet, die bis Montagmorgen auch den Süden Deutschlands erreichen sollte. Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr wird daher mit starken Einschränkungen gerechnet.

Einschränkungen im Berufsverkehr

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn bleibt bis mindestens 10 Uhr Vormittag eingestellt, um mögliche Schäden zu orten. Kurz vor Einstellung des Regionalverkehrs am Sonntagabend ist etwa im nordrhein-westfälischen Iserlohn ein Baum auf eine Bahn-Oberleitung gestürzt und hat einen Zug getroffen. Es sei ein Lichtbogen entstanden, sagte eine Feuerwehrsprecherin am Abend. Die 15 Insassen des Zuges blieben unverletzt.

Im Emsland fuhr ein Intercity-Zug in einen umgestürzten Baum und steckte auf offener Strecke fest. In dem IC von Amsterdam nach Berlin saßen etwa 300 Reisende. In Hamburg prallte eine oberirdisch fahrende U-Bahn gegen einen aufs Gleis gestürzten Baum und verkeilte sich.

Das Sturmtief "Sabine" hat Deutschland erreicht. Welche Auswirkungen sind in Deutschland schon zu spüren? Claas Thomsen auf Sylt und Oliver Deuker in Hannover berichten.

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Es sei leider schon jetzt absehbar, dass die Störungen am Montag den ganzen Tag über andauern werden, erklärte die Deutsche Bahn. Grundsätzlich rät das Unternehmen seinen Kunden, Fernverkehrsreisen zwischen Sonntag und Dienstag wegen des Sturms zu verschieben. Mehrere private Bahnunternehmen stellten ihren Zugverkehr am Sonntag ebenfalls ein. Es seien bereits Schäden an der Infrastruktur entstanden, teilte etwa die Länderbahn mit.

Sturmflutgefahr im Norden

Wegen umgestürzter Bäume müssen auch Autofahrer vielerorts mit Einschränkungen rechnen. In Niedersachsen mussten mehrere Autobahnabschnitte gesperrt werden. Auch in Nordrhein-Westfalen soll die Autobahn 45 zwischen Kreuz Hagen und der Anschlussstelle Hagen-Süd in Richtung Frankfurt bis Montagmittag geschlossen bleiben.

An der deutschen Nordseeküste, in Hamburg und in Bremen gilt ab dem Montagnachmittag Sturmflutgefahr - dabei könnte auch der Hamburger Fischmarkt überflutet werden.

Etliche Flughäfen - darunter große wie Frankfurt, München und Düsseldorf - strichen Starts und Landungen. Auch am Montag ist mit Annullierungen zu rechnen. "Sabine" ist laut DWD ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie "Kyrill" (2007) oder "Lothar" (1999) werde "Sabine" aber nicht.

Schulfrei in einigen Bundesländern

In vielen deutschen Schulen fällt zudem der Unterricht aus, etwa in etlichen Großstädten Nordrhein-Westfalens sowie in Teilen von Bayern, Hessen, Niedersachsen und Bremen. Auch der baden-württembergische Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat allen Schülern empfohlen, daheim zu bleiben.

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