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Tag der selbstgemachten Musik - So tickt das Musik-Land Deutschland

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Die Welt feiert den Tag der selbstgemachten Musik. Wie viele Deutsche spielen eigentlich ein Instrument und welches ist am beliebtesten? Ein Überblick zum Musik-Land Deutschland.

Bayern, Dietramszell: Gitarrenlehrer Johannes Deißenböck gibt von seinem Arbeitszimmer aus einer Schülerin Unterricht via Online-Videokonferenz.
Bayern, Dietramszell: Gitarrenlehrer Johannes Deißenböck gibt von seinem Arbeitszimmer aus einer Schülerin Unterricht via Online-Videokonferenz.
Quelle: dpa

Millionen Deutsche musizieren - alleine, in Bands oder Orchestern. Auch das Singen erfreut sich großer Beliebtheit, doch eine traditionelle Form schwächelt. Ein Überblick in Zahlen über das Musik-Land Deutschland zum "Tag der selbstgemachten Musik".

Fête de la Musique

Der "Tag der selbstgemachten Musik" wurde zum ersten Mal am 21. Juni 1982 in Paris gefeiert. Initiiert vom damaligen Kultusminister Jack Lang hat das Fest mittlerweile internationalen Status erreicht und wird mit vielen geplanten und spontanen Konzerten gefeiert.

Dabei spielen Amateur- und Profimusiker*innen selbstgemachte Musik, um regionale Musik bekannter zu machen und Menschen den Zugang zu Musik zu ermöglichen.

Beliebtes Hobby

In Deutschland gehört das Musizieren in der Freizeit für 14,3 Millionen zum Leben dazu. Die Zahl der Hobbymusiker*innen, die regelmäßig zum Instrument greifen, stieg bis 2020 kontinuierlich. Durch die Corona-Pandemie haben viele Musik als Freizeitbeschäftigung (wieder)entdeckt, auch wenn das gemeinsame Musizieren zeitweise nicht möglich war.

Musikalische Ausbildung

Der Grundstein für das eigenständige Musizieren wird vielerorts schon früh gelegt, in vielen Grundschulen gehört Musik- bzw. Gesangsunterricht zum Lehrplan. Viele private Lehrer*innen und öffentliche Musikschulen runden das Angebot ab. Bedingt durch Fachkräftemangel und öffentliche Finanzierung gibt es aber große regionale Unterschiede.

Die Zahl der Musikschüler*innen ist bis 2019 ständig gestiegen. Der positive Trend reißt nicht ab.

Zu den beliebtesten Musikinstrumenten gehören laut einer Umfrage vom Verband der deutschen Musikschulen: Klavier, Gitarre und Violine. Unklar bleibt, ob und inwieweit die Eltern bei der Wahl der Musikinstrumente der Schüler*innen eine Rolle spielen.

Musikvideos auf Platz 1

Musikvideos stehen bei jugendlichen Internetnutzer*innen auf Platz 1. Dabei sind es nicht immer Videos von Profimusiker*innen. Viele Amateur-Bands nutzen die Online-Plattformen als Karriere-Sprungbrett oder als Möglichkeit, durch Fans entdeckt zu werden.

Musik-Tutorials und "How to play"-Videos sind bei Hobbymusiker*innen und Musikschüler*innen beliebt, denn sehr oft werden diese Videos von fachkundigen Musiklehrern erstellt und bieten neben Noten und Akkorden auch nützliche Tipps zu Spielweise oder Hinweise auf schwierige Stellen im Song. Die Möglichkeiten, ein Musikinstrument autodidaktisch zu erlernen sind so gut wie noch nie und animieren neben Jugendlichen auch Erwachsene zum neuen musikalischen Hobby.

Musik-Trend nicht überall positiv

Casting-Shows und andere Talentwettbewerbe im Fernsehen gehören fast zum täglichen Programm. Dennoch verzeichnen die Chöre in Deutschland seit Jahren einen Rückgang der Mitgliedszahlen. Einen besonders dramatischen Einbruch gab es 2018, obwohl Gesang die günstigste Möglichkeit des Musizierens ist.

Weitere musikalische Feiertage

  • Internationaler Tag des Jazz am 30. April
  • Weltmusiktag (International Music Day) am 1. Oktober
  • Tag der Hausmusik am 22. November
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