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Protest gegen Braunkohleabbau - Demo und Besetzung am Tagebau Garzweiler

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Im rheinischen Braunkohlerevier sollen weitere Dörfer dem Braunkohleabbau weichen. Kliamaktivisten machen am Tagebau Garzweiler Front dagegen.

Luisa Neubauer mit Plakat unter den Demonstranten.
Auch Luisa Neubauer ist am Tagebau Garzweiler unter den Demonstranten.
Quelle: David Young/dpa

Unter dem Motto "Alle Dörfer bleiben! Jetzt erst recht!" haben im rheinischen Erkelenz Aktivisten gegen den Tagebau Garzweiler protestiert. An der Kundgebung beteiligten sich nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 1.000 und 3.000 Menschen. Sie bildeten nach Angaben der Veranstalter zum Auftakt einen schützenden Ring um das Dorf Lützerath, das der Kohlekonzern RWE noch in diesem Jahr abreißen will, wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten.

Zugleich kritisieren sie den ihrer Ansicht nach zu zögerlichen Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Während uns die Nachrichten von Arktisschmelze und sterbenden Wäldern erschüttern, fällt der Bundesregierung nichts anderes ein, als den klimafeindlichen Kohleabbau für 18 weitere Jahre festzuschreiben.
Sprecherin der Demonstration

Bündnis will Abbaggerung am Tagebau Garzweiler verhindern

Mit den Aktionen will das Bündnis von Tagebaubetroffenen sowie Umwelt- und Klimaschützern, zu denen auch Greenpeace, BUND und Fridays for Future zählen, die geplante Abbaggerung der Dörfer am Tagebau verhindern.

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die sich vor Ort an einer Kundgebung beteiligte, verteidigte die Aktion. Die Ungerechtigkeit sei hier so groß, dass man sich dagegen wehren müsse, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Am Nachmittag beendete die Polizei die Aktion.

Bewohner sollen aus Dörfern umgesiedelt werden

Der Tagebau Garzweiler II gehört zu den Abbaugebieten des Rheinischen Braunkohlereviers. Ursprünglich war ein Betrieb bis 2045 geplant. Trotz des inzwischen beschlossenen Kohleausstiegs bis spätestens 2038 sollen die verbleibenden Orte noch im Laufe der kommenden Jahre abgebaggert und die Bewohner umgesiedelt werden.

Inmitten der Klimakrise alte Dörfer samt historischer Kirchen, Schulgebäuden und fruchtbaren Äckern für einen riesigen Tagebau zu opfern ist ein unverzeihlicher Fehler.
Bastian Neuwirth, Greenpeace-Klimaexperte

"Extinction Rebellion" besetzt Schaufelradbagger

Zu einem Polizeieinsatz kam es bereits am frühen Sonntagmorgen, nachdem Aktivisten von "Extinction Rebellion" auf dem Gelände des Tagebaus Garzweiler II im Kreis Heinsberg einen Schaufelradbagger besetzt hatten.

Das Bündnis "Alle Dörfer bleiben!" begrüßte die Aktion von "Extinction Rebellion" grundsätzlich, wies jedoch darauf hin, dass diese nicht Teil ihrer Kundgebungen sei.

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