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Coronavirus breitet sich aus - China schließt Teile der Chinesischen Mauer

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Millionenstädte abgeriegelt, Touristenziele geschlossen. Nun werden auch Teile der Chinesischen Mauer gesperrt. Über 43 Millionen Menschen sind vom Kampf gegen das Virus betroffen.

Aus Angst vor einer Verbreitung des Coronavirus in China sind inzwischen mehr als 43 Millionen Menschen weitgehend von der Außenwelt abgeschottet worden. Auch in den Metropolen Yichang (vier Millionen Einwohner) und Tianmen (1,7 Millionen) wurden an diesem Freitag der öffentliche Nahverkehr, Fernbusse, Fähren und Züge gestoppt, wie die Behörden mitteilten.

Die Schutzvorkehrungen gegen die Lungenkrankheit treffen nun auch ein Symbol der Stärke des Landes: Teile der Chinesischen Mauer werden geschlossen. Auch die Ming-Gräber und die Yinshan-Pagode sollen ab Samstag vorsichtshalber geschlossen bleiben, erklärte die zuständige Behörde. Das Stadion der Olympischen Spiele 2008 in Peking ist seit Freitag nicht mehr zugänglich.

Bagger in Wuhan bereiten Baugrube für ein Krankenhaus vor.
Bagger in Wuhan bereiten eine Baugrube für ein Spezial-Krankenhaus vor. Geplant sind 1.000 Betten für Infizierte.
Quelle: ap

Millionenstädte betroffen

Mit den drastischen Maßnahmen ist nun bereits in mehr als zehn Städten der schwer betroffenen Provinz Hubei die Bewegungsfreiheit der Bewohner stark eingeschränkt. Bei den neu hinzugekommenen Städten handelt es sich um Xianning, Xiaogan, Enshi und Zhijiang. Als erstes waren in der Provinzhauptstadt Wuhan der Bus- und Bahnverkehr, die Flüge und Züge gestoppt worden. Von dort war das Virus ausgegangen, Wuhan war als erste chinesische Stadt wegen des Erregers 2019-nCoV unter Quarantäne gestellt worden.

Karte: Wuhan, Hubei
Die meisten Krankheitsfälle sind in der Provinz Hubei registriert.
Quelle: ZDF

Die Zahl der bestätigten Infektionen in China stieg auf fast 900. Bisher sind 26 Menschen gestorben. Die meisten hatten schon Vorerkrankungen. Auch aus anderen Ländern wurden einzelne Fälle gemeldet, darunter Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam und die USA. In Europa ist bislang keine Infektion mit dem Virus bekannt.

WHO: Kein internationaler Gesundheitsnotstand

Vielerorts wurden vorsorglich die Festivitäten rund um den chinesischen Neujahrstag an diesem Samstag abgesagt, darunter in Peking. In der Hauptstadt wurde auch die Schließung einiger touristischer Attraktionen angeordnet, darunter ab Samstag die Verbotene Stadt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzichtete dennoch in einer Krisensitzung darauf, den internationalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Bisher gebe es außerhalb Chinas "keine Hinweise" auf eine Übertragung des Krankheitserregers von Mensch zu Mensch, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zur Begründung.

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