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Tempo auf Autobahnen : UDV: Wechselndes Tempolimit statt 130 km/h

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Unfallforscher der Versicherer (UDV) würden eine flexible Temposteuerung durch Wechselverkehrszeichen gegenüber einem starren Geschwindigskeitslimit von 130 km/h bevorzugen.

An der Autobahn A24 in Mecklenburg-Vorpommern steht ein Verkehrsschild mit der Geschwindigkeitsangabe von 130 Stundenkilometer.
Politik und Wirtschaft diskutieren über Tempolimits von 130 km/h.
Quelle: Jens Buettner/dpa (Archiv)

Derzeit diskutieren Politik und Wirtschaft abermals über die Einführung eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen. Experten würden nach Angaben eines Unfallforschers eher wechselnde Tempolimits als eine starre Grenze bei 130 Stundenkilometern bevorzugen.

Siegfried Brockmann, der Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), sagte dem Internetportal t-online: Mit Wechselverkehrszeichen "könnte eine Verkehrszentrale den Verkehr gezielt steuern".

Brockmann: Tempolimit positiv gestalten

Brockmann erklärt: Und zwar "indem sie beispielsweise das erlaubte Höchsttempo senkt, wenn es nötig ist. Bei Bedarf auch runter auf deutlich weniger als Tempo 130".

"Davon könnten wir am Ende mehr Nutzen haben als von einer starren Grenze von 130 km/h. Man könnte ein Tempolimit also auch positiv gestalten", so der Experte für Unfallforschung.

Die häufigste Ursache für Unfalltote auf deutschen Straßen: nicht angepasste Geschwindigkeit. Am gefährlichsten sind dabei die Bundesstraßen, denn dort gibt es die meisten tödlichen Unfälle. ZDFzoom wollte schon 2015 wissen: Warum sperren sich …

Beitragslänge:
29 min
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UDV-Leiter: Unklar, wie sich Tempo 130 auswirkt

"Man muss aber auch bereit sein, das nötige Geld dafür auszugeben", so Brockmann weiter. Wie genau sich Tempo 130 auf die Verkehrssicherheit auswirken würde, sei nicht erforscht; es gebe wenig sichere Daten:

Wissenschaftlich betrachtet gibt es niemanden, der sagen kann, was es konkret bringt.
Siegfried Brockmann, UDV

Tempo 130 ist deshalb eher eine beliebige Geschwindigkeitsgrenze als eine irgendwie wissenschaftlich argumentierbare", sagt Brockmann.

Hofreiter: Tempo 130 senkt Schadstoffe

Er glaubt: "Aus der Wissenschaft wissen wir leider nur sicher: Wenn langsamer gefahren wird, dann sind die Anhaltewege kürzer und die Crashenergie wird kleiner."

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hingegen hatte dem "Handelsblatt" gesagt, das "Sicherheitstempo 130" erhöhe aus seiner Sicht die Sicherheit auf Autobahnen, es senke Lärm, Schadstoffe und Kohlendioxidausstoß.

Laschet ist gegen ein Tempolimit

CDU-Chef und Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hatte sich dagegen gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gegen ein Tempolimit von 130 ausgesprochen:

Warum soll ein Elektro-Fahrzeug, das keine CO2-Emissionen verursacht, nicht schneller als 130 fahren dürfen? Das ist unlogisch.
Armin Laschet, CDU-Vorsitzender
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