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Frankreich und Italien - Tote und schwere Schäden nach Unwettern

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Zwei Menschen sind tot, das Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar: Nach den heftigen Unwettern in Südfrankreich und Norditalien laufen die Aufräumarbeiten.

Zwei Tote und viele Vermisste, mehrere Dörfer zerstört, Häuser und Brücken von den Fluten mitgerissen: Heftiger Regen und Überschwemmungen haben im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich schwere Schäden angerichtet.

Im Hinterland von Nizza waren zahlreiche Bewohner ohne Strom, Wasser und Telefonnetz. Von der Außenwelt abgeschnittene Dörfer wurden mit Wasser und Lebensmitteln versorgt. Zur Hilfe werde auch die Armee eingesetzt, kündigte der französische Regierungschef Jean Castex an. Mindestens acht Menschen würden vermisst, von zahlreichen anderen fehle eine Nachricht. Es gebe "große Sorge über die endgültige Bilanz".

Fluten auch im Norden Italiens

In Norditalien laufen vielerorts die Aufräumarbeiten. Die Behörden sprachen von zwei Toten, zwei Menschen würden noch vermisst. Besonders schlimm waren die Schäden im Piemont, etwa in Limone Piemonte in der Provinz Cuneo. Der Bürgermeister dort sprach von einer "katastrophalen Lage".

Teilweise hatte es im Nordwesten des Mittelmeerlandes von Freitag auf Samstag so stark geregnet wie seit rund 60 Jahren nicht mehr. Orte liefen mit Schlamm und Wasser voll. Autos wurden in Flüssen mitgerissen. Der Strom fiel für Tausende Menschen aus. Der Bürgermeister der ligurischen Grenzstadt Ventimiglia, Gaetano Scullino, sprach von der "größten Katastrophe seit 1958".

Regionen fordern Hilfe aus Rom

Zeitweise gab es mehr als 20 Vermisste, doch die meisten wurden bis Sonntag gefunden. Allerdings warnten die Behörden weiter vor Hochwasser-Gefahren. Das galt auch am Fluss Po, der von Westen quer durch Italien fließt und in die Adria mündet.

Die betroffenen Regionen forderten die Zentralregierung in Rom auf, den Notstand zu erklären. Sie seien aufgrund der Corona-Krise bereits an der Grenze ihrer finanziellen Möglichkeiten, ohne Hilfe Roms würden sie sich "nicht mehr erholen", warnten die Regionalpräsidenten. Ministerpräsident Giuseppe Conte versprach die "größtmögliche Aufmerksamkeit".

In Venedig wurde am Samstag die neue Hochwasserschutzanlage "Mose" erstmals in einer echten Gefahrenlage hochgefahren. Die Tore der Flutschleusen an den Öffnungen der Lagune wurden aufgestellt. Am Sonntag hieß es in Medienberichten, Mose habe Wirkung gezeigt: Trotz erhöhter Wasserstände sei der Markusplatz im Zentrum trocken geblieben.

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