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Neuer Bericht aus dem Pentagon - US-Geheimdienste: Ufos nicht ausgeschlossen

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Ein Bericht von Pentagon und US-Geheimdiensten liefert keinen Beweis für die Existenz von Ufos. Er kann aber auch nicht ausschließen, dass es sie gibt.

Die US-Geheimdienste haben einen Bericht über Ufo-Sichtungen veröffentlicht. Demnach gebe es keine konkreten Hinweise auf außerirdisches Leben - ausgeschlossen sei es aber nicht.

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Wenn sich das Verteidigungsministerium und die Geheimdienste der USA mit Ufos beschäftigen - und es auch noch zugeben -, dann warten nicht nur Hobby-Ufo-Jäger*innen gespannt auf das Ergebnis. Auch für Politik, Wissenschaft und Militär sind die Ergebnisse von großem Interesse.

Von Ufos - Unidentified flying objects - war in dem am Freitag veröffentlichten Bericht zwar offiziell nicht die Rede. Stattdessen werden sie UAPs genannt - Unidentified Aerial Phenomena - was sich grob als "nicht identifizierte Luft-Phänomene" übersetzen lässt. Klingt weniger nach Science-Fiction, meint aber im Prinzip das gleiche.

Ungewöhnliche Luft-Phänomene aus fast 20 Jahren

180 Tage hatte eine Taskforce aus Mitarbeitenden der US-Geheimdienste und des Pentagons Zeit, all ihr Wissen zu diesen Luft-Phänomenen zusammenzutragen, die zwischen 2004 und 2021 gesichtet wurden.

Das Ergebnis allerdings wird viele kaum zufriedenstellen: 144 Fälle ungewöhnlicher Himmels-Phänomene und -Objekte wurden untersucht. Bei einem handelte es sich dem Bericht zufolge vermutlich um einen großen, Luft verlierenden Ballon. Für 143 Fälle aber gibt es keine Erklärung.

Es gibt Luft-Phänomene, die auch die US-Experten nicht identifizieren können. Hinweise auf Außerirdische haben sie aber auch nicht.

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Unerklärliche Flugeigenschaften

Viele Erklärungen seien möglich, so der Bericht. Es könne sich um Vögel handeln, um Eiskristalle, Abfälle oder optische Täuschungen.

Aber: In 18 Fällen sei nicht ersichtlich, wie sich die vermeintlichen Objekte weiterbewegten, ob es sich um fremdartige Technologie handele. Bei elf der gemeldeten Vorfälle sei es beinahe zu Unfällen mit Militärflugzeugen gekommen.

Bei einer begrenzten Anzahl von Vorfällen schienen UAPs ungewöhnliche Flugeigenschaften aufzuweisen.
Ufo-Bericht

Genau das ist für Tausende Hobby-Ufolog*innen, YouTube-Analyst*innen und inzwischen auch für einige Militärangehörige und Politiker*innen so unglaublich, manchmal erschreckend. Denn immer wieder haben etwa Navy-Piloten Videos aufgenommen, auf denen augenscheinlich Objekte zu sehen sind, die abrupt die Richtung ändern, um die eigene Achse rotieren oder mit scheinbar mehrfacher Schallgeschwindigkeit unterwegs sind.

ZDFinfo-Reihe "UFOs Declassified - Die Geheimakten"

Doku | ZDFinfo Doku - UFOs Declassified - Die Geheimakten 

Alle Dokumentationen der ZDFinfo-Reihe "UFOs Declassified - Die Geheimakten".

Glaubt Obama an Ufos?

Selbst der frühere US-Präsident Barack Obama sagte kürzlich in einer Talkshow: "Es gibt Aufnahmen und Dokumentationen von Objekten im Himmel, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind."

Und Ex-FBI-Direktor John Brennan gab zu, dass es sich um Phänomene handelt, die man noch nicht versteht und die "eine andere Form von Leben" darstellen könnten.

Keine Aliens, aber Fluggeräte einer anderen Zivilisation?

Phänomene, für die auch der Wissenschaft häufig eine Erklärung fehlt. Avi Loeb, renommierter Astrophysiker an der Universität Harvard, glaubt dennoch nicht, dass es sich hier um Aliens handelt, die den Navy-Piloten einen Streich spielen wollten.

"Ich glaube nicht, dass es biologische Lebewesen gibt, weil sie nicht überleben würden. Die Reise durch den Weltraum dauert lange. Und es gibt viele Risiken durch kosmische Strahlung und so weiter."

Aber dass es sich um Flugobjekte einer anderen Zivilisation handelt, hält Loeb für durchaus möglich: "Ich kann mir etwa autonome Geräte vorstellen, die Entscheidungen intelligent treffen, ganz alleine, ohne mit den Sinnen von wem auch immer zu kommunizieren", sagt er im Gespräch mit dem ZDF.

Das Radioteleskop des Green-Bank-Observatoriums in West Virginia

Suche nach Außerirdischen - Hallo, ist da jemand? 

Bei der Suche nach außerirdischem Leben haben Forscher die bislang größte Datenmenge veröffentlicht. Sie hoffen nun auf Hilfe bei der Auswertung - und andere Erkenntnisse.

Mehr Daten und mehr Analysen gefordert

Im Ufo-Bericht ist von außerirdischem Leben ausdrücklich nicht die Rede. Der Bericht räumt aber ein, dass "zusätzliche Analysen" dringend notwendig und dass dafür viel mehr Daten notwendig seien.

Das findet auch Astrophysiker Loeb:

Wir sollten lieber Beweise sammeln, mehr Daten, und versuchen, herauszufinden, worum es sich bei diesen Objekten handelt - statt einfach irgendwelche Überzeugungen zu haben.
Avi Loeb, Astrophysiker Universität Harvard

Waffen aus Russland oder China?

Einige US-Politiker*innen fürchten noch eine ganz andere Möglichkeit: unbekannte Waffensysteme aus China oder Russland. Auch die schließt der Ufo-Bericht nicht aus, erwähnt die Möglichkeit sogar explizit. Gemeint sind etwa sogenannte Hyperschall-Waffen oder fortgeschrittene Drohnen.

Die Sorge vor neuartigen Waffen veranlasst die US-Geheimdienste schon seit Jahrzehnten immer wieder dazu, die unbekannten Objekte am Himmel zu untersuchen - seit 1947 der Pilot Kenneth Arnold neun "fliegende Untertassen" gesehen haben will. Seine Beobachtung fiel in den Beginn des Kalten Kriegs. Schließlich stellte sich raus, dass es sich um einen Wetterballon handelte.

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