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Hilfsangebote von EU und Nato - Ukraine: Russland steckt hinter Hackerangriff

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Die Ukraine hat Russland für den massiven Hackerangriff auf mehrere Webseiten der Regierung verantwortlich gemacht. EU und Nato kündigten gezielte Hilfen für die Ukraine an.

Archiv: Das Gebäude des ukrainischen Außenministeriums
Quelle: dpa

In der Ukraine hat es einen massiven Hackerangriff auf Internetseiten der Regierung gegeben. Dazu sei es in der Nacht zum Freitag gekommen, teilte das Bildungsministerium in Kiew auf Facebook mit.

Demnach handelt es sich um einen "weltweiten Angriff". Nicht abzurufen waren am Morgen etwa die Homepages des Außenministeriums, des Energieministeriums, der Regierung und des Rettungsdienstes.

Spezialisierte Einheit nimmt Ermittlungen auf

Eine auf Cyberangriffe spezialisierte Einheit bei der Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, teilte das Energieministerium mit. Wer hinter dem Angriff steht, war zunächst völlig unklar.

Wie ukrainische Medien meldeten, tauchte auf der Webseite des Außenministeriums zunächst eine Ankündigung auf Russisch, Polnisch und Ukrainisch auf, in der auf zerstörte Daten verwiesen worden sein soll.

Ukraine: Cyberangriffe kommen aus Russland

Mittlerweile hat die Ukraine Russland für den Hackerangriff verantwortlich gemacht. "Ersten Daten zufolge" seien die Angriffe aus Russland erfolgt, teilte das Ministerium für Kultur und Informationspolitik in der Hauptstadt Kiew mit.

So habe es in russischen Medien schon erste Hinweise auf die Attacken gegeben, noch bevor sie in der Ukraine aufgegriffen worden seien. Die Experten des Ministeriums mutmaßten, dass die Angriffe mit einer "kürzlichen Niederlage Russlands bei den Gesprächen zur zukünftigen Zusammenarbeit der Ukraine mit der Nato" im Zusammenhang stünden.

Nato plant verstärkte Zusammenarbeit bei der Internetsicherheit

Die Nato hat Kiew mittlerweile eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Internet-Sicherheit zugesagt. Wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mitteilte, will das Bündnis damit auf den Angriff auf wichtige Websites der ukrainischen Regierung reagieren. Auch die Bundesregierung kündigte Unterstützung an.

In den kommenden Tagen werden die Nato und die Ukraine ein Abkommen über eine verstärkte Cyber-Zusammenarbeit unterzeichnen, das auch den ukrainischen Zugang zur Nato-Plattform für den Austausch von Malware-Informationen vorsieht.
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär

Das Bündnis arbeite bereits seit Jahren eng mit der Ukraine zusammen, um die Cyberabwehr des Landes zu stärken.

Hackerangriff: Auch EU sagt Ukraine Hilfe zu

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verurteilte die Cyberattacke auf die Ukraine scharf. Die EU werde alle Mittel mobilisieren, um Kiew zu unterstützen, sagte Borrell beim Außenministertreffen im französischen Brest. Unter anderem sei eine Dringlichkeitssitzung des Politischen und Sicherheitskomitees der EU anberaumt worden.

Die Außenministerinnen und -minister der Europäischen Union beraten in Brest über die Rolle der EU im Ukraine-Konflikt.

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Dabei gehe es auch um technische Hilfestellung für die Ukraine. Ob Russland hinter dem Angriff stecke, sei noch unklar, sagte Borrell zwar:

Wir haben keine Beweise, aber es ist denkbar.
Josep Borrell, EU-Außenbeauftragter

Am Donnerstag hatte Borrell eine EU-Initiative zur Ausbildung von Führungskräften der ukrainischen Armee zur Abwehr von Cyberangriffen angekündigt.

Bislang kein Weiterkommen mit Russland

Seit Wochen gibt es Spannungen zwischen Russland und der
Ukraine
. Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine gibt es Befürchtungen, Moskau könnte das Nachbarland angreifen. Mehrere diplomatische Krisengespräche in den vergangenen Tagen sollten die Spannungen verringern, brachten jedoch zunächst keinen Durchbruch.

Ukraine-Konflikt - Moskau fordert schnelle Antwort des Westens 

Russland fordert eine schnelle Antwort des Westens auf seine Forderung nach Sicherheitsgarantien. Die USA signalisieren derweil, auf eine russische Aggression vorbereitet zu sein.

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