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Steinmeier zeichnet Forscher aus - Umweltpreis für Moorforschung und Artenschutz

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Für ihren Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und der Moore erhielten die Ökologin Katrin Böhning-Gaese und der Moor-Forscher Hans Joosten den Deutschen Umweltpreis.

Moore können sehr viel CO2 speichern. Das hat der Wissenschaftler Hans Joosten herausgefunden. Er und die Ökologin Katrin Böhning-Gaesen haben den Deutschen Umweltpreis erhalten.

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Der Moorforscher Hans Joosten und die Artenschutz-Expertin Katrin Böhning-Gaese haben am Sonntag den Deutschen Umweltpreis erhalten. Beide hätten "auf dem weiten Feld des Klima- und Artenschutzes Herausragendes geleistet", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Preisverleihung in Darmstadt.

Sie haben Steinmeier zufolge ein Bewusstsein dafür geweckt, was nötig sei, um die biologische Vielfalt zu erhalten und die Erderwärmung zu stoppen, aber auch "wie viel wir gemeinsam bewegen können". Steinmeier sagte laut Redetext:

Die Preisträger führen uns einmal mehr vor Augen: Wir stehen nicht hilflos am Rand des Abgrunds.
Frank-Walter Steinmeier

Auszeichnung für Forschung über Moore und Biodiversität

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die den mit 500.000 Euro dotierten Preis vergibt, würdigt den Wissenschaftler Hans Joosten von der Universität Greifswald für seine jahrzehntelange Arbeit über die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz und die gravierenden Folgen der Moorentwässerung.

Die Ökologin Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt am Main, wird für ihre Spitzenforschung zur biologischen Vielfalt prämiert.

Moore speichern Wasser – und außerdem mehr CO2 als alle Wälder zusammen. Doch viele Moore sind trocken und dadurch "tot". Ist das noch zu ändern?

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Joosten habe als einer der Ersten erkannt, wie wichtig gesunde, nasse Moore für den Klimaschutz sind, weil sie der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen und es dauerhaft im Boden binden, sagte Steinmeier. Seit Jahren appelliere der Forscher an Politik und Gesellschaft, Moore zu renaturieren und so einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz zu leisten.

Böhning-Gaese habe das Thema der biologischen Vielfalt "ins öffentliche Bewusstsein gehoben und auf die politische Tagesordnung gesetzt". Sie habe nachgewiesen, welchen Einfluss die intensive Landwirtschaftlich, der Umbruch von Wald zu Ackerland oder der Klimawandel auf komplexe Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen habe.

Steinmeier: Kampf gegen Klimawandel geht uns alle an

Steinmeier sieht den Kampf gegen den Klimawandel zugleich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. "Der Übergang in eine klimaneutrale Zukunft kann nicht von einer Avantgarde allein bewältigt werden, er muss von der ganzen Gesellschaft getragen werden."

Der Bundespräsident verwies auf die Flutkatastrophe im Ahrtal und an der Erft, die eine ganze Region verwüstet und fast 200 Menschen das Leben gekostet habe. Nicht nur diese Katastrophe in Deutschland, auch die verheerenden Regenfälle in Mitteleuropa, die sengende Hitze und Waldbrände rund um das Mittelmeer hätten gezeigt, dass die Folgen des Klimawandels "auch bei uns in Europa angekommen" seien.

Pandemie und Hochwasser haben uns spüren lassen, wie verletzlich wir sind.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

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Eine Studie hat untersucht, wieviel wahrscheinlicher Flutkatastrophen wie die an Ahr und Erft durch den Klimawandel werden. Was droht uns in der Zukunft?

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von Katja Horneffer

Steinmeier erwartet "starke gemeinsame Beschlüsse"

Deshalb müsse konsequent umgesteuert werden. Allerdings sei die Lücke zwischen Zielen und konkretem Handeln "nach wie vor viel zu groß", so Steinmeier. "Diese Lücke zu schließen, das ist die große Aufgabe jeder denkbaren neuen Regierung, aber das ist auch unser aller Aufgabe."

Von der globalen Konferenz zur Artenvielfalt im chinesischen Kunming erwartet Steinmeier "starke gemeinsame Beschlüsse".

Auch bei der Klimakonferenz in Glasgow brauche es im November einen Durchbruch. Beide Konferenzen seien eine Chance, der Welt zu zeigen, dass die Politik aus der Pandemie gelernt habe.

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