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Bürgerkrieg im Jemen : Vereinte Nationen warnen vor Hungersnot

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Anhaltende Kämpfe zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und Regierungskräften, verschlechtern die Lage für Vertriebene im Jemen dramatisch. Die UN warnen vor einer Hungersnot.

Eine Ärztin hält ein Baby in der vom UNHCR unterstützten Klinik für medizinische Grundversorgung im Stadtteil Al Bassateen in Aden. Die Vereinten Nationen fürchten eine große Hungersnot im Bürgerkriegsland Jemen.
Neben mangelnder medizinischer Grundversorgung droht im Jemen auch Hungersnot.
Quelle: dpa

Im Bürgerkriegsland Jemen droht nach Angaben der Vereinten Nationen einen Hungersnot. Die Lage verschlechtere sich dramatisch, so UN-Jemenbeauftragte Martin Griffiths.

Die seit Wochen anhaltende Offensive der schiitischen Huthi-Rebellen in der ölreichen Provinz Marib bringe schätzungsweise eine Million vertriebene Zivilisten in Gefahr, sagte der UN-Jemenbeauftragte Martin Griffiths im UN-Sicherheitsrat.

Jemen: Bürgerkrieg mit vielen Opfern

Griffiths erklärte, Kämpfer auf beiden Seiten hätten schwere Verluste erlitten. Luftangriffe des mit der jemenitischen Regierung verbündeten Saudi-Arabien auf die Hauptstadt Sanaa seien ebenfalls eine Gefahr für Zivilpersonen.

Darüber hinaus hätten Regierungskräfte eine Offensive gegen Rebellenstellungen in der Provinz Hadschdschah im Westen des Landes eröffnet. Außerdem gebe es Kämpfe in der von Regierungstruppen gehaltenen Provinz Tais im Süden.

Trotz des eindringlichen Appells der UN kommt bei einer Geberkonferenz für den bitterarmen Jemen nur ein Teil der benötigten Hilfen zusammen.

Beitragslänge:
1 min
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Blockade erhöht Preise für Nahrung und Güter

Zusätzlich verschlimmert werde die Lage, weil die Regierung Tanker mit Treibstoff am Einlaufen in den Hafen von Hudeida hindere, der von den Huthis kontrolliert wird, sagte Griffiths. Diese seit Januar anhaltende Blockade habe die Preise für Nahrungsmittel und andere Güter in die Höhe getrieben.

Deshalb fordere ich erneut alle auf, alles zu tun, um die Hungersnot zu stoppen.
Mark Lowcock, UN-Nothilfekoordinator

Krankenhäuser und Wasserwerke seien gefährdet. Angesichts der drohenden Hungersnot müsse ein landesweiter Waffenstillstand geschlossen und der Hafen Hudeida sowie der Flughafen von Sanaa geöffnet werden.

Lowcock: Möglichkeit, Konflikt zu beenden

UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock sagte, momentan bestehe eine Möglichkeit, den Konflikt zu beenden, weil die neue US-Regierung sich zu einer diplomatischen Lösung bekannt habe. Wenn jedoch eine Hungersnot ausbreche, sei diese Möglichkeit dahin.

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