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Zahl der Totgeburten könnte drastisch steigen

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Unicef-Bericht - Zahl der Totgeburten könnte drastisch steigen

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Über 5.000 Babys kommen laut Unicef weltweit täglich als Totgeburt zur Welt. Besonders in ärmeren Ländern droht die Coronavirus-Pandemie die Lage deutlich zu verschlimmern.

Eine schwangere Frau steht in einem Haus in Guinea. Drei Viertel der Totgeburten entfielen im vergangenen Jahr auf Afrika südlich der Sahara und Südasien.
Alle 16 Sekunden wird laut Unicef weltweit ein Baby tot geboren
Quelle: AP

Weltweit verlieren jeden Tag mehr als 5.000 Familien ein Baby durch eine Totgeburt. Das entspricht fast zwei Millionen Babys im Jahr, die tot auf die Welt kommen, oder einer Totgeburt alle 16 Sekunden, wie die Vereinten Nationen berichten.

Grund sei vor allem die schlechte Versorgung der Schwangeren vor und während der Geburt. Von Totgeburt sprechen Experten, wenn ein Baby nach 28 oder mehr Schwangerschaftswochen ohne Lebenszeichen auf die Welt kommt.

Die Corona-Pandemie drohe, die Zahl noch einmal drastisch zu erhöhen.

Arme Länder besonders betroffen

Mehr als 80 Prozent aller Totgeburten ereignen sich den Angaben zufolge in armen Ländern. Die Staaten südlich der Sahara und Südasiens seien besonders betroffen. In Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland sind es sechs Prozent.

In reichen Ländern sind den Angaben zufolge Frauen, die ethnischen Minderheiten angehören, stärker von Totgeburten betroffen als der Rest der Bevölkerung.

Etwa die Hälfte aller totgeborenen Babys sterbe während der Wehen oder der Geburt. Die Direktorin des UN-Kinderhilfswerks Unicef, Henrietta Fore sagte dazu:

Die Mehrzahl der Totgeburten hätte mit guter Überwachung und Versorgung der Schwangeren durch ausgebildete Hebammen verhindert werden können.
Henrietta Fore, Unicef

Sie verlangte höhere Investitionen in die Gesundheitssysteme, um die Zahl der Totgeburten zu verringern. Fore fordert zudem, dass die Ausbildung von Geburtshelferinnen und -helfern verbessert werden müsse.

Zahl der weltweiten Totgeburten könnte wegen Corona weiter steigen

Die Coronavirus-Pandemie drohe die Lage deutlich zu verschlechtern, sagte Unicef-Statistiker Mark Hereward. Unicef fürchtet, dass die Hälfte aller Gesundheitsdienstleistungen wegen der Pandemie ausfällt.

In dem Fall könne das in 117 Ländern innerhalb eines Jahres zusätzlich 200.000 Totgeburten bedeuten. In 13 Ländern mit schlechter Versorgung von Schwangeren könne die Zahl der Totgeburten innerhalb eines Jahres um 20 Prozent steigen.

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