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Tief "Bernd" über Deutschland : Altena: Feuerwehrmann stirbt im Einsatz

Datum:

Starkregengebiete ziehen über Deutschland. Besonders betroffen: der Westen. Beim Einsatz in Altena in NRW stirbt ein Feuerwehrmann.

Durch Starkregen kam es zu einem Erdrutsch am 14.07.2021 in Altena
In Altena (Sauerland) ist es nach Starkregen zu Erdrutschen gekommen.
Quelle: dpa

Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in Altena im Sauerland ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis am Mittwoch. Er sei bei dem tragischen Unfall ertrunken. Der WDR hatte zuvor berichtet.

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Starkregen führte in einigen Regionen Deutschlands zu Ausnahmezuständen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen. Während sich die Lage an manchen Orten am Mittwoch zunächst beruhigte, war vor allem Nordrhein-Westfalen noch schwer betroffen, insbesondere die Landeshauptstadt Düsseldorf und Hagen im Ruhrgebiet.

Der Kreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz hat sogar den Katastrophenfall ausgerufen. "Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind", sagte Landrätin Julia Gieseking (SPD) am Mittwochabend in Daun. Die Schulen im Kreis sollen am Donnerstag geschlossen bleiben.

NRW: "Schwierige Lage"

NRW-Innenminister Herbert Reul sprach von einer "außerordentlich schwierigen Lage" in einigen Regionen des Landes. "Die weitere Entwicklung ist derzeit nicht mit Sicherheit absehbar", sagte der CDU-Politiker. Das Tief "Bernd" soll nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch in den kommenden Tagen teils heftige Niederschläge in einige Regionen Deutschlands bringen.

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Die Stadt Düsseldorf forderte am Mittwoch wegen einer drohenden Überschwemmung die Anwohner im Stadtteil Grafenberg zum Verlassen ihrer Wohnungen auf. Besonders betroffen vom steigenden Hochwasser der Nördlichen Düssel seien etwa 350 Gebäude der Ostparksiedlung, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Es wurde eine Betreuungsstelle für die Anwohner eingerichtet.

Hagen: Altenheim evakuiert

Ein Altenheim mit 76 Bewohnern in Hagen wurde wegen einströmender Wassermassen evakuiert. "Das Seniorenheim ist sehr stark betroffen und unbewohnbar geworden", sagte ein Stadt-Sprecher. Eltern wurden gebeten, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken und auch die Ferienbetreuung an den Grundschulen nicht zu nutzen. Eine verschüttete Person sei leicht verletzt gerettet worden. Mehrere Fahrer seien aus ihren von Wassermassen eingeschlossenen Autos befreit worden. Es gab mindestens 200 Einsatzorte. Einige Ortsteile waren zum Teil nicht mehr zu erreichen. "Die Leute sind verzweifelt", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Hagen.

Ein überflutetes Altenheim am 14.07.2021 in Hagen
Ein Altenheim in Hagen musste evakuiert werden.
Quelle: epa

Auch in anderen Teilen des Bundeslandes wurden Bäche zu reißenden Strömen. Es kam zu Erdrutschen, Straßen wurden überspült, Keller liefen voll, der Bahn- und Straßenverkehr war gestört. Eine Mitarbeiterin eines Seniorenheims in Mettmann nahe Düsseldorf wurde von einem umstürzenden Baum schwer verletzt und wäre beinahe ertrunken. Ein Helfer konnte den Kopf der Frau über Wasser halten, bis Feuerwehrleute die eingeklemmte Frau befreit hatten.

Unwetter in Nordrhein-Westfalen
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Erdrutsche im Sauerland

Die Feuerwehr in Köln meldete 180 unwetterbedingte Einsätze. In Düsseldorf rückte sie zu rund 330 Einsätzen aus. Auch die Tiefgarage des Rheinmetall-Konzerns war betroffen - dort stand das Wasser 40 Zentimeter hoch. Um Kunstwerke im Wert von rund fünf Millionen Euro in einer Galerie zu schützen, waren Feuerwehrleute stundenlang im Einsatz. In Erkrath nahe der Landeshauptstadt mussten etwa 100 Bewohner eine Unterkunft für Geflüchtete verlassen.

An zahlreichen Flüssen in Nordrhein-Westfalen wurden Hochwasser-Warnwerte überschritten. In Altena im Sauerland kämpften Einsatzkräfte gegen Wasser-, Erd- und Geröllmassen, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete. Von den umliegenden Hängen seien an mehreren Stellen größere Wassermengen auf die Stadt herabgestürzt, es sei zu "massiven Abrutschen" gekommen. Bisher habe es keine Verletzten gegeben. Zudem drohte eine Überflutung des historischen Stadtkerns von Kornelimünster in Aachen.

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Ein Vermisster in Sachsen

Im sächsischen Erzgebirgskreis wurde ein 53-Jähriger von einer Sturzflut mitgerissen und bis Mittwochnachmittag immer noch vermisst. Der Mann hatte am Dienstagabend wegen des stark gestiegenen Pegels des Dorfbaches versucht, sein Grundstück vor den Wassermassen zu schützen. Dabei wurde er nach Angaben von Anwohnern mitgerissen. Die Suche gestalte sich wegen des hohen Wasserstandes des Steinbaches und der topographischen Gegebenheiten als schwierig, so die Polizei. Bereits in der Nacht zum Montag soll in Baden-Württemberg ein 81 Jahre alter Mann bei Arbeiten an seinem Haus in den Fluss Jagst gestürzt sein, der nach starken Regenfällen Hochwasser führte. Auch er wurde am Mittwoch weiterhin vermisst.

Laut DWD-Prognosen lassen die Regenfälle am Donnerstag im Westen nach und ziehen vermehrt in den Südwesten und Süden. Allerdings seien die Wassermengen in der Fläche nicht mehr so ausgeprägt, wie sie am Mittwoch im Westen erwartet wurden. Unwetterartige Starkregenfälle könnten aber lokal nicht ausgeschlossen werden, hieß es. Freundlicher sieht es am Donnerstag dagegen im Norden und Osten aus, wo sich laut DWD häufiger die Sonne zeigt.

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