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Unwetter in Deutschland - Überschwemmungen und Hagel im Südwesten

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Hagel, Starkregen und überflutete Straßen - im Südwesten Deutschlands hat es am Montag schwere Gewitter gegeben. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor weiteren Unwettern.

Überflutete Straßen nach Unwetter in Altensteig, Baden-Württemberg
Überflutete Straßen nach Unwetter in Altensteig, Baden-Württemberg
Quelle: dpa

Heftige Gewitter im Südwesten haben am Montagabend viele Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei beschäftigt. Straßen wurden überschwemmt, Keller liefen voll und Bäume stürzten um. Besonders der Kreis Calw in Baden-Württemberg war betroffen. Die Polizei in Pforzheim sprach von überfluteten Straßen, überlaufenden Gullys und Erdrutschen in der Gemeinde Altensteig. Am Fluss Nagold wurde eine Mauer weggerissen. In der Gemeinde Wildberg lagen Bäume auf den Gleisen.

Sturm reißt Dachteile vom Stuttgarter Opernhaus

Heftige Böen deckten Teile des Opernhauses in Stuttgart ab. Das teilte Intendant Viktor Schoner der dpa am Abend mit. Der Sturm habe Teile des Daches abgedeckt. Kupferteile seien auf den Vorplatz gestürzt. Die Seitenbühne stehe unter Wasser. Auch eine Statue sei abgestürzt. Teils regne es über Lampen ins Gebäude. 250 Gäste seien zur Zeit des Unwetters bei einem Liederabend in der Oper gewesen, niemand sei verletzt worden.

Die Deutsche Bahn meldete auf Twitter, dass ein Baum zwischen Stuttgart und Ulm auf dem Gleis liege. Fernverkehrszüge würden zurückgehalten und nach Möglichkeit umgeleitet, es komme zu Haltausfällen. Auch die Gäubahn sei vom Unwetter betroffen. Zwischen Horb und Rottweil sei die Strecke unterbrochen.

Der Starkregen flutete auch die Gemeinde Bösingen im Kreis Rottweil. Aufnahmen im Netz zeigen, wie Autos in den Eis- und Wassermassen versinken.

"Extreme Unwetter" im Schwarzwald

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Abend vor "teils extremem Unwetter" im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb - und vor Hagelkörnern mit einem Durchmesser bis fünf Zentimeter. Von der Schweiz her ziehe ein weiterer Gewitterkomplex Richtung Bodensee und Oberschwaben - mit Großhagel und heftigem Starkregen von 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter.

Die Gewitter dürften sich im Laufe der Nacht ausgehend von Baden-Württemberg und der Pfalz nach Hessen und Franken verlagern, so der DWD.

Unfälle durch Unwetter in Rheinland-Pfalz

Auf Autobahnen in Rheinland-Pfalz gab es während eines Unwetters mehrere Unfälle mit Verletzten. Auf der A3 und der A48 habe es am späten Nachmittag infolge des Starkregens im Bereich der Autobahnpolizei Montabaur sieben Unfälle gegeben, teilte die Polizei mit.

Das Wetter sorgte am Abend auch im Bereich der Bundesstraße 260 Bad Ems-Koblenz für Probleme. Dort wurden Straßenabschnitte überflutet. Die Feuerwehr in Koblenz meldete am Abend Unwetter-Einsätze im gesamten Stadtgebiet.

Die Woche startet feucht und warm mit einem Tiefdruckgebiet. Vor allem im Südwesten kommt es nachmittags zu Starkregen, Sturmböen und Hagel. Das Ganze bei Temperaturen zwischen 25 und 32 Grad.

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Auch Hessen, NRW und Saarland betroffen

Auch über Teile Hessens zogen am Abend Unwetter mit Blitz und Donner und viel Regen hinweg. Betroffen war zunächst insbesondere Südhessen. Bei Lützelbach im Odenwald wurde nach Angaben der Polizei wegen umgestürzter Bäume eine Landesstraße gesperrt. In Michelstadt wurde ein Gullydeckel hochgespült, auf einer Kreisstraße landete Geröll auf der Fahrbahn. In Dieburg schlug ein Blitz in ein Dach ein.

[Der Deutsche Wetterdienst hat für folgende Gebiete eine Unwetterwarnung herausgegeben.]

Kaum Entspannung am Dienstag

Am Dienstag könnte der gewittrige Starkregen auch den Norden Deutschlands erreichen. Am längsten trocken bleibt es weiterhin nordöstlich der Elbe, wo im Tagesverlauf nur einzelne Schauer und Gewitter zu erwarten sind. Im Rest des Landes muss laut DWD auch weiterhin mit Schauern und teils kräftigen Gewittern gerechnet werden, wobei von heftigem Starkregen und von Hagel eine Gefahr ausgehen kann.

Im Westen sickert wieder etwas kühlere Luft ein, so dass dort die Temperaturen auf angenehme 21 bis 26 Grad ansteigen. Im Osten - wo die Gewitter noch auf sich warten lassen - wird es nochmals richtig heiß. Von Berlin bis an die Oder werden Spitzenwerte um 33 Grad erwartet.

Schauerartige Regenfälle und einzelne Gewitter sind auch am Mittwoch zu erwarten. Vor allem im Nordosten könnte Starkregen auftreten.

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