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Wochenende nach Flut-Katastrophe - Neue Unwetter verschonen Hochwassergebiete

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Die Katastrophe nach der Katastrophe ist ausgeblieben: Neue Unwetter am Wochenende haben bisher nicht zu neuen Überflutungen in den Hochwassergebieten geführt.

Bei den Betroffenen in den Hochwasser-Gebieten überwiegt zurzeit die Erleichterung, dass es zu keinen weiteren Unwettern kam. Doch es gibt noch keine endgültige Entwarnung.

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Rund eineinhalb Wochen nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands haben die Menschen in der Region am Wochenende etwas aufatmen können. Neue Unwetter und Überschwemmungen, die befürchtet worden waren, blieben aus. Bei der Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen starben mindestens 179 Menschen, Dutzende werden noch immer vermisst.

Saarland, Süden und Südwesten betroffen

Mit Sorge hatten die Menschen - vor allem in einigen Orten in Rheinland-Pfalz - auf die Wettervorhersagen für das Wochenende geblickt. Heftiger erwischte es an diesem Wochenende das Saarland, den Süden und Südwesten Deutschlands. Dort gewitterte und regnete es kräftig.

In Stuttgart gab es Überschwemmungen in Teilen der Innenstadt, in mehreren Gemeinden im Kreis Heilbronn knickten Bäume um. Im Kreis Ludwigsburg wurden Straßen überschwemmt und Gullydeckel hochgehoben.

Mehr als 170 Menschen sind bei der Flutkatastrophe im Westen gestorben. Die Sorge vor weiteren Unwettern in den betroffenen Regionen wächst. Susanne Gelhard mit einer Einordnung.

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Auch am Sonntag wurden Gewitter erwartet, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. An den Alpen und am Bodensee sollten laut DWD gar mehrere Gewitter nacheinander über einzelne Orte hinwegziehen.

Braun will deutschlandweit Sirenen wieder in Betrieb nehmen

Um bei schweren Unwettern künftig besser vorbereitet zu sein, macht sich die Politik Gedanken über das Warnsystem in Deutschland. "Wir brauchen weniger Zuständige und kürzere Meldewege", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der "Bild am Sonntag". Man müsse klären, wie oft und mit welcher Intensität gewarnt werde:

Einige Apps melden jedes Gewitter - mit der Folge, dass die Menschen abstumpfen und eine große Gefahr gar nicht mehr ernst nehmen.
Helge Braun

Braun schlägt ein dreistufiges Warnsystem aus Apps, dem sogenannten Cell Broadcasting und Sirenen vor: "Apps können vor allgemeinen Gefahren warnen und viele Informationen transportieren", erklärte er. "Bei dringenden Notlagen oder Evakuierungen kann das Cell Broadcasting, das wir als Regierung einführen wollen, alle Handys in einer bestimmten Funkzelle mit einer Nachricht erreichen." Und der Sirenenalarm mache klar, dass unmittelbarer Handlungsbedarf bestehe. Dafür sollte "ganz Deutschland wieder Sirenen in Betrieb nehmen".

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Länder-Innenminister fordern mehr Geld vom Bund

Mehrere Landesinnenminister halten allerdings die Fördermittel für unzureichend. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte der "Welt am Sonntag", das Förderprogramm des Bundes zur Aufstellung von Sirenen müsse "noch deutlich aufgestockt werden".

THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner erklärt zu Warnmöglichkeiten und zu den Kommunikationsproblemen der Hilfskräfte in den Einsatzgebieten: Man benötige zukünftig alles was technisch möglich ist: Sirenen, Mobilfunk und auch bewährte einfache Technik.

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Das sieht auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) so. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte, wenn mehr Geld zur Verfügung stünde, könnten die Kommunen mehr in die Warn-Infrastruktur investieren.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) kündigte an, den Katastrophenschutz grundlegend überprüfen lassen. "Das Ganze kommt auf den Prüfstand", sagte er der "Rhein-Zeitung" in Koblenz.

Helfer dürfen wieder ins Krisengebiet

Unterdessen reißt die Hilfsbereitschaft nicht ab. In den Katastrophengebieten wollen viele Menschen auch selbst in den betroffenen Orten anpacken. Am Samstag waren es so viele, dass die Polizei in Koblenz und der Krisenstab an Helferinnen und Helfer appellierten, sich nicht mehr auf den Weg in die Region zu machen.

Jeder Helfer ist nicht nur erwünscht, sondern wird auch dringend gebraucht.
Begoña Hermann, Leiterin Katastrophenschutzstab
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