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Wieder Unwetter erwartet - Wo wird aktuell vor was gewarnt?

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Es gab viel Kritik an Warn-Apps und Mechanismen nach der Hochwasserkatastrophe vergangene Woche. Nun stehen wieder Unwetter bevor. Wo wird diesmal gewarnt und vor was?

Eine neue Sturm- und Regenfront zieht gerade über den Süden und Westen von Deutschland. In den Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind die Sorgen groß.

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2 min
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Viele Menschen in den stark von der Hochwasserkatastrophe getroffenen Regionen in Deutschland stehen vor dem Nichts: Trümmerhaufen in den Straßen, das Hab und Gut vom Schlamm verschluckt. Doch während die Aufräumarbeiten noch laufen, wächst die Sorge von neuen Unwettern und Starkregen.

Der deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern an den Alpen und im Alpenvorland sowie im Saarland und in Teilen von Rheinland-Pfalz ab dem späten Nachmittag. Starke Gewitter soll es im Süden und Südwesten, hauptsächlich in Baden-Württemberg geben. Es dürfte diesmal nicht ganz so schlimm werden, wie während Tief "Bernd" vergangene Woche: Das kommende Tiefdruckgebiet - genannt "Dirk" - wird schneller über Deutschland hinwegziehen, erklärte ZDF-Wetter-Experte Özden Terli bei ZDFheute live. Auch wenn es wieder länger brauchen wird als "normal" bei einem solchen Wetterphänomen.

Es ist schon ein langsam ziehendes Tief, aber keines was stationär rumliegt und sich quasi gar nicht mehr bewegt.
Özden Terli aus der ZDF-Wetterredaktion

In Westdeutschland droht am Wochenende erneut Starkregen. Welches Wetter kommt auf die Hochwasserregionen zu? Özden Terli aus der ZDF-Wetterredaktion ordnet die Prognose ein.

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Trotzdem: Ab Mittag rechnen die Wetter-Experten mit teils heftigen Gewittern mit 25 bis zu 60 Litern Regen pro Quadratmeter, es kann Hagel geben mit drei bis fünf Zentimeter Korngröße, Sturmböen, eventuell sogar orkanartige Sturmböen.

Wo genau wird vor Unwettern gewarnt?

Um genau zu wissen, wo vor welcher Art Unwetter gewarnt wird, gibt es in Deutschland verschiedene Warn-Apps, um die es nach dem Hochwasser große Diskussion gab. Teilweise hatten Apps zu spät oder gar nicht gewarnt, wobei das nicht an der App selbst lag.

Unsere Recherchen zu den gängigen Warn-Apps können Sie hier nachlesen:

Unwetter- und Katastrophen-Warnapps (NINA, KATWARN, WarnWetter) auf einem Smartphone.
Exklusiv

Landkreis Ahrweiler - Keine NINA-App-Warnung in Katastrophengebiet 

NINA-App blieb stumm: Nach ZDFheute-Informationen gab sie ausgerechnet im besonders betroffenen Landkreis Ahrweiler keine einzige Warnung aus.

von Oliver Klein, Julia Klaus, Nils Metzger

Aktuell gibt es Wetter-Warnungen vor allem wieder im Westen Deutschlands:

Unwetterlage im Ahrtal:

Die Katwarn-App gibt aktuell Warnungen für die Region Ahrtal heraus. Besonders gefährdet sind unter anderem die Ortschaften Schuld, Müsch, Dümpelfeld und Insul. Außerdem auch das Gebiet um Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz erklärt in der Warnung, es bestehe keine akute Hochwassergefahr durch die erwarteten Niederschläge. Das Problem sei aber, dass in den Gebieten Teile der Kanalisation zerstört oder verstopft sind.

Dadurch kann es örtlich zu einem erneuten Einlaufen von Wasser in Keller kommen.
Meldung des Lagezentrums, Innenministerium RLP

Die Polizei Koblenz bittet freiwillige Helferinnen und Helfer, nicht mehr ins Katastrophengebiet im Ahrtal zu kommen. Die vielen Hilfsbereiten überlasteten die Zufahrtsstraßen massiv, erklärten Polizei und Krisenstab am Samstag. Große Baumaschinen, die zum Beispiel zum Wiederaufbau der Trinkwasserversorgung benötigt werden, können ihren Einsatzort nicht erreichen und stehen im Stau.

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Überflutung in Erftstadt

Auch um die stark vom Hochwasser getroffene Stadt Erftstadt gibt es eine Warnung. In der Ortslage Blessem sind durch Überflutungen große Mengen Erdreich weggespült worden. Im Bereich der Abbruchkante besteht akute Einsturzgefahr!

Am Wochenende wird erneut Starkregen in Flutgebieten erwartet. ZDF-Reporterin Marion Geiger erzählt vor Ort, wie Menschen in Ahrweiler auf die Unwettergefahr reagieren.

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Unwetterwarnung in Baden-Württemberg

Auch in weiten Teilen von Baden-Württemberg wird von heftigem Starkregen mit Niederschlagsmengen bis zu 40 Litern pro Quadratmeter gewarnt. Überflutungen von Kellern und örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich. Betroffen ist die Region zwischen Singen, Kempten, Konstanz und Ulm.

Warnungen auch vor verunreinigtem Trinkwasser

In einigen Regionen wird nach der Regenflut vor verunreinigtem Trinkwasser gewarnt. "Extreme Gefahr" bestehe aktuell im Bereich des Wasserversorgungsverbandes Euskirchen-Swisttal. Dort soll Leitungswasser nur abgekocht getrunken werden.

Auch im Gemeindegebiet der Stadt Selbitz in Oberfranken wird aufgrund einer Verunreinigung der Tiefbrunnen mit Kolibakterien durch die zurückliegende Hochwasserlage, ein Abkochgebot für das Trinkwasser erteilt. 

Eine ähnliche Warnung hat das Gesundheitsamt des Landkreises Ahrweiler herausgegeben: in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie den Verbandsgemeinde Altenahr und Adenau gilt eine dringende Abkochempfehlung für das Wasser aus den Wasserversorgungsnetzen. Wer keine Möglichkeit zum Abkochen hat, soll sich an die zentralen Trinkwasserstellen wenden.

Erneut Starkregen erwartet - Unwettergefahr: Was bringt das Wochenende? 

Brücken werden abgerissen, Trümmer weggeräumt: Der Landkreis Ahrweiler rüstet sich gegen erneut drohende Unwetter. ZDF-Reporterin Marion Geiger berichtet von der Lage vor Ort.

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33 min

Welche Infos gibt es noch, um sich vorzubereiten?

Neben den Warnungen aus Ministerien, Gemeinden oder dem Deutschen Wetterdienst gibt es auch noch Daten des länderübergreifenden Hochwasserportals, das die Pegelstände von Flüssen dokumentiert. Aktuell gibt es dort nur im Ort Zerkall an der Rur in Nordrhein-Westfahlen einen "Pegelstand mit Informationswert 2". Dort liegt der Pegel etwa 16 Zentimeter über dem Richtwert eines Mittleren Hochwassers.

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