Sie sind hier:

Nach verlorener US-Wahl - Wie es mit Trump weitergehen könnte

Datum:

Als Präsident der USA dürfte Donald Trump bald Geschichte sein. Aber in der Versenkung verschwinden wird er wohl nicht. Seine Gegner sähen ihn am liebsten vor Gericht.

US-Präsident Donald Trump beim Besteigen der Air Force One.
Muss aus dem Weißen Haus ausziehen: Donald Trump
Quelle: reuters

Zwar wehrt sich Trump noch dagegen, seine Niederlage gegen Biden anzuerkennen. Aller Voraussicht nach wird er am 20. Januar aber das Weiße Haus verlassen müssen. Was geschieht danach mit Trump?

Könnte Trump nochmal antreten?

Absehbar ist, dass Trump - der immer betont hat, dass er kein Berufspolitiker ist - vielleicht aus Washington, nicht aber in der Versenkung verschwinden wird. Die "New York Times" schrieb:

Trump wird mit ziemlicher Sicherheit eine mächtige und störende Kraft im amerikanischen Leben bleiben.

Der polternde Präsident hat bei der US-Wahl mehr als 70 Millionen Stimmen bekommen, fast jeder zweite Wähler hätte ihm eine zweite Amtszeit gewünscht. Rechtlich spräche nichts dagegen, sollte er 2024 wieder antreten wollen.

Wird auf Twitter Ruhe einkehren?

Unwahrscheinlich. Trump dürfte weiter über seinen Twitter-Account mit mehr als 88 Millionen Abonnenten Aufmerksamkeit bekommen. Nach vier Jahren Dauerfeuer auf @realdonaldtrump ist absehbar, dass Trump das Weltgeschehen auch künftig per Tweets kommentieren wird. Der Account ist sein privater.

US-Präsident Trump erkennt den Wahlsieg seines Kontrahenten noch nicht an. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen berichtet, wie die ersten Verbündeten von Trump abrücken.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Wie sieht es mit Trumps Straftaten aus?

Juristisch könnte es für Trump nach seinem erzwungenen Auszug aus dem Weißen Haus ungemütlich werden. Die "Washington Post" machte sich in Erwartung von Trumps Niederlage schon vor der Wahl die Mühe, "ein Strafregister für einen früheren Präsidenten" zusammenzustellen.

Die Zeitung führte als mögliche Anklagepunkte unter anderem Verstöße gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung, Bestechlichkeit und Justizbehinderung an. Letzteres zielt vor allem auf die Russland-Untersuchungen von FBI-Sonderermittler Robert Mueller ab.

Mueller fand zwar keine Beweise für Geheimabsprachen mit Russland vor der Wahl 2016. Vom Vorwurf der Justizbehinderung entlastete er Trump aber ausdrücklich nicht. Er machte deutlich, dass zwar während einer Amtszeit nicht Anklage erhoben werden könne - dass aber "ein Präsident keine Immunität hat, nachdem er aus dem Amt ausscheidet".

Könnte Trump sich selbst begnadigen?

Trump nannte die Russland-Untersuchungen eine "Hexenjagd". Ähnlich dürfte er reagieren, sollte er nach seinem Auszug aus dem Weißen Haus juristisch verfolgt werden. Während der Mueller-Ermittlungen schrieb Trump im Juni 2018 auf Twitter: "Wie von zahlreichen Rechtsgelehrten festgestellt wurde, habe ich das absolute Recht, mich selbst zu begnadigen, aber warum sollte ich das tun, wenn ich nichts falsch gemacht habe?"

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Ob Trump das tatsächlich darf, ist umstritten - sollte er einen solchen Schritt in seinen letzten Wochen im Amt unternehmen, wäre es ein Novum in der Geschichte der USA.

Wenn Trump damit durchkäme, hätte eine Selbstbegnadigung einen Haken: Sie würde nur für Vergehen auf Bundesebene gelten. Keinen Einfluss hätte sie etwa auf das Verfahren bei der Staatsanwaltschaft in Manhattan, bei dem es unter anderem um Trumps Finanzen geht.

Wie wird Trump sein Geld verdienen?

Beruflich könnte Trump zu seinen Wurzeln zurückkehren: Er könnte wieder eine Fernsehshow bekommen, als Reality-TV-Star war er früher außerordentlich erfolgreich. Spekuliert wurde immer wieder auch darüber, dass Trump nach seinem politischen Engagement einen eigenen Sender betreiben könnte.

Vor allem könnte er wieder die Führung der Trump-Organisation übernehmen, die vor allem im Immobilienbereich aktiv ist und unter anderem Hotels und Golfplätze betreibt.

Niederlage bei US-Wahl -
Trumps Abgang - huldvoll oder schmutzig?
 

Donald Trump hat verloren - knapp verloren. Die Wahlniederlage will er jedoch immer noch nicht anerkennen. Gelingt es noch, ihn von einem sauberen Übergang zu überzeugen?

Videolänge
1 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.