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Nach Tod eines Afroamerikaners - Ex-Polizistin drohen bis zu zehn Jahre Haft

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Nach der Tötung eines Afroamerikaners bei einem Polizeieinsatz in den USA wurde die verantwortliche Ex-Polizistin wegen Totschlags angeklagt. Ihr drohen bis zu zehn Jahre Haft.

In Minnesota ist es zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt gekommen. Am Sonntag hatte eine Polizistin einen Schwarzen bei einer Verkehrskontrolle erschossen.

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Nach dem tödlichen Schuss auf einen jungen Afroamerikaner nahe der US-Stadt Minneapolis ist die verantwortliche Ex-Polizistin vorübergehend festgenommen worden.

Wenig später kam die 48-jährige Kim Potter gegen Zahlung einer Kaution von 100.000 Dollar (83.000 Euro) wieder auf freien Fuß, wie die Behörden des Bundesstaates Minnesota mitteilten.

Polizistin drohen bis zu zehn Jahre Haft

Ihr wird "Totschlag zweiten Grades" zur Last gelegt. Das entspricht in Deutschland in etwa der fahrlässigen Tötung und kann mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden. Am Donnerstag wird sie laut Medienberichten in einer Voranhörung einem Richter vorgeführt.

Bis zu einem Prozess können sich die Anklagepunkte gegen Potter, die nach dem tödlichen Schuss auf den 20-jährigen Daunte Wright den Polizeidienst quittiert hat, aber noch ändern.

Bei einer Polizeikontrolle im US-Bundestaat Minnesota wurde ein Afro-Amerikaner erschossen. Nach dem Tod des 20-Jährigen versammelten sich hunderte Demonstranten auf der Straße.

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Tödliche Schüsse bei Verkehrskontrolle

Die Polizistin hatte Wright am Sonntag in Brooklyn Center offenbar versehentlich erschossen, als der Afroamerikaner sich nach einer Verkehrskontrolle gegen seine Festnahme wehrte. Potter wollte nach Polizeiangaben eine Elektroschockpistole auf Wright abfeuern - griff aber irrtümlicherweise nach ihrer Dienstwaffe.

Vor dem Schuss rief die Beamtin mit 26 Jahren Berufungserfahrung "Taser, Taser, Taser", wie auf Aufnahmen ihrer Körperkamera zu hören ist.

Vernachlässigung polizeilicher Pflichten?

Die Staatsanwaltschaft will in dem Verfahren nachweisen, dass Potter "ihre Verantwortung zum Schutz der Öffentlichkeit vernachlässigt hat, als sie ihre Dienstwaffe statt ihres Tasers benutzte", wie es in einer Mitteilung hieß. Der Anwalt der Familie, Ben Crump, sagte:

Das war kein Unfall. Das war eine absichtliche, vorsätzliche und ungesetzliche Gewaltanwendung.
Ben Crump

Wrights Tod löste in Brooklyn Center Proteste gegen Polizeigewalt aus. Dabei kam es drei Nächte in Folge auch zu Ausschreitungen, bei denen dutzende Menschen festgenommen wurden.

Ein Experte hat im Prozess um den Tod von George Floyd ausgesagt, die Todesursache sei Sauerstoffmangel gewesen. Ein Polizist hatte minutenlang auf dessen Hals gekniet.

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In der Nähe starb George Floyd

Brooklyn Center liegt nördlich von Minneapolis, wo vor knapp einem Jahr der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden war. Derzeit wird dem Ex-Polizisten Derek Chauvin der Prozess gemacht.

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