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USA: Verzweifelter Kampf gegen Brände

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Kalifornien, Oregon, Washington - USA: Verzweifelter Kampf gegen Brände

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Hunderttausende müssen ihre Häuser verlassen, viele Menschen werden noch vermisst: In Kalifornien, Oregon und Washington kämpft die Feuerwehr verzweifelt gegen große Waldbrände.

Bei den andauernden Waldbränden in Kalifornien und Oregon sind bislang mindestens 19 Menschen gestorben. Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

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Bei großen Bränden an der US-Westküste sind nach Angaben der Behörde Cal Fire mindestens 19 Menschen gestorben, mehr als 500.000 Bewohner betroffener Gebiete mussten ihre Häuser verlassen. Die wirkliche Zahl der Opfer sowie das Ausmaß der Schäden blieben am Freitag buchstäblich in Rauch gehüllt, viele Ortschaften in den Bundesstaaten Kalifornien, Oregon und Washington waren durch gigantische Feuerwände von der Außenwelt abgeschnitten.

Dutzende Menschen würden in den Brandgebieten vermisst. Es würden viele Todesopfer befürchtet, sagte Andrew Phelps von der Behörde für Katastrophenschutz.

Begünstigt wurden die Flammen durch starke Winde und eine Hitzewelle. Etwas Hoffnung bietet eine heranziehende Wetterfront mit kühleren Temperaturen.

500.000 Menschen müssen in Oregon wegen Bränden ihre Häuser verlassen

Allein in der Region von Butte im Norden von Kalifornien wurden seit Beginn der Woche zehn Todesopfer entdeckt. Insgesamt starben in den Bränden entlang der Westküste nach Angaben der Behörden mindestens 16 Menschen. Unter ihnen war ein einjähriger Junge, dessen Eltern mit ihm auf der Flucht vor einem gigantischen Feuer östlich von Seattle waren. Seine Eltern erlitten schwere Verbrennungen. Die Behörden warnten, dass weitere Todesopfer zu befürchten seien.

In Oregon mussten auf Anweisung der Behörden eine halbe Million Menschen ihre Häuser verlassen und sich so vor den Feuern in Sicherheit bringen. Im Kampf gegen die Flammen gehe es nun" vor allem darum, Menschenleben zu retten", erklärte die Feuerwehr des Bundesstaates. Allein in Oregon brennt es derzeit auf mehr als 3.600 Quadratkilometern, einer Fläche von der Größe Mallorcas. Bereits fünf Städte wurden weitgehend zerstört.

Blick mit einer Drone auf einen komplett verbrannten Teil des Ortes Medford in Oregon
Ein Teil des Ortes Medford in Oregon wurde durch die Feuer komplett verbrannt.
Quelle: Reuters

Oregon: Noch nie so viele unkontrollierte Brände

Nach Angaben von Gouverneurin Kate Brown ging innerhalb von 72 Stunden zweimal so viel Land in Flammen auf wie durchschnittlich innerhalb eines Jahres.

Wir haben noch nie so viele unkontrollierte Brände in unserem Bundesstaat erlebt.
Kate Brown, Gouverneurin von Oregon

Bewohner verlassen nur ungern ihre Häuser

In der Stadt Molalla ging die Polizei von Tür zu Tür, um sicher zu gehen, dass die Bewohner ihre Häuser verließen. "Es ist furchtbar, das ist mein Zuhause", sagte Denise Pentz, die seit elf Jahren in der Stadt wohnt, während sie die Sachen ihrer Familie in einen Wohnwagen lud. "Es ist eine Sache, wenn man aus seinem Haus auszieht. Es ist etwas ganz anderes, wenn man gesagt bekommt, dass man es verlassen muss." Aber wichtiger seien letztlich ihre Babys, ihr Mann und die Haustiere - "und dass alle meine Nachbarn sicher rausgekommen sind".

In Kalifornien wiederum verbrannten bis Freitagmorgen mehr als zehntausend Quadratkilometer Land. Am Donnerstag hatten sich mehrere Brände zum größten Wald- und Buschfeuer zusammengeschlossen, das der Bundesstaat jemals gesehen hat. Hohe Temperaturen und trockener Wind fachen den Brand an, der auf einer Fläche von fast 2.000 Quadratkilometern wütete.

Wetter macht es für Feuerwehrleute etwas einfacher

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom machte den betroffenen Menschen sowie den 20.000 im Einsatz befindlichen Feuerwehrkräften an der Westküste Hoffnung, da das Wetter "zu kooperieren" beginne. Vorausgesagt werden nachlassender Wind sowie etwas Regen in den kommenden Tagen.

Kalifornien, Oregon und Washington kämpfen seit dem vergangenen Wochenende mit den sich schnell ausbreitenden Waldbränden, die von einer beispiellosen Hitzewelle und trockenen Winden verstärkt werden.

Gouverneur macht Klimakrise für Brände verantwortlich

Wir befinden uns in einer Klimakrise.
Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien

Das erklärte der kalifornische Gouverneur Newsom am Freitag bei einem Ortsbesuch in den ausgebrannten Wäldern nahe der Ortschaft Oroville. Viele Wissenschaftler hätten diese Entwicklung schon vor Jahren vorausgesagt. Der Demokrat forderte zum verstärkten Kampf gegen den Klimawandel auf.

Busch- und Waldbrände haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen, wofür Experten die Erderwärmung mitverantwortlich machen. Beim bisher folgenschwersten Waldbrand der kalifornischen Geschichte waren im November 2018 in Norden des Bundesstaats 86 Menschen ums Leben gekommen.

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