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Prozess in den USA - Schütze von Kenosha freigesprochen

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Im Prozess wegen der Tötung von zwei Menschen in der US-Stadt Kenosha ist der Angeklagte Kyle R. freigesprochen worden. Der Prozess hatte in den USA viel Aufmerksamkeit bekommen.

In den USA ist ein 18-jähriger, der bei Anti-Rassismus-Protesten in Kenosha zwei Menschen erschossen hatte, freigesprochen worden. Es sei Notwehr gewesen, urteilte die Jury.

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Im Prozess wegen der Tötung von zwei Menschen bei Anti-Rassismus-Protesten in der Stadt Kenosha im US-Staat Wisconsin ist der 18-jährige Angeklagte Kyle R. in allen fünf Anklagepunkten freigesprochen worden. Die Geschworenen verkündeten nach fast dreieinhalb Tagen Beratung am Freitag ihre Entscheidung.

Angeklagter berief sich auf Notwehr

Im Falle einer Verurteilung hätte dem Angeklagten Kyle R. eine lebenslange Haftstrafe gedroht. Er war angeklagt, mit einem Sturmgewehr bei den Protesten im Sommer 2020 zwei Männer getötet und einen weiteren verletzt zu haben.

Der Angeklagte hatte die Schüsse nie bestritten, beteuerte aber, er habe bei den Protesten in Notwehr gehandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe das Blutvergießen herbeigeführt. Die zwei getöteten Männer waren weiß wie R. selbst.

Verteidigung wollte Prozess für ungültig erklären lassen

Noch während die Geschworenen berieten, hatte die Verteidigung beantragt, dass der Prozess für gescheitert erklärt wird. In einem von zwei Anträgen wird der Richter aufgefordert, der Staatsanwaltschaft zu verbieten, einen neuen Prozess gegen R. einzuleiten. Die Staatsanwaltschaft sprach sich dagegen aus, dass das Verfahren für ungültig erklärt wird.

Ein Demonstrant stellt sich bei Protesten gegen Polizeigewalt in Kenosha vor ein gepanzertes Fahrzeug der Einsatzkräfte. Die Proteste in Kenosha gegen Polizeigewalt nehmen kein Ende.

Zwei Demonstranten getötet - Kenosha: 17-Jähriger unter Mordverdacht 

Er gehört möglicherweise einer weißen Bürgerwehr an und soll bei den Anti-Rassismus-Protesten zwei Menschen getötet haben: In Kenosha steht ein 17-Jähriger unter Mordverdacht.

Die Verteidigung argumentierte in ihren Anträgen, dass sie ein potenziell ausschlaggebendes Video in schlechter Qualität bekommen habe. Zudem seien R. von der Staatsanwaltschaft im Kreuzverhör unangemessene Fragen gestellt worden.

Der Staatsanwalt James Kraus erwiderte, dass der Staat der Verteidigung nicht absichtlich ein Video in schlechterer Qualität gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass in dem Video zu sehen sei, wie R. kurz vor der Schießerei mit seiner Schusswaffe auf Demonstranten zielt.

Proteste in Kenosha nach tödlichem Polizeieinsatz 2020

In Kenosha waren im Sommer 2020 schwere Proteste ausgebrochen, nachdem dem Afroamerikaner Jacob Blake bei einem Polizeieinsatz von einem weißen Polizisten mehrfach in den Rücken geschossen worden war.

Der Fall ereignete sich in einem aufgeheizten politischen Klima, denn nur etwa drei Monate vorher war in Minneapolis der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden.

Der Prozess gegen R. löste in den USA eine Debatte über das Recht auf Selbstverteidigung und das Recht, eine Waffe zu tragen aus.

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