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Lahmgelegte Pipeline in USA : Sprit-Hamstern nach Hackerattacke

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Nach einer Cyberattacke nimmt die in den USA lahmgelegte Pipeline schrittweise wieder den Betrieb auf. Tausende Tankstellen sind aber noch ohne Benzin.

Nach dem Hackerangriff auf eine US-Pipeline hat sich die Lage an Tankstellen des Landes verschärft. Im Osten der USA kam es zu Panikkäufen. Tausende Stationen hatten kein Benzin mehr, an noch funktionierenden Zapfsäulen bildeten sich lange Schlangen. Behörden warnten Autofahrer, Benzin in Mülltüten zu füllen, nachdem entsprechende Bilder auf Online-Plattformen zirkulierten.

Trojaner hatte Röhre lahmgelegt

Der Pipeline-Betreiber war vergangene Woche Ziel eines Angriffs mit einem Erpressungstrojaner geworden. Die vom Volumen her größte Pipeline der USA, die von Houston im Bundesstaat Texas bis in den Großraum New York führt, wurde deswegen vorübergehend stillgelegt.

Der Betrieb der Colonial Pipeline wurde am Mittwoch wieder aufgenommen. Der Betreiber warnte jedoch, es werde "mehrere Tage" dauern, bis die Kraftstoffversorgung wieder normal sei.

 Trinkwasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.

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Hacker haben im US-Bundesstaat Florida kurzzeitig die Kontrolle über die Trinkwasseraufbereitung eines Wasserwerkes übernommen. Die Öffentlichkeit sei aber nicht in Gefahr gewesen.

Warnung vor Hamsterkäufen

Verkehrsminister Pete Buttigieg sagte angesichts der Hamsterkäufe, Treibstoff dürfe nur direkt in den Tank oder in zugelassene Behälter gefüllt werden. "Jetzt ist der Moment, vorsichtig und vernünftig zu sein."

Die Verbraucherschutzbehörde CPSC warnte vor potenziell "tödlichen Konsequenzen": "Füllen Sie keine Plastiktüten mit Benzin. Wir wissen, das klingt einfach, aber wenn Menschen verzweifelt sind, denken sie nicht mehr klar." Buttigieg rief die Bevölkerung grundsätzlich zur Ruhe auf. Die Regierung verstehe zwar die Sorgen der Menschen. "Aber Hamstern macht es nicht besser."

Versorgungsengpässe an der Ostküste

Der Osten der USA kämpft nach der Attacke mit Versorgungsengpässen. In einigen Gebieten ging nach Angaben der spezialisierten Website GasBuddy in 70 Prozent der Tankstellen das Benzin aus.

Die Benzinpreise sind auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2014 angestiegen. Rund ein Dutzend Bundesstaaten hat den Notstand ausgerufen - was viele Autofahrer aber erst recht zu Hamsterkäufen zu veranlassen scheint.

Hintergrund der Cyberattacke unklar

Als Reaktion auf die jüngsten Cyberangriffe will die US-Regierung den Schutz vor Hackern verbessern. US-Präsident Joe Biden unterzeichnete eine entsprechende Verfügung, wie das Weiße Haus mitteilte. Damit sollten unter anderem IT-Dienstleister verpflichtet werden, Informationen über ein Eindringen in ihre Netzwerke mit den Behörden zu teilen. Standards für stärkere Cyber-Schutzmaßnahmen in der Bundesregierung sollten modernisiert werden.

Auch bei der Entwicklung von Software für die Bundesregierung sollen künftig höhere Sicherheitsmaßstäbe gelten, wie das Weiße Haus weiter mitteilte.

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