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Mann bei Anti-Rassismus-Demo erschossen

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US-Staat Kentucky - Mann bei Anti-Rassismus-Demo erschossen

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Bei einer Mahnwache für die getötete Breonna Taylor ist ein Mann getötet worden. Unterdessen zeigen die Proteste erste Wirkungen - unter anderem an der Elite-Uni Princeton.

Menschen mit Mundschutz stehen in einer Reihe und beten während einer Mahnwache für die getötete Breonna Taylor und protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt.
Mit der Mahnwache für Breonna Taylor wollten die Demonstranten ein Zeichen gegen Rassismus setzen.
Quelle: Bryan Woolston/Reuters

Bei einer Mahnwache für die von der Polizei getötete Afroamerikanerin Breonna Taylor im US-Bundesstaat Kentucky ist ein Mann erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstagabend im Jefferson Square Park im Zentrum der Stadt Louisville.

Menschen hätten noch versucht, erste Hilfe bei dem angeschossenen Mann zu leisten, der jedoch noch am Tatort verstorben sei. Kurz darauf sei ein weiterer Mensch in unmittelbarer Nähe angeschossen worden. Wie viele Schützen es gab, war unklar. Auch zu den Opfern machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Seit Wochen Anti-Rassismus-Demos in Louisville

Der Bürgermeister von Louisville, Greg Fischer, erklärte seine "tiefe Trauer angesichts der Gewalt". Im Vorfeld der Anti-Rassismus-Kundgebung hatte Fischer rechte Gegendemonstranten aufgefordert, sich von dem Protest im Jefferson Square Park fernzuhalten.

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Zuvor hatte die Lokalzeitung "Louisville Courier Journal" berichtet, dass "bewaffnete Patrioten-Gruppen" vorhätten, den Anti-Rassismus-Demonstranten entgegenzutreten.

In Louisville gibt es bereits seit Wochen Demonstrationen wegen des Todes der Afroamerikanerin Breonna Taylor bei einem Polizeieinsatz in ihrer eigenen Wohnung in Louisville vor drei Monaten.

Zusätzlich befeuert wurden die Proteste durch den Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai, der landesweit Massenproteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst hat.

Opfer von Polizeigewalt in den USA. Man sieht vier Menschen in Schwarz-Weiß Fotos.

Polizeigewalt in den USA -
George Floyd ist kein Einzelfall
 

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd wühlt die USA auf. Doch er ist kein Einzelfall. Polizeigewalt hat in dem Land eine lange Geschichte, wie unsere interaktive Story zeigt.

Princeton benennt Institut um

Infolge der Debatte um Rassismus in den USA hat sich die Elite-Universität Princeton entschieden, das Institut für Politikwissenschaft umzubenennen. Es trug den Namen des 28. US-Präsidenten Woodrow Wilson (1913 - 1921). Künftig soll das Institut "The Princeton School of Public and International Affairs" heißen.

Wilson sei aufgrund seiner "rassistischen Politik und seiner rassistischen Einstellungen" ein "unangemessener" Namensgeber für ein Institut, dessen Lehrende, Studierende und Ehemalige sich entschlossen dem Kampf gegen den Rassismus widmen sollten, erklärte die Universität am Samstag.

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Auf Wilsons Initiative geht die Gründung des Völkerbunds, des Vorgängers der Vereinten Nationen, zurück, im Ausland steht er zudem für das Ende des Isolationismus der USA.

Innenpolitisch unterstützte er die Rassentrennung in den Südstaaten und ließ es zu, dass in den Ministerien in Washington schwarze und weiße Mitarbeiter getrennt wurden.

Wilson habe nach Jahrzehnten der Rassenintegration für die erneute Rassentrennung im öffentlichen Dienst gesorgt und damit "Amerika in seinem Streben nach Gerechtigkeit" wieder zurückgeworfen, erklärte Princeton-Präsident Christopher Eisgruber.

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