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Waffengewalt in Schule - USA: Ein Toter bei Schüssen an High School

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In einer Schule in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee hat ein Schüler nach Behördenangaben auf Polizeikräfte geschossen. Der mutmaßliche Schütze wurde von den Beamten getötet.

Polizeikräfte vor einem Schild mit der Aufschrift "Austin-East Magnet High School".
Die genauen Hintergründe der Tat bleiben weiter unklar, die Ermittlungen zum Fall dauern an.
Quelle: AP

In einer Schule in Knoxville im US-Bundesstaat Tennessee ist am Montag (Ortszeit) ein Schüler durch eine Polizeikugel ums Leben gekommen. Das Kriminalamt von Tennessee (TBI) teilte am Montagabend (Ortszeit) mit, Polizisten seien wegen Berichten über eine möglicherweise bewaffnete Person in einer Toilettenanlage an die Austin-East High School gerufen worden.

Als die Sicherheitskräfte die Anlage betreten hätten, habe der Verdächte Schüsse abgegeben und einen Polizisten angeschossen. Einer der Polizisten habe das Feuer erwidert und den Schüler tödlich getroffen.

Verwundeter Polizist im Krankenhaus

Der verwundete Polizeibeamte musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. "Ich habe ihm dafür gedankt, dass er sein Leben aufs Spiel gesetzt hat, um Schüler und Mitarbeiter der Schule zu schützen," sagte die Bürgermeisterin des Ortes, Indya Kincannon, dem Nachrichtensender CBS News.

"Der Verdächtige wurde am Tatort für tot erklärt und als Schüler der Austin-East Schule identifiziert", erklärte der Direktor der Untersuchungskommission, David Rausch, am Abend auf einer Pressekonferenz. In ersten Polizeimeldungen hatte es geheißen, es lägen Angaben über mehrere Schussopfer vor.

Mehrere Zwischenfälle mit Schusswaffen

Das TBI teilte mit, die Untersuchung des Vorfalls dauere an. Seit Mitte März kam es in den USA zu mehrerer schweren Zwischenfällen mit Waffengewalt. Im Großraum Atlanta wurden acht Menschen in Massagesalons getötet. In Boulder im Bundesstaat Colorado starben zehn Menschen bei Schüssen in einem Supermarkt.

In Orange in Kalifornien kamen in einem Bürogebäude vier Menschen ums Leben, darunter ein Neunjähriger. In einer Fabrik in Texas erschoss vergangene Woche ein Mitarbeiter einen Mann und verletzte sechs weitere, bevor er festgenommen wurde.

Präsident Biden will schärfere Waffengesetze

US-Präsident Joe Biden hatte die Schusswaffengewalt in den Vereinigten Staaten erst in der vergangenen Woche als "Seuche" und "Schandfleck" für das Land bezeichnet. Er stellte mehrere Verordnungen zur Eindämmung der Schusswaffengewalt vor.

So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von den Nutzern selbst zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. Neue Vorgaben sollen auch für aufgerüstete Pistolen gelten.

Ausufernde Waffengewalt in USA - Schusswaffen: Biden will schärfere Regeln 

Es sei ein "Schandfleck": US-Präsident Biden stellt Maßnahmen gegen die ausufernde Schusswaffengewalt vor. Für eine grundlegende Verschärfung braucht er allerdings den Kongress.

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