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Weitere US-Städte verhängen Ausgangssperren

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Gewaltsame Proteste - Weitere US-Städte verhängen Ausgangssperren

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Städte in verschiedenen Staaten haben aufgrund gewaltsamer Proteste Ausgangssperren verhängt. Amnesty International verurteilt derweil das Vorgehen der Polizei.

Nach dem Tod des Afroamerikaners Floyd bricht sich die Wut über die Polizeigewalt und den Rassismus in den USA Bahn – landesweit inzwischen in mehr als 30 Städten. Es kommt zu zahlreichen Plünderungen und Vandalismus. Die Polizei geht hart dagegen vor.

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Nach dem Tod des Schwarzen Amerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz haben sich die Proteste in den USA auf das ganze Land ausgeweitet. Nach Ausschreitungen mit brennenden Polizeiautos und Barrikaden verhängten zahlreiche Städte in der Nacht zum Sonntag Ausgangssperren. Die Demonstranten ignorierten Warnungen von Präsident Donald Trump, er werde die gewalttätigen Proteste "kalt" stoppen.

In Minneapolis, wo der unbewaffnete Floyd gestorben war, kam es die fünfte Nacht in Folge zu schweren Ausschreitungen. Polizisten in Schutzausrüstung gingen mit Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten vor. US-Medien meldeten zahlreiche Festnahmen.

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13.000 Nationalgardisten in Minnesota

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte derweil das Vorgehen der Polizei als unverhältnismäßig. Jede unnötige und exzessive Gewalt durch die Sicherheitskräfte müsse sofort aufhören und das Recht auf friedlichen Protest von den Behörden geschützt werden, erklärte die Nationale Forschungsdirektorin Rachel Ward.

Der Gouverneur von Minnesota, wo Minneapolis liegt, Tim Walz, verkündete die Mobilisierung der gesamten 13.000 Mitglieder starken Nationalgarde, um gegen Randalierer vorzugehen. Auch Einheiten der Militärpolizei wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Einwohner berichteten, die Gewalt gehe überwiegend von Menschen aus, die nicht aus der Stadt stammten. Vor Beginn der neuen Gewalt am Samstagabend hatten sich zahlreiche Menschen noch friedlich in Minneapolis versammelt und bei den Aufräumarbeiten verwüsteter Straßen und Geschäfte geholfen.

"Ich war niemals davon überzeugt, dass es jetzt vorbei wäre", sagt die schwarze ehemalige Kongressabgeordnete Donna Fern Edwards. Rassismus und Vorurteile begleiteten nach wie vor den Alltag selbst privilegierter Afroamerikaner.

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Unruhen auch in Washington, New York - und Europa

Auch in anderen US-Großstädten kam es zu gewaltsamen Szenen. Zehntausende Menschen gingen von Seattle bis New York auf die Straßen. In New York, Atlanta und vor dem Weißen Haus in Washington brannten Autos. In Los Angeles ging die Polizei mit Gummigeschossen und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor, die einen Streifenwagen in Brand gesetzt hatten.

In zwei Dutzend Städten wurden Ausgangssperren verhängt, darunter Los Angeles, Chicago und Atlanta. Mindestens acht Bundesstaaten forderten Unterstützung durch die Nationalgarde an.

Selbst im kanadischen Toronto gab es Proteste, die aber friedlich blieben. Auch in Europa gingen Menschen aus Protest gegen Rassismus am Wochenende auf die Straße, etwa in London und Berlin.

Die Proteste haben jetzt auch Washington erreicht. Vor dem Weißen Haus rufen sie nach Gerechtigkeit und Gleichbehandlung aller Menschen.

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Wer stachelt die Gewalt an?

Regierungsvertreter machten linksradikale Gruppen für die Ausschreitungen verantwortlich. "Die Gewalt und der Vandalismus werden von der Antifa und anderen gewaltsamen Gruppen des linken Flügels angeführt", sagte US-Präsident Donald Trump am Samstag. Beweise dafür legte er nicht vor.

Auch US-Justizminister William Barr sagte, die Gewalt gehe auf das Konto von "anarchistischen Linksextremisten". Beweise legte auch er nicht vor. Minnesotas Gouverneur Walz erklärte hingegen unter Hinweis auf Ermittlungen, die Gewalt werde von rivalisierenden Drogengangs, weißen Rassisten und Anarchisten angeheizt.

In einem Tweet kündigte Trump an, die US-Regierung wolle die Antifa-Bewegung in dem Land als Terrororganisation einstufen. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Wie das mangels Organisationsstrukturen des losen Bündnisses funktionieren soll, blieb offen.

Mit Protesten gegen Rassismus machen Tausende Menschen in den USA ihrem Ärger Luft. Auslöser ist der Tod eines Afroamerikaners, der bei einem brutalen Polizeieinsatz ums Leben kam.

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