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Auf Geflügelfarm in Russland - H5N8-Vogelgrippe infiziert erstmals Menschen

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Erstmals wurde in Russland eine Übertragung des H5N8-Virus von Tieren auf Menschen nachgewiesen. Hinweise auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gibt es bislang aber nicht.

Legehennen in einem Stall
Legehennen in Mecklenburg-Vorpommern: Massentierhaltung verstärkt das Problem von Infektionskrankheiten (Symbolbild)
Quelle: dpa

Russland hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Fall einer Übertragung des H5N8-Vogelgrippe-Virus auf Menschen entdeckt. "Informationen über den weltweit ersten Fall der Übertragung der Vogelgrippe (H5N8) auf Menschen wurden bereits an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesendet", sagte am Samstag die Leiterin der russischen Gesundheitsbehörde Rospotrebnadzor, Anna Popowa. Die sieben in einer Geflügelfabrik infizierten Menschen fühlten sich "gut".

Die russische Nachrichtenagentur Interfax zitierte Popowa, dass sich die Infektionen im Dezember 2020 auf einer Geflügelfarm im Süden Russlands ereignet hatten. Die Untersuchung der Krankheitsfälle habe bis jetzt angedauert. Laut Popowa gebe es bislang keine Hinweise auf eine Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch.

Auch in Deutschland immer wieder kranke Tiere

H5N8 ist eine von diversen verschiedenen Varianten der Vogelgrippe. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind seit 2016 Fälle dieser Virus-Variante in Deutschland bekannt. Es "zirkulieren hierzulande immer wieder verschiedene H5-Viren bei Wildvögeln und Geflügel", schreibt das RKI auf seiner Webseite.

Zur Eindämmung von Infektionen wurden auch in Deutschland in den vergangen Jahren mehrfach Tierbestände getötet. Für Tiere verläuft eine Infektionen mit der Vogelgrippe meist tödlich.

Die Vogelgrippe hinterlässt ihre Spuren im Vogelbestand des Wattenmeeres. Laut WWF handele es sich um ein besorgniserregendes, noch nie da gewesenes Ausmaß.

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H5N8-Übertragung durch Geflügel-Verzehr unwahrscheinlich

Seit 2003 wurden laut Weltgesundheitsorganisation weltweit mehr als 2.300 Menscheninfektionen mit Vogelgrippe gezählt. Für die Version H5N1 zählt die WHO rund 450 Todesfälle weltweit, für H7N9 mindestens 600 Todesfälle. Auch die Variante H5N6, die vor allem in Südostasien auftrete, habe bereits zu einzelnen humanen Erkrankungen geführt, so das RKI.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt in einem Verbraucherhinweis, dass eine Virusübertragung bei H5N8 durch den Verzehr von Geflügelfleisch oder Geflügelprodukten unwahrscheinlich sei.

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