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Feuerwehr kämpft gegen Großbrand - "Albtraumbrand" in Athens Vororten

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Mehr als 500 Feuerwehrleute in Griechenland kämpfen noch immer gegen den Großbrand in den nördlichen Vorstädten Athens. Der griechische Premier spricht von einem "Alptraumbrand".

Wegen der sich ausbreitenden Waldbrände in Griechenland sind vier Ortschaften nahe Athen evakuiert worden. Auch Touristenregionen an der türkischen Mittelmeerküste sind bedroht.

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"Es ist ein Alptraumbrand am Rande der Stadt", sagte Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis nach einer Besichtigung der betroffenen Region im Norden Athens. Oberste Priorität sei es, Menschenleben zu retten. Mit dem ersten Tageslicht wurden Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt, um die Feuer einzudämmen. Noch immer ist die Feuerwehr im Einsatz. Die Winde ließen vorerst nach.

Die Behörden gaben bekannt, dass der Großbrand möglicherweise noch am Mittwoch gelöscht werden könnte. "Die Situation hat sich verbessert und wir hoffen darauf, das Feuer in den kommenden Stunden löschen zu können", erklärte die Feuerwehr. Informationen über mögliche Opfer lagen nicht vor.

Viele Einwohner mussten Häuser verlassen

Bereits am Dienstag geriet der Brand in den nördlichen Vororten Athens außer Kontrolle. Vier große Ortschaften wurden evakuiert. Etwa 300 Menschen mussten Zuflucht in anderen Teilen der griechischen Hauptstadt suchen. Der Staat bot Hotelzimmer für die kommenden Nächte an. Die Flammen toben seit Dienstagabend zwischen den Häusern der Athener Vorstädte Varybobi und Acharnes. Rund ein Dutzend Häuser brannte lichterloh, wie das Staatsfernsehen (ERT) zeigte.

Wie die Türkei und Italien plagt derzeit auch Griechenland eine Hitzewelle mit Temperaturen über 45 Grad. Die Trockenheit begünstigt dort dutzende Waldbrände.

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Einwohner hatten in Panik die betroffenen Gebiete verlassen. "Hinter uns ist die Hölle", rief ein Einwohner aus seinem Auto heraus Reportern vor Ort zu. Dicke Rauchschwaden waren aus allen Stadtteilen Athens sichtbar.

Wegen des Feuers musste auch ein Teil der Autobahn gesperrt werden, die Athen mit dem Norden und Süden des Landes verbindet. Griechischen Medienberichten zufolge wurden zudem dutzende Kinder aus einem nahegelegenen Ferienlager vor den Flammen in Sicherheit gebracht.

Asche auf Häusern, beißender Geruch in der Stadt

Wegen der starken Rauchentwicklung und der Windstille war am Morgen in Athen die Sicht auf wenige hundert Meter beschränkt. Ein beißender Geruch machte den Menschen in der Stadt außerdem zu schaffen. Asche ging auf Häuser nieder. "Bleiben Sie zuhause. Alle Fenster müssen geschlossen sein", rief der Zivilschutz die Menschen auf. Zudem werden erneut extreme Temperaturen um die 43 bis 44 Grad am Mittwoch in Athen erwartet. Die Glühhitze werde noch bis zum Wochenende andauern, teilte das Wetteramt mit.   

Feuer gab es auch auf der Halbinsel Peloponnes und den Urlaubsinseln Rhodos und Kos sowie auf der Insel Euböa. Insgesamt kämpfte die Feuerwehr landesweit gegen 40 größere Brände, wie der der Zivilschutz am Vorabend mitgeteilt hatte. Hunderte Häuser seien nach einer ersten Schätzung verbrannt oder beschädigt worden.

Feuer wüten weiter auf Sizilien und an der Adria

Auch die Feuer auf der Insel Sizilien, Sardinien und an der Adria wüteten in Touristengegenden oder teilweise direkt am Strand. Etliche Ortschaften wurden evakuiert, Touristen teilweise auf Booten in Sicherheit gebracht. In Italien waren besonders der Süden, die großen Inseln und Teile der Adriaküste betroffen.

In der Türkei sind seit vergangenem Mittwoch über 150 Brände ausgebrochen. Für acht Menschen kam dort jede Hilfe zu spät. 

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