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Extremwetter in Europa - Flut-Tote in der Türkei, Hitze in Spanien

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Das Extremwetter in Europa dauert an: In Spanien könnte es zum Hitzerekord kommen, Italien meldet leichte Entspannung. Die Türkei vermeldet 57 Tote durch Überschwemmungen.

Die US-Klimabehörde NOAA meldet den weltweit heißesten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen. In Spanien kennt man hohe Temperaturen, doch im Moment ist die Hitze besonders extrem.

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In der Umgebung der italienischen Hauptstadt Rom hat die Feuerwehr am Freitagabend weiter gegen Waldbrände gekämpft. Die Einsatzkräfte löschten die Feuer von zwei Fronten, wie die Feuerwehr mitteilte.

Vier Tote in Italien nach Bränden

Im Einsatz seien auch ein Löschflugzeug und zwei Helikopter. Die Flammen brannten im Naturschutzgebiet Monte Catillo nördlich von Tivoli. Die Stadt im Osten Roms ist für ihre Unesco-Welterbe-Villen Villa d'Este und Villa Adrianna bekannt.

Der spanische Wetterdienst hat die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen. Temperaturen zwischen 40 und 45 Grad werden erwartet. Auch in Italien herrschen extreme Temperaturen.

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Staatspräsident Sergio Mattarella begutachtete unterdessen die Lage auf Sardinien. Beim Besuch der Luftwaffe in Alghero überflog der 80-Jährige auch das Waldbrandgebiet in der Provinz Oristano im Westen der Insel.

Die Verwüstung durch die Brände zu sehen, lässt einen das enorme Ausmaß der Schäden für das Leben der betroffenen Kommunen verstehen.
Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella

In der Süd-Region Kalabrien brannten am Freitag viele Feuer in der Gegend um den Aspromonte Nationalpark. Dort gab es bislang vier Tote im Zusammenhang mit den Waldbränden.

Leichte Entspannung auf Sardinien und Sizilien

Auf Sizilien und Sardinien stufte der Zivilschutz die Waldbrandgefahr für Samstag in vielen Provinzen zurück. Extreme Hitze und anhaltende Trockenheit begünstigen seit Ende Juli die Flammen. Hinter vielen Feuern vermuten die Behörden Brandstiftung.

Am Samstag meldeten die Carabinieri auf Sizilien die Verhaftung von zwei Viehzüchtern in der Provinz Syrakus. Dem Vater (60) und seinem Sohn (27) werde vorgeworfen, Dornengestrüpp abgefackelt zu haben, um so ihr Weideland zu erweitern. Nach intensiven Ermittlungen sei Haftbefehl gegen die beiden erlassen worden.

Hitze-Rekord in Spanien möglich

In Spanien brachte die bisher schlimmste Hitzewelle des Sommers Millionen Menschen ins Schwitzen. Am Freitag kletterten die Werte in vielen Gebieten des Landes deutlich über die 40-Grad-Marke, auch in der Hauptstadt Madrid. Wie der Wetterdienst Aemet mitteilte, wurden am Freitagnachmittag in der andalusischen Provinz Córdoba 46,1 Grad gemessen. Damit war der im Juli 2017 in Córdoba erfasste Landesrekord von 46,9 Grad in greifbarer Nähe.

"Samstag wird der schlimmste Tag sein. Nicht ausgeschlossen, dass der Rekord dann auch gebrochen wird", sagte ein Aemet-Sprecher. Aemet rief vor allem für mehrere Gebiete in Andalusien bis Montag Alarmstufe Rot aus.

Die extreme Hitze setzte auch den spanischen Winzern zu. In der Region Kastilien-La Mancha mussten sie die Weinernte - die normalerweise im September beginnt - am Freitag vorzeitig beginnen. Die Trauben seien schon sehr reif, hieß es.

Bereits 57 Tote in der Türkei

In der türkischen Schwarzmeerregion kamen 57 Menschen in Zusammenhang mit Überschwemmungen ums Leben. Die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad teilte mit, in der Provinz Kastamonu seien seit dem Starkregen vom Mittwoch 48, in Sinop acht Menschen und in Bartin eine Person ums Leben gekommen.

Mindestens fünf Brücken wurden zerstört, Autos wurden von den Wassermassen weggerissen und zahlreiche Straßen unpassierbar. Mehr als 2.200 Menschen wurden nach Angaben der Behörden aus Flutgebieten evakuiert; einige mussten mit Hubschraubern von Dächern geborgen werden.

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Betroffen sind vor allem die drei Provinzen Bartin, Kastamonu und Sinop. Präsident Recep Tayyip Erdogan reiste am Freitag nach Kastamonu und sagte, die zerstörten Orte würden durch "bessere" ersetzt.

Löschflugzeug abgestürzt

Beim Absturz eines russischen Löschflugzeuges in der Türkei sind am Samstag acht Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine habe geholfen, einen Waldbrand in der Provinz Kahramanmaras im Süden der Türkei nahe der Grenze zu Syrien zu löschen, berichtete Anadolu. Seit Ende Juli waren landesweit etwa 300 Brände ausgebrochen. Die meisten konnten mittlerweile gelöscht werden. 

Lage in Griechenland entspannt sich

Die Feuer in Griechenland sind unter Kontrolle und weitgehend gelöscht, doch die Sicherheitskräfte bleiben in Alarmbereitschaft. Von Freitag- bis Samstagmorgen waren nach Angaben der griechischen Feuerwehr erneut 51 Waldbrände ausgebrochen. Der griechische Zivilschutz gibt die Brandgefahr in weiten Teilen des Landes als "hoch" bis "sehr hoch" an.

Sorgen bereiten unter anderem die örtlich starken Winde, die einen kleinen Brandherd zu einem großen Waldbrand anzheizen können. Vor allem in den zuvor stark betroffenen Gegenden im Norden Athens, auf der Insel Euböa und der Halbinsel Peloponnes sind deshalb weiterhin hunderte Feuerwehrleute in Alarmbereitschaft. Die Regionen weden auch aus der Luft überwacht, hieß es bei der Feuerwehr.

Experten sehen in den extremen Temperaturen, welche die Riesenbrände begünstigen, eine Folge der globalen Klimaerwärmung.

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