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Hochsaison Herbst - Das Wandern ist auch der Jüngeren Lust

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Schuhe und Stiefel stehen bereit: Der September ist der beliebteste Monat vieler Wanderer. Auch bei den Jüngeren gibt es eine neue Wander-Lust. Sie wollen mehr als "hoch hinaus".

Archiv: Eine Frau geht bei Sonnenuntergang über eine Wiese
Wandern boomt bei Jung und Alt.
Quelle: dpa

Die ganz heißen Tage sind vorbei. Erntezeit und Weinlese sorgen für besondere Genussmomente. All das macht den September zum beliebtesten Monat vieler Wanderer, wie Wanderstudien zeigen. Die Vielfalt an Wandermöglichkeiten in Deutschland ist dabei groß: Rund 200.000 Kilometer markierte Wege gibt es. Vom kurzen Spazierweg bis zum mehrere Hundert Kilometer langen Fernwanderweg ist alles dabei.

Wanderten vor zehn Jahren vor allem Senioren, liegt der Altersdurchschnitt nach Angaben des Deutschen Wanderverbands (DWV) heute bei 47 Jahren. Klaus Erber, erster Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts, bestätigt die neue Wanderlust: "Viele jüngere Menschen entdecken das Wandern für sich als gute Möglichkeit auszuspannen. Seit einigen Jahren spüren wir eine starke Nachfrage von Familien mit Kindern nach geeigneten Wegen."

Im Sommer entdecken viele das Wandern für sich. Wander-Apps fürs Smartphone sollen bei der Routenplanung und Navigation helfen. Wir haben drei von ihnen unter die Lupe genommen.

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Auch Corona sorgt für Aufschwung

Auch die Corona-Pandemie stärkt den Aufschwung. "Wir stellen fest, dass ganz viele Menschen das Wandern erstmals oder neu für sich entdeckt haben", so Klaus Erber. Das sei einerseits positiv, andererseits in einigen Regionen auch ein Problem für die Umwelt.

Erik Neumeyer, stellvertretender DWV-Geschäftsführer gibt zu bedenken: Wo zu viele Menschen unterwegs seien, werde die Natur oft in Mitleidenschaft gezogen, beispielsweise durch ein größeres Müllaufkommen. "Angesichts der steigenden Beliebtheit des Wanderns sind besonders attraktive Ziele, etwa im Umland von Ballungsräumen oder großen Städten, zuweilen auch überfüllt", so Neumeyer. Ein Risiko, vor allem in Corona-Zeiten.

Zwei Mountainbiker auf Almweg in Berglandschaft, aufgenommen am 01.01.2016

Professur für Sportökologie - Sport ohne Stress für die Natur 

Outdoor-Sport boomt - die Natur leidet. Geht es auch umweltverträglicher? Die Uni Bayreuth hat nun eine Professur für Sportökologie - die erste in Deutschland.

Durchschnitt: 2,5 Stunden, zehn Kilometer

Wer will, kann auf markierten Wegen von der Nordsee bis zum Mittelmeer wandern. Der Europäische Fernwanderweg E1 beginnt am Nordkap, endet in Italien und führt quer durch Deutschland. Beliebt sind auch Wanderstrecken, auf denen man etwas lernen kann. "Planetenwege" etwa verdeutlichen den Abstand der Planeten zueinander und zur Erde.

Die durchschnittliche Wanderung dauert nach DWV-Angaben etwa 2,5 Stunden und liegt bei rund zehn Kilometern Länge. Nur 20 Prozent aller Wanderungen sind demnach Sportwanderungen, nicht alle wollen "hoch hinaus", "viele Kilometer" machen und "sehr schnell" zum Ziel kommen. Vielen Wanderern und Wandererinnen geht es wohl vielmehr darum, zur Ruhe zu kommen - und vielleicht auch etwas Spirituelles zu finden. Denn die Sinn- oder Selbstsuche kann ebenso zum Wandern gehören.

Wandern im Gebirge sollte nicht unterschätzt werden.

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Wandern ist gut für Körper, Geist und Seele

"Wandern ist gut für Körper, Geist und Seele", betont Neumeyer vom DWV. "Es macht beweglicher, wirkt sich positiv auf Ausdauer und Kraft aus und fördert das psychische Wohlbefinden. Die Bewegung und das Erleben der Natur tragen dazu bei, Stress abzubauen und Abstand vom Alltag zu gewinnen." Dazu komme, dass das langsame Gehen genügend Energie für Unterhaltungen lasse. Wandern ist also auch eine gute Gelegenheit, alte Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen.

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