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Explosion im Chempark - Warnungen weit über Leverkusen hinaus

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Was müssen Anwohner nach der Explosion im Chempark Leverkusen beachten? Und welche Stoffe könnten bei dem Vorfall freigesetzt worden sein? Fragen und Antworten.

In einem Leverkusener Chemiepark ist es zu einer schweren Explosion gekommen. Ein Mitarbeiter kam ums Leben, vier werden weiter vermisst, mindestens 31 wurden verletzt.

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Der Brand nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark ist nach Informationen der Stadt Leverkusen unter Kontrolle.

Die Explosion ereignete sich Tanklager des Entsorgungszentrums im Stadtteil Bürrig.

Explosion in Leverkusen: Was sollen Anwohner beachten?

Die Anwohner wurden zunächst gebeten, geschlossene Räume aufzusuchen sowie Türen und Fenster geschlossen zu halten. Zur Warnung der Bevölkerung wurden Sirenen und Warn-Apps ausgelöst.

Wie es zur Explosion im Leverkusener Chempark kommen konnte, ist unklar. Brandexperten der Kölner Kriminalpolizei nahmen die Ermittlungen auf. Dazu ZDF-Reporter Heiko Rahms.

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Am Abend gab es Entwarnung: Türen und Fenster dürfen im Stadtteil Bürrig wieder geöffnet werden.

Es wurden aber Ruß-Niederschläge von Bürrig bis zur Grenze von Küppersteg, Opladen, Quettingen und Lützenkirchen gemeldet. Wichtig sei es, diese etwa münzgroßen Partikel nicht in die Wohnung zu tragen, "das heißt die Schuhe ausziehen und vor der Haustür lassen", schreibt die Stadt Leverkusen. Straßen, Gehwege und Hauseingänge würden zeitnah vom Chempark-Betreiber Currenta gereinigt.

Nach der Explosion mit bislang einem Toten äußern sich Feuerwehr und Chemiepark-Betreiber zur aktuellen Lage in Leverkusen.

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Was bedeutet die Explosion für andere Städte?

Die Feuerwehr im etwa 60 Kilometer entfernten Dortmund hatte zunächst vor Geruchsbelästigungen in Teilen der Ruhrgebietsstadt gewarnt. "Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden", schrieb die Feuerwehr einige Stunden nach der Explosion am Dienstag auf Twitter.

Später gab die Stadt Entwarnung: "Messungen im Stadtgebiet haben keine Gefährdung der Bevölkerung ergeben", hieß es auf Twitter.

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Auch Köln hat die anfängliche Warnung zurückgenommen. "Die vorsorglichen Luftmessungen in Köln bestätigen, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestand", hieß es von Seiten der Stadt.

Die Erschütterung bei der schweren Explosion im Leverkusener Chempark war auch noch viele Kilometer entfernt zu spüren. Mehrere Stationen des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen hätten die Explosion gemessen, sagte ein Seismologe. Unter anderem sei sie auch an einer Station im Hespertal, rund 40 Kilometer nördlich von Leverkusen, registriert worden.

Welche Stoffe wurden durch die Explosion freigesetzt?

Chempark-Leiter Lars Friedrich bestätigte, dass ein Tank mit Lösemitteln gebrannt hat. Zur Ursache der Explosion könne er noch nichts sagen, da der Rettungseinsatz noch laufe. Es bestehe keine "akute Gefährdungslage" mehr, betonte Friedrich. Die Gefahr sei allerdings noch nicht vollständig gebannt.

NRW, Leverkusen: Chempark Gelände in Keverkusen.
Quelle: ZDF/Google Earth

Daniel Dietrich, Leiter der Arbeitsgruppe Human- und Umwelttoxikologie der Universität Konstanz, vermutet, dass durch den offensichtlichen Brand und aufgrund der Löscharbeiten - und somit später niedrigeren Temperaturen - polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen, wie Benzo(a)pyre, aber auch geringste Mengen an polychlorierten Aromaten, wie Dibenzofurane und Dioxine, entstanden sein könnten.

Beides sind toxische Stoffklassen und sie sollten nicht eingeatmet werden, deshalb ist es wichtig, die Fenster und Türen geschlossen zu halten und das Haus möglichst nicht zu verlassen.
Daniel Dietrich

Wenn sich diese Stoffe an Oberflächen abgesetzt hätten, seien sie für den Menschen nicht mehr so gefährlich, da sie kaum über die Haut aufgenommen werden, so Dietrich.

Welche Gefahrenquellen gibt es noch?

Als weitere Gefahrenquellen nennt der Schweizer Toxikologe Martin Wilkes von der Uni Basel:

  • Erstickungsgase, insbesondere Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Zyanid
  • Reizgase in der Rauchwolke, die insbesondere akute Irritationen der Augen und oberen Atemwege verursachen.

"Neben dem Umgang mit der akuten Bedrohungslage vor Ort ist deshalb die Überwachung der Umgebung, teils auch in weiterer Entfernung, wichtig. Dazu gehört insbesondere, die Zusammensetzung der Chemikalien herauszufinden, was sich bei einer Entsorgungsanlage als schwierig erweisen kann", erklärt er.

Leverkusen - Chempark-Explosion: Was war im Rauch? 

Nach der Explosion in Leverkusen vermuten die Behörden, dass im Rauch unter anderem giftiges Dioxin war. Zudem gibt es kaum Hoffnung, die fünf Vermissten noch lebend zu finden.

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