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G. Gordon Liddy - Watergate-Drahtzieher ist tot

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Der Watergate-Skandal zwang US-Präsident Richard Nixon 1974 zum Rücktritt. Eine der zentralen Figuren, G. Gordon, Liddy, ist nun im Alter von 90 Jahren gestorben.

Watergate-Drahtzieher G. Gordon Liddy im Jahr 2001.
Watergate-Drahtzieher G. Gordon Liddy im Jahr 2001
Quelle: Roberto Borea/AP/dpa/Archivbild

G. Gordon Liddy, der Drahtzieher des Einbruchs in das Watergate-Gebäude in Washington, der letztlich US-Präsident Richard Nixon das Amt kostete, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Der ehemalige FBI-Agent und Soldat sei am Dienstag in Mount Vernon im US-Bundesstaat Vermont gestorben, bestätigte sein Sohn Thomas Liddy. Die Todesursache nannte er nicht, sagte aber, dass sein Vater nicht an Covid-19 gestorben sei.

Liddy war unter anderem Berater im Wahlkampfteam für Nixons Wiederwahl und Teil einer Gruppe von Republikanern, die unter dem Namen "The Plumbers" ("Die Klempner") jene ausfindig machen sollten, die belastende Informationen aus dem Regierungsapparat an die Medien weitergaben.

Der Watergate-Skandal

Unter anderem empfahl er, den Investigativjournalisten Jack Anderson ermorden zu lassen und Anti-Kriegs-Demonstranten nach Mexiko zu entführen. Viele seiner Vorschläge wurden im Weißen Haus ignoriert, grünes Licht gab es aber für den Einbruch in die Zentrale der Demokratischen Partei im Watergate-Gebäude im Juni 1972, wo Liddys Leute Wanzen installieren sollten.

Die fünf Einbrecher wurden festgenommen, die Untersuchung führte zum Weißen Haus und Liddy, der in der Folge verurteilt wurde und vier Jahre und vier Monate im Gefängnis verbrachte. Nixon trat 1974 zurück. "Für meinen Präsidenten würde ich es wieder tun", sagte Liddy Jahre später.

Nach seiner Entlassung machte er sich einen Namen als Radiomoderator. In der Sendung "60 Minutes" des US-Senders CBS sagte er, Nixon sei nicht skrupellos gewesen, weil er Audioaufnahmen zu dem Skandal nicht vernichtet habe.

Mehr zum Watergate-Skandal sehen Sie in folgender Doku:

Die Watergate-Affäre - Machtmissbrauch, Behinderung der Justiz und Vertuschungsversuche durch das Weiße Haus. Im Zentrum des Skandals der damalige US-Präsident Richard Nixon.

Beitragslänge:
44 min
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